Drei neue Tagesstätten für Menschen mit Beeinträchtigung im Jahr der Behinderten

Schaunig: "Tagesstätten ermöglichen individuelle Betreuung und entlasten Familienangehörige!"

Gabriele Schaunig-Kandut
Land Kärnten

Die Kärntner Soziallandesrätin Gabriele Schaunig-Kandut unterstrich Mittwochvormittag, in einem Pressegespräch zur Errichtung einer Tagesstätte für Menschen mit Beeinträchtigungen in Hermagor, die Bedeutung solcher Einrichtungen als wichtiges Projekt für den Bezirk. „Die Tagessstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen stellen einen wichtigen Bestandteil im Rahmen der Assistenzleistungen für Menschen mit Beeinträchtigungen dar und sind ein wertvoller Beitrag zur Entlastung von Familienangehörigen“, so Schaunig.

In der Tagesstätte in Hermagor werden künftig acht Menschen aller Altersgruppen aus dem Bezirk mit Beeinträchtigung gefördert und betreut. Die Baukosten für die Errichtung der Tagesstätte belaufen sich auf 350.000 Euro. Nach dem Umbau des alten Zollamtes in Hermagor, soll der Betrieb im Herbst dieses Jahres beginnen.

„Die Menschen mit Beeinträchtigung haben durch die neue Tagesstätte die Möglichkeit, tagsüber zur „Arbeit“ in die Tagesstätte zu gehen und dennoch bei den Eltern zu Hause wohnen zu bleiben“, sagte Schaunig und unterstrich, dass das jeweilige pädagogische Angebot in den Tagesstätten an die Bedürfnisse der KlientInnen angepasst wird. „Menschen mit Behinderungen sind Experten in eigener Sache und die Begleitungsfunktion ist eine Hilfestellung für die Umsetzungsmöglichkeiten“, so Schaunig.

„Noch immer finden Menschen mit schweren Behinderungen in Kärnten regional, wegen des großen Bedarfes, nur schwer Aufnahme in eine der bestehenden Einrichtungen. Deshalb ist der Ausbau der Zahl von wohnortnahen Tages-Angeboten für Erwachsene Menschen mit Beeinträchtigung, nach der Pflichtschule von enormer Bedeutung“, sagte Schaunig im Pressegespräch. Nach der Eröffnung der Tagesstätte in Villach 2002, wurde bereits im Jänner 2003 eine Tagesstätte in Völkermarkt eröffnet. Im Herbst wird Hermagor folgen und Ende des Jahres soll die Tagesstätte Wolfsberg ihre Pforten öffnen.

Schaunig übte heftige Kritik an der Behindertenpolitik der Freiheitlichen. „Pfeifenberger hat die Behindertenhilfe im Budget um 5 Mio Euro gekürzt, wodurch wichtige Maßnahmen, wie persönliche Assistenz, betreutes Wohnen und auch Arbeitsprojekte nicht verwirklicht werden können“, stellt Schaunig fest.

Vor allem die Kürzung der Arbeitsprojekte sei angesichts der derzeitigen Arbeitslosenquote behinderter Menschen, die im vergangenen Jahr mit 1204 Arbeitslosen um 15,1 % gestiegen ist, fatal. „Umso wichtiger ist es, dass wir uns von der Menschenverachtenden Behindertenpolitik der Freiheitlichen abwenden und für die Menschen mit Beeinträchtigung – nicht nur im Jahr der Behinderten – eine soziale und vor allem menschliche Politik machen „, so Schaunig.

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