Flagge USA

Die Welt hält den Atem an: Donald Trump ist neuer US-Präsident

Viele hätten es nicht für möglich gehalten, doch seit 9. November 2016 ist es amtlich: Der Republikaner Donald Trump ist neuer Präsident der USA.

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jnn1776/Flickr

Kaum ein anderer Präsidentschaftskandidat hat so irritiert und die Wählerschaft so gespalten wie er. Sogar in seiner eigenen Partei gab es Leute, die ihn nicht gewählt haben. Doch trotzdem hat er gewonnen.

In Amerika wählt man den Präsidenten nicht direkt, sondern über die sogenannten Wahlmänner. Die Zahl der Wahlmänner hängt von der Bevölkerungsdichte des Bundesstaates und den Sitzen im Kongress ab. In diesem Jahr waren es 538 Wahlmänner. Ein Kandidat braucht mindestens 270 Wahlmänner, um zu gewinnen. Donald Trump konnte diese Marke deutlich überspringen.

Brechen dunkle Zeiten für Minderheiten an?

Viele waren heute nicht nur überrascht, sondern auch ratlos. Man fragt sich, wie es vor allem für Minderheiten in Amerika weitergeht, denn immer wieder schockierte Trump mit Ansichten wie zum Beispiel, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen zu wollen. Mexikaner bezeichnete er als Vergewaltiger und Verbrecher.

Aber er hetzt nicht nur gegen Immigranten und Minderheiten, seine zutiefst sexistischen Aussagen über Frauen, bei denen er sich alles erlauben könne, weil er ein Star sei, schockierten die Öffentlichkeit. Trump scheint alles und jeden anzugreifen, auch vor Menschen mit Behinderung hat er keinen Respekt.

Im November 2015 machte sich Trump bei einem öffentlichen Auftritt über einen Journalisten mit Behinderung lustig, indem er seine Körperbewegungen nachäffte. Es steht für behinderte Menschen einiges auf dem Spiel und es ist zu bezweifeln, ob die Antidiskriminierungsregelungen in den USA so weiter Bestand haben werden, äußerte sich Ottmar Miles-Paul noch gestern besorgt in einem Artikel der kobinet-Nachrichten.

Die Weltöffentlichkeit ist schockiert

Wirft man einen Blick in die Medien, so herrscht bei vielen Unglauben und Schockzustand. „Wer kann Trump jetzt noch stoppen?“, so titelt ZEIT Online, „Sieg des Zerstörers“, heißt es in einem Kommentar von Spiegel Online, „The US has elected its most dangerous leader. We all have plenty to fear“, schreibt der Guardian.

Doch es gibt nicht nur Gegenstimmen, sondern sogar Gratulanten. Der russische Staatschef, Wladimir Putin, gratuliert Trump zu seinem Sieg, auch die Chefin des Front National, Marine Le Pen, übersandte Glückwünsche. Rechtsdenkende Politiker scheinen sich also die Hände zu reiben.

Angela Merkel hingegen erinnert Trump an demokratische Grundwerte wie Freiheit und den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen, diese macht sie zu einer Bedingung für die Zusammenarbeit.

Die spannendste und längste Wahlnacht ist jetzt zu Ende, man fragt sich: Wird es für Amerika und den Rest der Welt ein böses Erwachen geben? Was wird er tun, der neue Präsident? Welche Auswirkungen wird seine Präsidentschaft für uns alle haben?

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Ein Kommentar

  • OK, aber das werden wohl alles kaum Wähler gewesen sein, die männlich, weiß, stark wie ein Bär und was weiß ich noch alles sind, um nicht Trumps Ekel zu erregen. Würde die Demokratie funktionieren, wäre die Wählerschaft Trumps sehr überschaubar.

    Durchschnittlich mehr als 50 % der Weltbevölkerung sind Frauen. Ich nehme an, dass Amerika da nicht eine allzu große Ausnahme darstellt. Ausländer sind auch nicht gerade eine so kleine Gruppe, um ausländerfeindlichen Parteien nicht 1 auswischen zu können. Bei Behinderten lasse ich mit mir reden. Noch bin ich der Meinung, dass auch sie mit vereinten Kräften ein Gewicht haben.


    Wenn der Präsident also behauptet, er könne mit Frauen machen, was er wolle, so gibt ihm die Beobachtung Recht und wir können unsere Thesen einpacken. Wie sonst soll man die Tatsache interpretieren, dass er sprichwörtlich auf sie herabspuckt und sie ihn dennoch wählen?