Deutschland: Taube GebärdensprachdolmetscherInnen beim Gebärdenwerk

Seit kurzem arbeiten zwei staatlich geprüfte taube Gebärdensprachdolmetscherinnen und ein staatlich geprüfter tauber Gebärdensprachdolmetscher bei der Firma Gebärdenwerk in Hamburg.

gebärdende Hände
ÖGLB

Die drei tauben DolmetscherInnen hatten nach Informationen des Gebärdenwerks am Pilotlauf des weiterbildenden Studiums „Taube Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetscher“ teilgenommen, das vom Institut für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser (IDGS) der Universität Hamburg und der Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) angeboten wird, und ihr Studium vor kurzem mit erfolgreich bestandenen Prüfungen abgeschlossen.

Die frischgebackenen DolmetscherInnen sind nun für unterschiedliche Dolmetschtätigkeiten qualifiziert, darunter Simultandolmetschen, Konsekutivdolmetschen, Vom-Blatt-Übersetzen sowie Dolmetschen mittels Teleprompter.

Die Dolmetschfertigkeiten und linguistischen Kenntnisse der drei AbsolventInnen sind nach Ansicht des Gebärdenwerks äußerst relevant für die Arbeitsbereiche der Firma Gebärdenwerk, die sich mit der Übersetzung und Produktion von Gebärdensprach-Filmen befasst.

Mit ihren im Laufe des Studiums erworbenen Kompetenzen können die tauben DolmetscherInnen einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung der in der Firma angefertigten gebärdensprachlichen Übersetzungen leisten.

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0 Kommentare

  • Wenn ich nach Wien komme, muss ich oft durch die „Taubstummengasse“ fahren. Dies in heutigen Zeiten, naja „Wien ist anders“!

  • Finde es befremdlich, dass der Terminus „taub“ anstatt „gehörlos“ in einer Aussendung von kobinet verwendet wird.
    Nach dem „Buch der Begriffe“ (1983, S.31f)sollt „taub“ nicht verwendet werden, weil „Taub ist eine Zustandsbeschreibung für Gefühllosigkeit im eigentlichen und im übertragenen Sinn. So ist etwa von „tauben Fingern“ oder „etwas stößt auf taube Ohren“ die Rede. Das Wort „taubstumm“ wird aber immer noch verwendet. Richtiger ist es von Gehörlosigkeit zu sprechen.“ Denke die Argumentation für „taubstumm“ gilt auch für den Teilbegriff.