Diskussion um Gesamtschule und Integration behinderter Kinder

Auf der Tagesordnung des heutigen Unterrichtsausschusses standen auch zahlreiche Anträge der Opposition, die dem bestehenden Unterausschuss des Unterrichtsausschusses zugewiesen wurden.

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Die Opposition übte daran teilweise heftige Kritik, da sie befürchtete, die Anträge würden auf diese Weise „abgelegt“. Die Regierungsfraktionen begründeten die Vorgangsweise mit dem umfassenden Diskussionsbedarf zu den einzelnen Themen.

Der Unterausschuss soll sich auch mit der Forderung der Grünen, wonach der Lehrberuf Menschen mit Behinderung geöffnet werden soll, sowie mit deren Antrag auf umfassende Inklusion im Bildungssystem befassen. Auch hier stimmten nur SPÖ und ÖVP für die Zuweisung.

Die Abgeordneten waren sich einig, dass hier weitere Schritte gesetzt werden müssen. Abgeordneter Ewald Sacher (SPÖ) machte jedoch darauf aufmerksam, dass mit den Forderungen viele Aspekte betroffen sind, wie etwa das Dienstrecht, die Schulorganisation, die schulische Förderung sowie bauliche Maßnahmen. Damit begründete er die Zuweisung an den Unterausschuss.

Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ) ergänzte, all diese Fragen müssen mit ExpertInnen diskutiert werden. Eine optimale Förderung von SchülerInnen mit besonderen Bedürfnissen würden seiner Meinung nach in einer gemeinsamen Schule am besten gefördert. Auf keinen Fall dürfe man junge Menschen in die Sonderschule abschieben.

Die Befürchtung der Abgeordneten Ursula Haubner, wonach die beiden Anträge, die für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderung auf allen Ebenen sehr wichtig seien, „entsorgt“ würden, versuchte Abgeordneter Franz-Joseph Huainigg (ÖVP) damit zu entkräften, dass der Unterausschuss der richtige Platz sei, die Fragen intensiv zu diskutieren. Auf keinen Fall dürften Kinder in der Sonderschule „aufbewahrt“ werden, bekräftigte er.

Abgeordnete Helene Jarmer (GRÜNE), die die beiden Anträge initiiert hatte, mahnte einen Fahrplan für die Integration der Kinder und Jugendlichen ein.

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