„Drei Sekunden Ewigkeit“

Ich bin eine 33 jähige behinderte Frau. Meine Beschwerde richtet sich gegen den Film "Drei Sekunden Ewigkeit".

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BIZEPS

Schon lange vermisse ich im ORF Sendungen, in denen man sich ernsthaft mit dem Thema „Behinderung“ auseinandersetzt und ich bin aus Enttäuschungen über diesen Umstand schon lange auf Kabel-TV umgestiegen.

Beim obengenannten Film handelt es sich um eine behinderte Frau, die einen Opernsänger bewundert. Von allen Sendungen, die uns der ORF zum Thema „Behinderung“ zumutet, war das der negative Höhepunkt. Hier wird eine augenscheinlich spastische Frau in ihrer ganzen Armseligkeit und Nichtigkeit dargestellt, ihr „schweres Schicksal“ bedauert und in ihrer Leidenschaft für ihr Idol, den Opernsänger, verhöhnt und lächerlich gemacht.

Am besten, so vermittelt die Dynamik des filmischen Geschehens, die Frau wäre nicht geboren. Auch wennn der Film möglicherweise als Satire zu verstehen war, so erhielt die breite Zuschauermasse doch wieder das übliche Bild vom armen, mitleidsheischenden, völlig hilflosen Behinderten präsentiert. Dafür gaben sich zu allem Überdruß gute Schauspieler und Schriftsteller, wie Julia Stemberger, Gertraud Jesserer, Luise Martini und Peter Turrini her.

Ich frage Sie, wann der ORF endlich aufwacht und sich dazu durchringt, seine Zuschauer mit einem realistischen bild von Behinderten zu konfrotieren? In der Normalität, der Selbstbestimmtheit, in ihrem täglichen Kampf um Akzeptanz und Mobilität in einer intoleranten Gesellschaft.

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