Die ÖAR trauert um Ehrenpräsident Heinrich Schmid

Heinrich Schmid war der zweite Präsident in der Geschichte der ÖAR und übernahm das Amt 1982 von SC Dr. Michael Neider. 1991 wurde er als Präsident der ÖAR von Dr. Klaus Voget abgelöst.

Heinrich Schmid
ÖAR

Heinrich Schmid war als So­zialarbeiter in der AUVA und später in der PVAng für Rehabilitati­on zuständig. Auch in der ÖAR setzte er sich für einen umfassenden Rehabilitationsanspruch ein. Die Vernetzung aller Träger auf diesem Feld war ihm ein zentrales Anliegen, ja geradezu sein Steckenpferd.

Er war Initiator bei der Gründung der ÖAR 1975 und Vordenker. Als Schwerpunkte der ÖAR der ersten Jahre nannte Schmid barrierefreies Bauen, Schulintegration, Öffentlicher Raum und Verkehr und Rehabilitation.

Visionäres Denken und das Engagement in der Aufbauzeit der Dachorganisation der Behindertenverbände zeichneten Heinrich Schmid aus. Im letzten Bericht seiner Amtszeit an den Delegiertentag 1991 resümierte Schmid über die ersten 15 Jahre der ÖAR. Dabei hob er vor allem den Wert des gemeinsamen Denkens und Handelns aller behindertenpolitisch interessierten und agierenden Personen hervor: Ein Prinzip, nach dem die ÖAR fortan durch die regelmäßige Veranstaltung von Kongressen und der damit verbundenen Einladung eines großen Kreises von Interessierten, Fachleuten und Beamten handelte.

Heinrich Schmid war der in der ÖAR als ein Mensch bekannt, der auch seine persönliche Meinung nicht geheim hielt.

Bei einer Tagung zum Thema „Altern in Würde“ 1993 analysierte er tiefgründig und umfassend das Pflegesystem und forderte massiv eine Verwaltungsvereinfachung: „Bevor linear Leistungen reduziert werden, sollte man den gesamten Verwaltungsapparat entwirren, sowohl Teil- als auch Mehrfachkompetenzen vermeiden und schließlich daran denken, dass zu niedrig bemessene Leistungen, da sie keine Probleme lösen, die teuersten sind.“ Eine Forderung, die auch heute noch immer gültig ist!

Sein ungebrochenes Engagement war und ist für die ÖAR vorbildlich. Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen. Heinrich Schmid wurde 89 Jahre alt. 

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0 Kommentare

  • Heinrich Schmid, ein großer Kämpfer in vielen Bereichen und ein angenehmer Zeitgenosse. Ich habe ihn vor allem wegen seines Engagements für die „Schulintegration“ geschätzt. Mein herzliches Beileid seinen hinterbliebenen Angehörigen!

  • Mit großem Bedauern und Anteilnahme habe ich vom Ableben DSA Heinrich Schmid gelesen – damit ist höchstwahrscheinlich endgültig der geforderte gesetzliche Rehabilitationsanspruch, gleich für alle Menschen, nach dem „Finalprinzip“ gestorben…