Diskussion um Integration

Zitate zum Thema

Prof. Andreas Rett: „Ein Fehler, den derzeit die österreichische – und nicht nur die österreichische, sondern auch die europäische – Schulpolitik macht, ist die Forderung nach Integration behinderter Kinder in Normalklassen.“

Lebenshilfe Wien: „Möge sich Herr Prof. Rett in der Vergangenheit verdient gemacht haben, so ist heute doch festzustellen, daß die Frage des Lebens geistiger Behinderung im wesentlichen eine pädagogische und erst in allerletzter Richtung eine medizinische Frage ist. In diesem Sinne sind auch die Äußerungen von Herrn Prof. Rett als disqualifizierend zu bezeichnen. Herr Prof. Rett hat die Entwicklung der letzten eineinhalb Jahrzehnte weder mitgetragen noch begriffen.“

Stadtschulrat für Wien (Integrationsberatung): „Im Bereich Wien gibt es derzeit 66 Integrationklassen im Schulversuch auf der Sekundarstufe. Es ist nicht Ziel der Integration, daß überspitzt formuliert, alle behinderten SchülerInnen Maturazeugnisse erwerben. Integration geistig Behinderter an der AHS hat, so wie an der Hauptschule, das Ziel, daß Menschen miteinander leben und nach einem dialogischen Prinzip voneinander lernen können. Dabei sollen Verschiedenheiten weder ignoriert noch geleugnet, sondern vielmehr auf die Unterschiedlichkeiten individuell eingegangen werden.“

Integration Österreich: „Prof. Rett hat die jüngste Schulentwicklung nicht mitbekommen. Zusätzlich ist anzumerken, daß Prof. Rett, eine Kapazität im Bereich der Entwicklungsneurologie aus den Nachkriegsjahren, also in den Jahren, in welchen das Sonderschulwesen differenziert und ausgebaut wurde, immer dann geholt wird, wenn ein Integrations-Gegner gebraucht wird. Obwohl, der seit Jahren pensionierte Facharzt, die Schulentwicklung aus den Blickwinkel der leistungsorientierten, separierenden und bevormundenden Nachkriegsgeneration beurteilt.“

Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne) ist der Ansicht, „daß Rett eine ´Uraltpädagogik´ vertritt, die nicht mehr modernen Standards entspricht. Die Integration behinderter Kinder in die Regelschule sei ein Lernprozeß für alle Betroffenen. Alle Schüler würden davon profitieren, Behindertenintegration sei außerdem nicht teilbar.“

Wir vom bizeps werden weiter für das Selbstbestimmungsrecht der Eltern und Kinder auf Integration kämpfen. All jene, die die Integration behinderter Kinder rückgängig machen wollen, sollen dies offen sagen und nicht einen längst pensionierten Arzt (!) vorschicken. Integration ist ein Recht.

Wer nicht integriert weil er aussondert, der diskriminiert Menschen.

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