Deutschland: Weniger Geld für Medaillen für behinderte SportlerInnen

In einem Kommentar für den tagesspiegel hat Journalist Keyvan Dahesch diese Praxis angesichts der derzeit stattfindenden Paralympics kritisiert.

Walter Lackner beim Ski fahren
Baldauf, Franz

Weshalb behinderte Athletinnen und Athleten beim Medaillengewinn von der Deutschen Sporthilfe mit einer Geld-Prämie abgespeist werden, die unter einem Drittel des Betrages liegt, den ihre nicht behinderten Kolleginnen und Kollegen bekommen, ist für den Journalisten Keyvan Dahesch unverständlich.

Unter der Überschrift „Gleich, gleicher, am ungleichsten“ schrieb Keyvan Dahesch in der am 8. März 2010 erscheinenden Ausgabe des tagesspiegels u.a.: „Der Ausspruch ‚Alle Menschen sind gleich, aber manche sind gleicher!‘ gibt die Empfindungen der Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung allgemein und der Mitglieder des deutschen Paralympics-Teams im Besonderen treffend wieder. Denn: Nicht nur die sechs Frauen und 14 Männer, die als blinde, gelähmte oder amputierte Athleten ab diesem Freitag Deutschland bei den olympischen Winterspielen der behinderten Menschen in Vancouver vertreten, klagen zu Recht über die Ungleichbehandlung gegenüber den nicht behinderten Olympiateilnehmern.“

Und weiter fragt er: „Weshalb aber werden diese Athleten dann beim Medaillengewinn von der Deutschen Sporthilfe mit einer Geld-Prämie abgespeist, die sogar unter einem Drittel des Betrages für ihre nicht behinderten Kolleginnen und Kollegen liegt? Kennen die Sporthilfe-Funktionäre nicht diesen Satz in Artikel 3 des Deutschen Grundgesetzes: ‚Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden‘?“

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