Die schusselige Assistentin

Paula! Ach, Paula! Die Geldtasche hast du in der Küche liegen gelassen und der Regenmantel hängt hinten am Rollstuhl!

Sessel mit Polster
Alexas_Fotos / Pixabay

Paula ist eine liebenswürdige, gelernte Pflegeassistentin, die bei mir Erfahrungen als Persönliche Assistentin sammeln möchte. Ich kann sie im Moment sehr gut brauchen und außerdem kenne ich sie schon, als beste Freundin meiner Tochter.

Darüber hinaus ist Paula sehr verlässlich und flexibel, also hat sie alles, was eine gute Zusammenarbeit verspricht und für mich wichtig ist.

Was Paula aber noch hat, bringt mich mitunter in eine kleine Verzweiflungssituation. Sie hat nämlich einen etwas chaotischen Charakter, der ihr selbst das Leben erschwert und mich in manchen Momenten tief durchatmen lässt.

Frühstück mit Frau Krause

Paula und ich befinden sich in der Rehabilitationsklinik Bad Pirawarth. Um 8 Uhr läutet jeden Tag der Wecker. Aufstehen, frühstücken und dann gleich um 9 Uhr in die erste Therapie.

An diesem Tag sind wir spät dran und eilen in den Speisesaal. Frau Krause, die Tischnachbarin, ist schon bei der zweiten Hälfte ihrer täglichen Marillenmarmeladen-Semmel, als wir Platz nehmen. Sie hat ihr Zimmer, mit Blick in den Innenhof genau gegenüber von meinem Zimmer.

“Guten Morgen! Na, gestern waren Sie aber lange munter, Frau Obermeir!”, trällert sie. Wie bitte? Werde ich jetzt auch in der Nacht beobachtet? “Sie aber scheinbar auch, Frau Krause!”, grummel ich zurück.

Paula kichert und holt unser Frühstück vom Buffet. Müsli, Brot, frisches Gemüse und noch so alles, was uns gut schmeckt. Frau Krause stand vom Tisch auf und verabschiedete sich bis zum Mittagessen.

Wo ist die Tasche?

Jeden Tag bekomme ich morgens den Therapieplan des Tages. Da steht genau drauf wo, wann und welche Therapie ich absolvieren muss. Und weil es unmöglich ist, sich alle Therapien samt Uhrzeiten zu merken, frage ich Paula beim Frühstück: „Was für eine Therapie kommt als erstes?“

Natürlich will Paula sofort den Plan begutachten, aber der Plan ist in meiner Tasche und wo ist meine Tasche? Die Tasche ist weder am Tisch, noch hängt sie am Rollstuhl oder auf unseren Sesseln. Ich atme tief durch und Paula wird nervös.

„Wo habe ich sie zuletzt gehabt? Wahrscheinlich im Zimmer vergessen!“ Sie läuft in den zweiten Stock, kommt aber wieder zurück ohne Tasche. Wir überlegen, in welchen Räumen wir gestern überall waren.

Sie marschiert zur Rezeptionistin. Dem Himmel sei Dank, ist die Dame sehr zuvorkommend und begleitet Paula zu sämtlichen Therapieräumen, die wir am Vortag betraten, um sie aufzusperren. Inzwischen sitze ich noch beim Frühstück im Speisesaal, warte auf Paula und die Tasche und denke an Frau Krause. Sie hat nämlich, so nebenbei, ihren Therapieplan am Tisch liegen gelassen.

Was man nicht im Kopf hat …

Die Zeit drängt. Bald beginnt die erste Therapie. Aber wohin muss ich gehen? Im ganzen Haus hat Paula erfolglos mit der Rezeptionistin nach der Tasche gesucht.

Dann beschließe ich noch einmal im Zimmer zu suchen.

Vier Augen sehen besser als zwei und Paula könnte ja etwas übersehen haben! So war es dann auch. Da liegt sie ja! Die Tasche ist auf dem Sessel unter einem Polster und war nicht auf den ersten Blick sichtbar. Jedoch schusselig wie Paula ist, hat sie daran nicht gedacht!

„Was man nicht im Kopf hat, hat man eben in den Beinen!“, lacht Paula verlegen. Die Rezeptionistin bekam am Nachmittag einen kleinen Blumenstrauß für ihre sinnlosen Bemühungen, die 10 Minuten Verspätung konnte ich in der Therapie hinten anhängen und die Verzweiflungssituation löste sich im Guten.

Paula, ach Paula!

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36 Kommentare

  • Ich finde es ggrundsätzlich sehr mutig, Freunde der eigenen Kinder als Assistenten zu nehmen – ergibt sich daraus nicht zwansläufig ein massives Konfliktpotenzial?

  • @ Hannah
    Ich ersuche Sie um Entschuldigung. Doch der gleiche Stil und die Ausdrucksweise haben mich verleitet, dies anzunehmen
    @ Sandra
    Ich habe mit keinem Wort geistige/mentale Behinderungen angesprochen und auch nicht gemeint. Es gibt Erkrankungen, die Ihnen über Nacht die Funktion der Hände wegnehmen und ein Greifen und Halten unmöglich machen. Deswegen hört bei mir die Unterstützung nicht bei dem Punkt der Aufforderung die Tasche in den Rollstuhl zu legen auf. Denn ohne Unterstützung kann ich sie nicht aufmachen…
    Warum muss ich in meiner Geschichte erwähnen, dass ich der Assistentin angewiesen habe die Tasche zu nehmen? Auch Paula gefrühstückt, ich habe es halt in der Geschichte nicht erwähnt! Das ist eine Geschichte, die ich mit meinen Worten wiedergebe und die grundsätzlich nicht die Intuition dieser Diskussion gehabt hatte und hat.
    Natürlich vertrage ich konstruktive Kritik! Aber, Kommentare in denen Wörter vorkommen wie: zum kotzen, schwachsinnig, nicht behirnt, schwach und noch so einiges und ich allen Grund habe dies persönlich zu nehmen, ja dann werde ich auch unrund. Das nenne ich auch nicht harte Diskussion, das ist für mich einfach ein frecher und beleidigender Kommunikationsstil.

    • Sie haben nicht von geistiger / mentaler Behinderung gesprochen, im gegenständlichen Fall geht es aber ums Mitdenken.

      „Warum muss ich in meiner Geschichte erwähnen, dass ich der Assistentin angewiesen habe die Tasche zu nehmen?“
      Weil ohne dieses Detail leicht der Eindruck entstehen kann und, bei mir zumindest, ist, die Assistentin habe nicht mitgedacht, was ja nicht ihr Job ist, nicht bei Ihnen, denke ich. Sie, ohne diesen Punkt zu erwähnen, schusselig zu nennen, hinterlässt bei mir einen unguten Beigeschmack von Überlegenheitsgefühl und Besserwisserei. Zugegeben, Ihre anderen Schilderungen von Erlebnissen mit AssistentInnen haben schon den Grundstein dafür gelegt. Möglicherweise sind Sie ein angenehmer Mensch. Aber ich habe keine Lust mehr, mich mit Ihnen und Ihren seltsamen Assistenten zu befassen. Es wird keine Kommentare mehr von mir unter Ihren Beiträgen geben.

      Frühstück war nicht mein Punkt und tut nichts zur Sache.

    • Sie übersehen, dass dies eine Geschichte und KEIN Bericht ist!! Schusselig ist eine sanfte Bezeichnung mit Augenzwinkern, zumal die Assistentin sich selbst so bezeichnet. Es ist mir wirklich Rätsel, warum sie meine Geschichten derart in die falsche Kehle bekommen. Das tut mir leid, damit habe ich nicht gerechnet. Es wird auch keine Paul und Paula Geschichten hier mehr geben, ich will mich nicht beleidigen lassen deswegen. „Im gegenständlichen Fall geht es ums Mitdenken“. Wenn man falsch mitdenkt, lässt man es lieber bleiben. „Möglicherweise sind Sie ein angenehmer Mensch“. Auch diese Aussage halte ich für gewagt, weil sie impliziert, dass ich es nicht bin. Es erklärt nicht, warum einige AssistentInnen jahrelang bei mir im Dienst sind. Wenn Sie sich noch weiter ärgern wollen über mich, können Sie bei Amazon auch Bücher von mir erwerben.

      Ich bedanke mich für das Gespräch!

  • Ich zitiere ihren eigenen Kommentar: „“Nimmst du bitte meine Tasche! Somit kümmert sich die Assistentin um meine Tasche!“
    Das ist die typische Selbstbestimmungsbetreuung vieler behinderter Menschen: Selbstbestimmung, solange es um nichts geht, sobald Verantwortung, dann doch lieber Betreuung.
    Am Taschenbeispiel müsste es für mich als Assistent heissen: Lege mir die Tasche bitte in den Rollstuhl. Die VERANTWORTUNG bleibt bei Ihnen, als selbst bestimmtes Wesen.

    Apropos: Wann hat Paula frühgestückt?

    Ja, ich hätte als Assistent wahrscheinlich einen sicheren Job, einen klaren sicher nicht.

    • Das sind Gradwanderungen. Auf anderem Gebiet könnte man es auch mit Wortglauberei vergleichen.

      Wenn ich gewusst hätte was diese Geschichte auslöst hätte ich mir zehnmal überlegt, ob ich sie zur Verfügung stelle und dann dagegen entschieden.

      Mit aufrichtigen Grüßen!

    • Worum geht es bei Persönlicher Assistenz, unterm Strich, genau? Geht es darum als AssistenznehmerIn gewisse Parameter der Selbstbestimmung zu verfolgen und zu erhalten? Oder geht es darum, Menschen mit Behinderungen in ihrem Alltag insoweit zu unterstützen, als dass sie „bestmöglich“ ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben führen können? Ich spreche bewusst von „bestmöglich“, denn es gibt Menschen mit fortschreitenden Behinderungen, die im Laufe der Zeit, den einen oder anderen Parameter nicht mehr verfolgen können. Müssen diese Menschen dann in Betreuungsinstitutionen leben, damit sie der Selbstbestimmungsszene nicht schaden? Geht es um den einzelnen Menschen oder geht es um die Szene?
      Vielleicht können Sie mir das beantworten Sandra, Danke, Zum Kotzen, Ex-Assistent, Hannah … Und vielleicht kann mir Bizeps beantworten, warum hier im Forum mitunter eine „tiefe“ Gesprächsbasis erlaubt ist?

    • Ich kenne Sie nicht und habe mit Ihnen auch keine Rechnungen zu begleichen. Sie haben mit keinem Wort erwähnt, dass Sie die Assistentin gebeten haben, die Tasche mitzunehmen. Das wirft ein ganz anderes Licht auf die Sache.
      Über Ihre Gründe will ich nicht spekulieren. Sie würden diese vermutlich als Angriff gegen Sie interpretieren, nicht als eine Gelegenheit, etwas für sich aus der Kritik mitzunehmen. Deshalb ist es nicht weiter verwunderlich, dass Sie die Geschichte nicht veröffentlicht hätten, wenn Sie die Reaktionen erahnt hätten. Ich hätte sie trotzdem veröffentlicht, und zwar so, wie ich es für richtig halte. Wie Sie Ihre Gründe haben, haben diese auch die Kommentatoren für Ihre Meinung und die Art, wie sie diese äußern. Ich bsp komme gern ohne Umschweife zur Sache.

    • Das ist echt schwach, sich auf geistige/mentale Behinderungen zu berufen, die selbstverständlich auch, so weit wie möglich, selbstbestimmt leben dürfen und sollen. Im Rahmen ihrer Einsichts- und Handlungsfähigkeit müssen auch sie Verantwortung übernehmen.
      Sie teilen meiner Meinung nach ziemlich hart bei den Assistenten und den Kommentatoren aus, können jedoch selbst nicht einstecken. Wenn für Sie der Vorwurf der Schusseligkeit ein Angriff darstellt, muss dies auch für Ihre AssistentInnen gelten, mag er auch noch so schön verpackt sein.
      Woher sollen wir denn wissen, dass die Assistentin den Auftrag bekommen hat, die Tasche mitzunehmen? Die Geschichte zeigt eben deutlich in eine andere Richtung.

      Last but not least: Ich bin hier Sandra, und nur Sandra. Meine Meinung überschneidet sich nicht unbedingt in allen Punkten mit den Anderer.
      Jeder Mensch hat nur für sich Selbst Verantwortung zu übernehmen, wie kommt er dazu, im Sinne anderer Menschen verantwortlich zu handeln oder die Interessen abstrakter Gebilde (Gruppe, Szene, Gesellschaft etc.) zu vertreten?
      Es ist die Pflicht des Anderen zu diefferenzieren, sich nicht von seinen Vorurteilen leiten zu lassen. Behinderte gibt es eben auch in egoistisch, fleißig, faul usw.

    • @Gabriela Obermeir Wir haben generell ein strukturelles Problem, was PA angeht, sodass diese oftmals als Ersatz für entsprechend barrierefreie Gestaltung herhalten muss, Sie selbst haben Grenzen aufgezeigt. Auch wenn die Debatten hier etwas heftig sind, so halte ich Ihre Beiträge und die Diskussionsverläufe für sehr interessant.
      Ich verbitte mir aber die Gleichsetzung mit anderen Kommentatorinnen und erwarte eine Entschuldigung.

  • Was ich an der Geschichte nicht verstehe? Warum ist es die Aufgabe d. Assistentin, an die Tasche zu denken? Ich kenne von meinen diversen Auftraggebern, dass SIE sagen, was mitgenommen wird.

    • Wer sagt denn, dass ich das nicht mache? Ich sage zu meiner Assistentin: “Nimmst du bitte meine Tasche!” Somit kümmert sich die Assistentin um meine Tasche! Was ist daran falsch?

    • Ich zitiere ihren eigenen Kommentar: „“Nimmst du bitte meine Tasche! Somit kümmert sich die Assistentin um meine Tasche!“
      Das ist die typische Selbstbestimmungsbetreuung vieler behinderter Menschen: Selbstbestimmung, solange es um nichts geht, sobald Verantwortung, dann doch lieber Betreuung.
      Am Taschenbeispiel müsste es für mich als Assistent heissen: Lege mir die Tasche bitte in den Rollstuhl. Die VERANTWORTUNG bleibt bei Ihnen, als selbst bestimmtes Wesen.

      Apropos: Wann hat Paula frühgestückt?

  • Die Diskussion zeigt die Grenzen der persönlichen Assistenz auf. Die Grenzen zwischen Betreuung und Assistenz scheinen zu verschwimmen. Außerdem sehen wir, dass an Barrierefreiheit kein Weg vorbeiführt und Assistenz maximal eine Übergangslösung sein kann.

    • DANKE, dass Sie das sagen, auf was ich eigentlich raus will: Die Grenzen werden in diesem Artikel nicht gut erklärt, etwa zwischen Denken und Denkenlassen.
      DAS schadet der ganzen Szene, was die Autorin nicht behirnt, offensichtlich.

  • @Sandra
    Die Angriffslust ist unverständlich. Die Dummheit tut weh. Sandra … Zum Kotzen … Danke … Freidenker …
    Hören Sie doch auf meine Geschichten zu lesen, wenn sie so einen Groll dadurch entwickeln! Oder leben Sie von Aggressionen? Dann tun Sie mir leid!
    Scheinbar fahren Sie nicht auf Reha, sonst würden Sie wissen, dass 10 Minuten einer Therapieeinheit viel sind! Und überhaupt: Ich bin nicht bereit mich von Ihnen in einen Rechtfertigungsmodus drängen zu lassen, warum ich so dumme Geschichten schreibe! Ich glaube, ich weiß wer sich hinter den vielen Namen verbirgt. Wenn Sie alte Rechnungen begleichen wollen … nur zu, aber nicht auf diesem Weg! DAS ist kindisch!

  • Ich bin immer wieder „beeindruckt“ welche Aggression diese kleinen Geschichten auslösen. Ich werde den Verdacht nicht los, dass die Ansicht, wer eine Behinderung hat muss grundsätzlich immer lieb, unterwürfig und dankbar sein, dahinter steckt. Kennen wir leider alle zu genüge, ist aber offenbar kein Charakterzug von Paul und Paula, da sie über Situationen wie die beschriebene nachher mit ihrer Arbeitgeberin lachen können und mit dem Weitererzählen in diesem Rahmen einverstanden sind.
    Liebe Gabriela Obermaier! Lassen Sie sich nicht so sehr frustrieren, dass wir nichts mehr von Paul und Paula zu lesen bekommen. Manche Kommentare muss man ignorieren und wer konstruktiv fragt, bekommt sicher immer eine sehr informative Antwort von Ihnen als Expertin zu diesem Thema!

    • Ich denke, ihr Kommentar ist wichtig und richtig, zeigt er schön und gut den behinderten Tunnelblick: Die „Expertin in eigener Sache“ ist und schön, erklärt aber nicht oder zu wenig das, was der Mensch sich auf der Straße fragt; nichts Anderes ist m. E. n. der Poster ZumKotzen: Warum muss die Assistentin an die Tasche denken? Was hat das mit Selbstbestimmung und Selbstbestimmtheit zu tun? Können Sie DAS erklären?

    • „wer eine Behinderung hat muss grundsätzlich immer lieb, unterwürfig und dankbar sein“

      Muss er nicht.

      Andererseits: Behinderte muss man auch nicht wie ein rohes Ei behandeln. Die Story ist echt kindisch. Ich dachte, mit der blöden Schokolade wären wir schon am Abgrund des Schwachsinns angekommen, aber es geht anscheinend doch noch tiefer. Beim Lesen hoffte ich, dass man sich wenigstens anständig verspätet hat, es klang so vielversprechend nach 2 Stunden und mehr. aber nein. So viel Lärm um lausige 10 Minuten. Da muss man logischerweise gleich verzweifeln und sich nachher so benehmen, als wäre der Weltuntergang gerade noch verhindert worden. Stanislaw Petrow lässt grüßen.

      Nebenbei bemerkt, die Schusselige ist eindeutig die Andere in dem Gespann. Die Täter-Opfer-Umkehr unter dem Deckmäntelchen einer achso lustigen Anekdote kann schon Aggressionen provozieren.
      Mein Assistent muss nicht wissen, wo meine Sachen liegen, obwohl ich es auch nicht weiß und wir deswegen auch lange suchen. Den Tagesablauf muss ich auch selbst wissen oder eben nachschauen.

    • @Sandra: Letztlich geht es um die ENTSCHEIDUNG: Selbst(bestimmt) Leben und DENKEN oder eben nicht. Alles dazwischen ist unehrlich und schwierig und schadet uns alle. Voll nehmen, wenn ich das will, hat mit Selbstbestimmung nichts zu tun, ist eher ein „Ich suche es mir aus“.

  • Bzgl.:
    „Jede/r Assistentin kennt seine Geschichte und wir alle haben viel Spaß damit in meinem kleinen Universum“.
    Ich war selbst viele Jahre lang als persönliche Assistenz tätig.
    Wenn ich mir die Geschichte durchlese, glaube ich nicht dass Paula in der Situation viel Spaß hatte. Es klingt eher nach viel Stress und Rennerei gleich in der Früh vor dem Frühstück. Das ist kein spaßiger Start in den Tag.

    • Natürlich war die Situation nicht spaßig, aber über die Geschichte haben wir im Nachhinein viel gelacht, auch Paula.

  • Wenn ich von Beginn an gewusst hätte, was ich mit meinen AssistentInnen erlebe, wäre darauf längst schon ein Buch geworden.
    @Frau Obermeir lassen Sie sich von solchen Kommentaren nicht aufhalten weiter zu schreiben!
    @AssistentInnen- es steht jeden Assistenten frei auch seine Sichtweise zu schreiben.

    • Schön, dass Sie mich verstehen!

  • Ich schreibe diese Geschichten NICHT um mich über meine AssistentInnen lustig zu machen oder gar zu beschweren!! Ich möchte Alltagssituationen mit Assistenz einfangen, die zum Schmunzeln anregen. Jede/r Assistentin kennt seine Geschichte und wir alle haben viel Spaß damit in meinem kleinen Universum. Sobald ich das größere Universum der Menschen mit Behinderungen damit betrete, geben sich Anfeindungen und Unverständnis die Hand! Es tut mir leid, dass Sie auch diesen Text offensichtlich nicht anders verstehen kônnen und ûberlege mir zukünftige Veröffentlichungen in diesem Umfeld um niemanden weiterhin “Zum Kotzen” zu bringen. Besten Dank für die Aufmerksamkeit!
    P.s. Ich lösche keine Kommentare! Mea maxima culpa, das “sich” ist wirklich ein schwerer Fehler!

    • Alltagsgeschichten sind gut und wichtig.
      Die Assistentin letztlich zu denken lassen – soll sein, aber DAS müssen Sie entsprechend erklären, wenn sie nicht als hilfloses Tschapperl dastehen wollen – die Assistentin stellen sie jedenfalls so dar, obschon sie ja – angeblich – nur Arm und Bein ersetzen sollte. Ich denke, Hirn würde entsprechend extra kosten…

  • Warum löschen Sie hier Kommentare: Was hat das Vergessen von Taschen mit Behinderung zu tun? Warum darf hier nicht offen diskutiert werden, die Menschheit da draussen tut es ja auch, über behinderte Menschen (hinweg). Wären solche Plattformen nicht die Chance, die Stimmung einzufangen?

    • Wir haben keine Kommentare in diesem Artikel gelöscht.

  • Arme Paula!

    Und: „wir befinden sich“ ist kein korrektes Deutsch, nicht einmal in einfacher Sprache.

    • Ich würde als Paula von mir so nicht lesen wollen!

  • @zum Kotzen
    Womit haben Sie eigentlich ein Problem? Was veranlasst sie derart inkompetent und engstirnig zu kommentieren und das zu jeder dieser Geschichten unter anderem Namen??!! Ihnen muss ganz schön fad sein! Haben Sie sonst nichts zu tun? Ich antworte auf Ihre Kotztiraden nicht mehr! Ich gebe Ihnen nur den Rat, auch an Menschen zu denken, die ihre AssistentInnen auch deshalb brauchen, weil sie aufgrund ihrer Erkrankung viel vergessen! Ihre Bemerkungen sind scham- und pietätlos!

    • An dem, was sie bisher geschildert haben, sind sie Rollstuhlfahrerin. Punkt.
      Wenn sie nunmehr behinderungsbedingt vergessen/vergesslichER sind, soll sein, gehört aber erklärt.
      SO kommt es rüber als Rund-um-Service inklusive Hirn. DAS wird die Selbstbestimmungsbewegung nicht meinen, in ihren Forderungen, oder?

  • Ist es wirklich die Aufgabe der Assistentin, zu wissen, wo SIE Ihre Tasche haben ODER ist die Grenze der Selbstbestimmung dort, wo das Hirn beginnt?

    • @zum Kotzen nomen est omen…?

  • Ich finde es letztklassig, dass für sowas Bühne geboten wird.
    Warum gibt man nicht der „Gegenseite“ ebenso diese Bühne.
    Die unterbezahlten Staats-Arschauswischer werden dann auch noch zerissen.

    • Wenn ich in Ihren Augen als Tschopperl dastehe, so ist mir das herzlich egal! Sie sind nicht der Maßstab aller Dinge! Meine AssistentInnen wissen alle, dass ich mir viele Dinge nicht merken kann und ob sich das jetzt mit dem Begriff Selbstbestimmung komplett deckt oder nicht….. Das Wichtigste ist, dass ich zurecht komme. So selbstbestimmt und selbstständig wie möglich mit Assistenz. Ich habe nicht den gleichen Anspruch wie Sie und es kann auch niemand von mir den gleichen Anspruch durch pietätlose Kommentare erzwingen. Auch Sie nicht, Zum Kotzen! Die Geschichten sind aus meiner Sicht geschrieben und ich werde auch immer aus meiner Sicht schreiben!