Digitaler Euro kommt: Inklusion von Anfang an mitgedacht

Das EU-Parlament hat für Verhandlungen zum digitalen Euro gestimmt. Er soll Bargeld ergänzen. Wichtig für Menschen mit Behinderungen: Barrierefreiheit und Inklusion werden dabei mitgedacht.

Text Dgitaler EURO und daneben ein Handy mit Eurosymbol am Bildschirm.
BIZEPS / ChatGPT

Das Europäische Parlament hat am Donnerstag in Straßburg für die Aufnahme der sogenannten Trilog-Verhandlungen mit den anderen EU-Institutionen über den digitalen Euro gestimmt, wie der ORF berichtet.

Ziel des Projekts ist es, Europa im Bereich der digitalen Zahlungen unabhängiger von US-Zahlungsdienstleistern wie Paypal, Mastercard und Visa zu machen. Der digitale Euro soll das klassische Bargeld dabei nicht ersetzen, sondern als europäische Alternative ergänzen.

Online und offline nutzbar und kostenlos

Das neue Zahlungsmittel soll sowohl online als auch offline funktionieren und auf moderne Datenschutztechnologien setzen. Grundlegende Dienstleistungen, wie die Eröffnung eines Kontos und die Verwaltung von Guthaben, sollen kostenlos sein. Mit Ausnahme von Selbstständigen sowie kleinen und Kleinstunternehmen wären die meisten Unternehmen künftig verpflichtet, den digitalen Euro zu akzeptieren.

Finanzielle Inklusion wird mitgedacht

Die Einführung einer digitalen Währung wirft die wichtige Frage der Zugänglichkeit auf. Wie wir bereits in unserem Artikel Finanzielle Inklusion im Fokus der Österreichischen Nationalbank berichtet haben, ist es essenziell, dass alle Menschen selbstbestimmt am Zahlungsverkehr teilnehmen können.

Erfreulich ist, dass Inklusion beim digitalen Euro mitgedacht wird. Dass das System auch offline genutzt werden kann und Basisdienste kostenlos bleiben, sind konkrete Ansätze, um niemanden aufgrund von mangelnder technischer Ausstattung oder finanziellen Hürden auszuschließen.

Pilotprojekt für 2027 angepeilt

Die Euro-Notenbanken tüfteln bereits seit Jahren an der digitalen Variante der Gemeinschaftswährung. Für das Jahr 2027 ist zunächst der Start eines Pilotprojekts vorgesehen, bevor die Einführung als Alternative zum Bargeld für 2029 angepeilt wird.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Ähnliche Artikel

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Bild der Woche

Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.