Unsichtbare Behinderung sichtbar machen – Repräsentation von Neurodivergenz in den Medien
Wie stehts eigentlich um Repräsentation bei Neurodivergenz? Was kommt einem zuerst in den Sinn? Autismus – Rain Man oder The …
Monate, die sich einem gesellschaftlichen Thema widmen – wie beispielsweise der Disability Pride Month im Juli – haben den Zweck, die Sichtbarkeit dieser Themen zu fördern und auf aktuelle Herausforderungen aufmerksam zu machen.
Das Haus der Geschichte Österreichs (hdgö) widmet sich im Rahmen eines Projekts zu Disability History seit mehr als zwei Jahren der Geschichte von Menschen mit Behinderungen.
Die Sammlung im Rahmen des Projekts macht es möglich, die Kämpfe für Selbstbestimmung, Sichtbarkeit und Inklusion online und im Museum zu erzählen. Im Juli findet die kostenlose Kurzführung Zeitgeschichte kompakt: Selbst bestimmt?! Perspektiven von Menschen mit Behinderungen in Österreich seit 1918 an drei Terminen statt.
Den Rechten auf Selbstbestimmung und Teilhabe gingen lange Prozesse der Selbstorganisation, Proteste und Forderungen voraus – und sie sind bis heute keine Selbstverständlichkeiten.

Vor 100 Jahren, im Sommer 1926, gründete Siegfried Braun die Erste österreichische Krüppelarbeitsgemeinschaft (KAG). Sie setzte sich für soziale Absicherung, Arbeitsmöglichkeiten und politische Anerkennung ein und machte die Anliegen von Menschen mit Behinderungen öffentlich sichtbar.

Am 4. Juli 1996 protestierten Aktivist*innen des Vereins BIZEPS für Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehr: Sie blockierten einen Bus der Linie 13A in der Wiener Kellermanngasse. Zwei Jahre später startete der erste barrierefreie Bus auf genau jener Linie.
Fotos dieses Protestes wurden im Rahmen des Disability History-Projekts in der Web-Ausstellung zum Mitmachen Selbst bestimmt?! gesammelt. Viele der gesammelten Objekte und Geschichten sind Teil der hdgö-Sammlung geworden und zahlreiche auch bereits digitalisiert in der Sammlung Online zugänglich.
Einige der Objekte sind mittlerweile auch in der Hauptausstellung des hdgö zu sehen. Wie das Protestschild des Vereins Ninlil mit der Aufschrift „Lasst uns mehr ineinander verliebt sein“, das auf Forderungen nach sexueller Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe von Frauen mit Behinderungen verweist.
Sexualität und Selbstbestimmung – auch beim Thema Kinderwunsch – von Frauen mit Behinderungen werden oft tabuisiert. Zwangssterilisierungen von Menschen mit Behinderungen waren bis 2001 in Österreich legal und sind heute vor 25 Jahren mit dem Inkrafttreten des Kindschaftsrechts-Änderungsgesetzes verboten worden, aber zum Teil auch heute noch ein Thema.
Die kostenlosen Kurzführungen Zeitgeschichte kompakt: Selbst bestimmt?! erzählt anhand ausgewählter Objekte aus der Hauptausstellung Neue Zeiten: Österreich seit 1918 von Selbstbestimmung, Protest und politischen Veränderungen. Die Führungen finden am 12. Juli um 14 Uhr sowie am 24. und 31. Juli jeweils um 16 Uhr statt.
Weitere Informationen auf hdgoe.at:

Wie stehts eigentlich um Repräsentation bei Neurodivergenz? Was kommt einem zuerst in den Sinn? Autismus – Rain Man oder The …
OKTO setzt im Juli einen Programmschwerpunkt zum Disability Pride Month und rückt dabei die Stimmen, Anliegen und Lebensrealitäten von Menschen …
Die Ausstellung am Stubenring 1 in Wien zeigt zentrale Entwicklungen der vergangenen 20 Jahre – von Rechten und Barriereabbau bis …
Die Veranstaltung Disability History Aktions-Tag am 6. Dezember 2025 war Teil des Disability History Projects, das im April 2024 vom …
Verschiedene Objekte wie Plakate, Buttons, Sticker etc. sind Symbole für den Kampf um Selbstbestimmung. Im Oktober 2024 startete das Haus …
Im April 2024 startete das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) gemeinsam mit dem Sozialministerium das Disability History Project, um die …
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
Das neue Studio, aus dem die Aufnahmen mit den Gebärdendolmetscherinnen und Gebärdendolmetschern gesendet werden, kommt bei Sendungen mit ÖGS zum …