Dietrich: Bildungsreform muss Schüler, Eltern und Lehrer einbinden

In unseren Schulen mangelt es nicht nur im Bereich der Integration

Waltraud Dietrich
Team Stronach

„Österreich hat das teuerste Bildungssystem der Welt. Da sollte sich der Bürger erwarten können, dass wir die Besten sind. Aber nein, jedes Jahr zeigt uns die PISA-Studie, wie wir im internationalen Vergleich abfallen. Nicht weil unsere Schüler nicht begabt wären, sondern weil unser Bildungssystem ausschließlich parteipolitisch bestimmt wird“, stellte Team Stronach Sozialsprecherin Waltraud Dietrich in ihrem Debattenbeitrag in der heutigen Sondersitzung fest. „Die Politik muss raus aus der Schule“, verlangte sie eine Bildungsreform, die die Betroffenen einbindet -„die Eltern, die Lehrer und die 1,1 Millionen Schüler!“

Dass jeder zehnte Schüler in eine Privatschule geht, sei „ein Hilfeschrei der Eltern, diese sind gefordert und überfordert“, mahnte Dietrich. Die Eltern trauten dem öffentlichen System nicht mehr zu, ihrem Nachwuchs eine ordentliche Ausbildung angedeihen zu lassen. Das zeige sich auch anhand der explodierenden Nachhilfekosten.

Zum Thema Integration verwies Dietrich auf den dringenden Bedarf an Bemühungen auch im ländlichen Bereich und nicht nur in den Städten. 25,5 Prozent der Schüler in Sonderschulen haben einen Migrationshintergrund. Ein Großteil sei jedoch nur aufgrund der mangelhaften Deutschkenntnisse dort.
„Hier geht man den leichteren Weg und schiebt diese Schüler in Sonderschulen ab, obwohl sie oft hochbegabt sind“, kritisiert Dietrich.

Als funktionierendes Beispiel für Integration nannte Dietrich die Neue Mittelschule St. Peter bei Klagenfurt, in der Schüler mit Migrationshintergrund für ein paar Stunden in der Woche in deren Muttersprache unterrichtet werden. „Die Schüler sprechen zuhause oft ein Misch-Masch aus beiden Sprachen“, berichtete Dietrich. „Durch diese Maßnahme werden Mankos sowohl in der Muttersprache als auch in Deutsch behoben“, erklärte sie.

Andererseits zeige sich gerade am Beispiel der NMS St. Peter, wie groß auch die baulichen Mängel in den Schulen sind. „Sprünge in den Decken, nicht funktionierende Rollos und regelmäßige Überschwemmungen in den Gängen aufgrund defekter Sanitäranlagen – das ist eine Schande für Österreich!“ machte Dietrich aufmerksam und mahnte: „Die Kinder sind die Zukunft dieses Staates, ohne sie hat die gesamte Gesellschaft keine Zukunft!“

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