Digitale (R)evolution und ihr Nutzen für Menschen mit Behinderungen

Am 31. März 2017 fand ein Fachgespräch im Parlament statt.

Christoph Gisinger, Rainer Wolfsberger, Martin Ladstätter, Burgi Recheis, Ruperta Lichtenecker, Helene Jarmer, Klaus Miesenberger
GRÜNE / Martin Juen

Von speziellen Apps mit Aufzugsinformationen, Sprachversionen für Printnachrichten bis hin zu Service- und Pflegerobotern, der technische und digitale Wandel bietet viele Möglichkeiten.

Welche Chancen diese Entwicklungen für Menschen mit Behinderungen bringen, darüber sprachen Expertinnen und Experten am 31. März 2017 bei einem Fachgespräch der Grünen im Parlament. (Siehe Fotos bzw. Bericht im Standard.)

Dieses Fachgespräch war Teil der Reihe „Digitale (R)evolution“. Die rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten digitale Veränderungen vor, mit Fokus auf die Möglichkeiten, die Menschen mit Behinderungen dadurch eröffnet werden können.

Christoph Gisinger, Rainer Wolfsberger, Martin Ladstätter, Burgi Recheis, Ruperta Lichtenecker, Helene Jarmer, Klaus Miesenberger
GRÜNE / Martin Juen

Digitalisierung und Technologie für mehr Selbstbestimmung

„Gerade für Menschen mit Behinderungen können Innovationen oft einen Motor für ein selbstbestimmtes Leben darstellen“, so die Grüne Wirtschafts- und Forschungssprecherin, Ruperta Lichtenecker.

Für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer kann schon so etwas Einfaches wie eine App von großem Nutzen sein. Beispielsweise erleichtert eine App über verfügbare und funktionierende Aufzüge der Wiener Linien den Alltag von BIZEPS Obmann Martin Ladstätter immens. Aber auch größere technologische Fortschritte sind nicht nur beeindruckend, sondern auch hilfreich, erzählte er in seinem Vortrag „Wir haben keine Chancen, … also nutzen wir sie.“ 

Martin Ladstätter trägt beim Fachgespräch Digitale (R)Evolution im Parlament am 31. März 2017 vor
GRÜNE / Martin Juen

Christoph Gisinger vom Haus der Barmherzigkeit hat in seinem Betrieb sogenannte Pflegeroboter erfolgreich getestet. Diese seien bei Stürzen und deren Prävention besonders hilfreich und stoßen auch auf große Akzeptanz.

Burgi Recheis von „Best Age Consulting“ stellte die neueste Innovation für gehörlose Menschen vor. Die sogenannte „Hör-Lesebrille“ besitzt integrierte Mikrofone, die das Gesprochene aufzeichnen. Mittels Spracherkennung wird das Gesprochene dann im Sichtfeld der Brille in Text umgewandelt.

Klaus Miesenberger von der Johannes Kepler Universität Linz meint: „Digitalisierung ist die Basis der Inklusion“, fügt aber hinzu, dass Technologie alleine keine Lösung ist.

Internetexperte Rainer Wolfsberger stellte fest, es sei nicht die Technologie, die beim Einsatz moderner Systeme die Grenzen setze, sondern der Mangel an Wissen über die Möglichkeiten. Er fordert allgemeine Standards, um eine breite Verfügbarkeit sicherzustellen.

Grünen Behindertensprecherin Helene Jarmer wies auf die Notwendigkeit hin, Menschen mit Behinderungen in die Entwicklung neuer Technologie miteinzubinden.  

Fachgespräch Digitale (R)Evolution im Parlament am 31. März 2017
GRÜNE / Martin Juen
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