Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz: Zugang für alle oder nur für wenige?
Der Artikel 27 der UN-Behindertenrechtskonvention beschreibt das Recht auf Arbeit für Menschen mit Behinderung. Arbeit soll den Lebensunterhalt sichern und …
Vermittlungsprogramm im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
Sie ist ein äußerst wirkmächtiges Instrument, das gesellschaftliche Realität widerspiegelt und zugleich auch formt. Die Rede ist von der Sprache. Diese kann Großartiges hervorbringen, aber in den falschen Händen auch eine gefährliche Waffe sein.
Im Nationalsozialismus wurde diskriminierende und gewaltverherrlichende Sprache gezielt dazu eingesetzt, um den Boden für die Ausgrenzung und Vernichtung von Menschen mit Behinderungen und psychisch kranken Menschen zu bereiten.
Welche Wirkungen beziehungsweise Auswirkungen haben unterschiedliche Formen von Sprache, vor allem im Umgang mit Menschen, die nicht den gesellschaftlichen Normen entsprechen?
Für diese Thematik möchte ein spezielles pädagogisches Vermittlungsprogramm des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim die Besucherinnen und Besucher sensibilisieren.
Im Seminar wird es eine intensive Auseinandersetzung mit den Funktionen und Aspekten von Sprache in Vergangenheit und Gegenwart geben. Welchen sprachlichen Mechanismen bediente sich der Nationalsozialismus, um Personengruppen zu entmenschlichen? Wie werden auch heute noch Menschen durch Sprache an den Rand der Gesellschaft gedrängt?
Neben diesen kritischen Fragen sollen auch positive, aktuelle Aspekte der Sprache beleuchtet werden, z.B. wie können sich Menschen, auch Menschen mit Behinderung, durch Sprache selbst ermächtigen?
Das Programm ist dreistündig und kostet 6 Euro pro Person. Die Veranstaltung ist für Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 15 Jahren zugänglich. Nach einer Einstiegsübung gibt es einen Rundgang durch die Gedenkstätte und die Ausstellung „Wert des Lebens“.
Anschließend beschäftigen sich die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer in Kleingruppen mit Hilfe von Fragenstellungen, Texten, Bildern und Filmen mit unterschiedlichen Funktionen der Sprache. Im letzten Teil des Programms werden die Ergebnisse präsentiert und diskutiert.
Das Vermittlungsprogramm „Die Macht der Sprache“ kann individuell innerhalb der Öffnungszeiten der Gedenkstätte und Ausstellung reserviert werden. Die Mindestanzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beträgt 10 Personen.
Bitte reservieren Sie mindestens 14 Tage vorher unter Tel.: 07274 – 6536-546 oder Mail: office@schloss-hartheim.at.
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
An den Bahnsteigen der Wiener U-Bahn-Linien U3 und U6 gibt es jetzt ertastbare Informationen für blinde und stark sehbehinderte Menschen …