Dokumentation: „Konzepte und Zukunftsbilder für ein barrierefreies Internet“

Die Fachtagung der Aktion Mensch am 6. Mai 2008 in Gelsenkirchen hatte 300 Expertinnen und Experten angelockt, die in 16 Workshops die Zukunft des barrierefreien Internet diskutieren. Nun stellt die Aktion Mensch die Ergebnisse online.

Dokumentation efa-Tagung
Aktion Mensch

Die Fachtagung „Konzepte und Zukunftsbilder für ein barrierefreies Internet“ hatte großes Echo hervorgerufen und derzeit werden die Ergebnisse der Studie und der Workshops online gestellt.

So können die 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mehr als 2.000 Personen, die die Veranstaltung LIVE per Internet verfolgten und auch alle anderen Interessierten nachlesen, welche Erkenntnisse aus einer Studie zur Mediennutzung behinderter Menschen gezogen werden können und welche Fragen bei den Workshops aufgeworfen und hoffentlich auch beantwortet wurden.

Zehn erste Ergebnisse der Studie

Die Veranstalter haben 10 Ergebnisse der Studie kurz zusammengefasst:

  1. Die befragten Menschen mit Behinderungen nutzen das Internet und Web 2.0 überdurchschnittlich.
  2. Das Internet hilft, je nach Behinderungsart behinderungsbedingte Nachteile zu kompensieren.
  3. Das Nutzungsverhalten hängt mit der Art der Behinderung zusammen.
  4. Angebote des Web 2.0 sind für Menschen mit Behinderungen besonders nützlich.
  5. Die meisten befragten Menschen mit Behinderungen nutzen das Internet – auch mit Hilfe assistiver Techniken – selbstständig.
  6. Menschen mit Behinderungen treffen je nach Behinderungsart auch im Web 2.0 immer wieder auf dieselben Barrieren – z.B. Captchas, Nutzerführung, Sprache, Inkonsistenz.
  7. Sprache im weitesten Sinne ist (nicht nur) für viele Menschen mit Behinderung eine viel höhere Barriere als bisher angenommen.
  8. Menschen mit Behinderung sind bei Interesse an Inhalt und Kontakt sehr kreativ im Umgehen von Barrieren.
  9. Behinderungsspezifische Kommunikationsformen spiegeln sich im Nutzungsverhalten wider.
  10. Die wirtschaftliche Benachteiligung von Menschen mit Lese/Rechtschreibschwäche, Lernbehinderung und geistiger Behinderung führt auch zu schlechteren Teilhabemöglichkeiten im Internet.
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