Die diskriminierten Diskriminierer

Andersrum barrierefrei? - Barrieren andersrum! / Eine Leserzuschrift

Wilfried Raith
Wilfried Raith

Zum 30. Jahr des Bestehens der HOSI in Salzburg und dem Kampf gegen Diskriminierung steht für mich – wie die letzten 26 Jahre meines Lebens – als Rollstuhlfahrer die Frage im Raum, wie weit die Bemühungen gediehen sind, einen barrierefreien Zugang zum Vereinszentrum zu schaffen.

Es ist mittlerweile ein unerträglicher Zustand, im Zusammenhang mit der HOSI von Antidiskriminierung zu reden, zumal mit der neuen Raumwahl der Ausschluss von RollstuhlfaherInnen weiter betrieben wurde und damit trotz Kenntnis des Problems die Prolongation von Diskriminierung bewusst in Kauf genommen wurde.

Ich ersuche den Vereinsvorstand um eine Stellungnahme zur Situation!

Mit mittlerweile (jahrelang) frustrierten Grüßen Raith Wilfried, schwul und behindert

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0 Kommentare

  • @Solidarität kann wohl über die Jahre nur dort entstehen, wo auch Vereine, die angeblich für alle behinderten und chronisch kranken Menschen da sind, eben alle auch merkbar vertreten. Haben Sie nicht auch den Eindruck, dass der ÖZIV vor allem eine Gruppe von behinderten Menschen vertritt? Woher soll den jetzt die Solidarität kommen?

  • Leider ein weit verbreitetes Phänomen. Man kann sich ja wirklich nicht um die Anliegen aller kümmern! Wann werden wir „Randgruppen-Angehörige und -MitarbeiterInnen“ endlich begreifen, daß wir nur durch gruppenübergreifende Solidarität unsere berechtigten Forderungen durchsetzen können? Barrierefreiheit geht uns wirklich alle an, wie das geschilderte Beispiel ja wohl eindrucksvoll demonstiert!

  • @pisecky: wie wäre es in diesem fall mit progressiver öffentlichkeitsarbeit und couragierten auftreten gegenüber der fördernden behörden anstatt sich als opferlamm in die ecke zu stellen? warum nehmt ihr nicht das fachwissen behinderter expertInnen in die hand?

  • @Wolfgang+Wilfried: Ein Problem dabei ist, dass die Miete für barrierefreie Räumlichkeiten auch aufgebracht werden muss. Barrierefreie Räume sind einerseits schwer zu finden und dann auch meist deutlich teurer. Wenn dann die fördernde Behörde (und viele Organisationen können die Miete nur durch Subventionen aufbringen) dies als zu teuer ansieht, hilft der beste Wille nichts.

  • Die tun wahrscheinlich ihr Bestes.

  • und als kleine Randbemerkung: auch manch anderer Verein, der gegen Diskriminierung kämpft, residiert in nicht zugänglichen Räumlichkeiten. Barrieren sind ja auch keine Diskriminierung und Behindertenpolitik gehört in den Bereich „Soziales“