Die Finanzierung der Pflege darf nicht privatisiert werden

Eine Absage erteilt die Behindertensprecherin der Grünen, Theresia Haidlmayr dem Vorschlag von Hanna Mayer, eine Pflege-Versicherung einzuführen. „Die Finanzierung der Pflege darf nicht privatisiert werden“, so Haidlmayr.

Theresia Haidlmayr
GRÜNE

Immerhin hat man sich 1993 dazu entschlossen, das Bundespflegegeld als Solidarleistung einzuführen. Würde man dieses System kippen, so hieße dies, dass Menschen die eventuell irgendwann einmal auf Hilfe, Pflege und persönliche Assistenz angewiesen sind rechtzeitig in eine Privatversicherung einzahlen müssten, um später ein paar Euro als Zuschuss zu erhalten. „Das können sich einerseits sehr viele Menschen nicht leisten und andererseits würde es das Solidarsystem aufheben“, erläutert Haidlmayr und weiter: „Es ist viel wichtiger, dass das Pflegegeld endlich erhöht und gesetzlich jährlich valorisiert wird“, so Haidlmayr.

Auch den weiteren Ausbau von Pflegheimen lehnt Haidmayr ab, da fast alle Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, auch weiterhin in ihren eigenen vier Wänden leben wollen. „Außerdem fließen bereits mehr als 90 Prozent der Geldmittel in Pflegeheime, für alternative Angebote wie ambulante Dienste und persönliche Assistenz bleibt ohnehin nichts mehr übrig. Dieser Bereich ist entsprechend auszubauen“, fordert Haidlmayr.

Die Behindertensprecherin der Grünen fordert Frau Mayer auf, sich mit den Betroffenen behinderten Menschen in Verbindung zu setzen, da diese ja am besten wissen was sie sollen und brauchen, weiss Haidlmayr. „Wenn ihnen jetzt auch noch angedroht wird, sich privat versichern lassen zu müssen, dann schürt das weitere Existenzängste“, sagt Haidlmayr.

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