Disput um ein „barrierefreies“ Museumsquartier

Parkplätze, automatische Türen, Handläufe und eine Website erleichtern Rollstuhlfahrern den Museumsbesuch - Haidlmayr: Keine Rede von "barrierefrei"

Museumsquartier
BIZEPS

Einzig die grüne Nationalratsabgeordnete Theresia Haidlmayr, selbst Rollstuhlfahrerin, konnte dem positiven Attribut des heutigen Pressegesprächs mit dem Titel „Barrierefreies Museumsquartier nichts abgewinnen, berichtet die APA.

„Das ist eine Zumutung, es kann ja keine Rede sein von ‚barrierefrei‘, höchstens ist es auf dem Weg dorthin“.

Direktor Wolfgang Waldner hatte hingegen nicht viel Verständnis für die Kritik: „Wir haben alles umgesetzt, was verlangt wurde, und dann so was. Frau Haidlmayr schadet einer guten Sache mehr, als sie nützt“, betont der gegenüber der APA.

Ein halbes Jahr lang diskutierte die Museumsquartier-Errichtungsgesellschaft und eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Interessenverbände behinderter Menschen Maßnahmen, die nachträglich eingebaut werden sollten. Darunter waren neben Haidlmayr auch Peter Groiss (MA 12), Edi Riha (Dachverband aller Behindertenverbände), Manfred Srb (Verein Bizeps) und Klaus Voget (AG Rehab).

Um 73.000 Euro wurde eine Reihe von Umbauten vorgenommen, bzw. sind in Auftrag gegeben: sieben Behindertenparkplätze, ein automatisches Türensystem, Toilettenanlagen, Bodenmarkierungen, Handläufe, induktive Höranlagen in den Hallen E und G, ein Blindenleitsystem im Haupthof, das noch ausgetestet und danach komplettiert werden soll, und eine Website, die für sehbehinderte Menschen adaptiert wurde. 2003 kommt noch ein Lift in der Breiten Gasse dazu. Als zusätzliches Service gibt es sieben Leihrollstühle.

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