eCard als Bürgerkarte

Die elektronische Zustellung von Dokumenten mittels Bürgerkarte ist gerade für behinderte Menschen ein wichtiger Schritt in Richtung selbstbestimmtes Leben.

e-Government in Österreich
BIZEPS

Im Folgenden wird der Vorgang in knappen Worten zusammengefasst und eine Beurteilung des Ist-Standes hinsichtlich Zugänglichkeit des Dienstes versucht.

Voraussetzungen

Neben der eCard (oder einer anderen für die Bürgerkartenfunktion vorgesehenen Karte) ist der Zugang zu einem Computer und zum Internet erforderlich. Um die Dokumente signieren zu können, wird zudem ein Kartenleser benötigt.

Alle wichtigen Informationen finden Sie auf www.help.gv.at.

eCard widmen

Der erste Schritt ist die Widmung der eCard als Bürgerkarte unter www.sozialversicherung.at in sieben Teilschritten.

Anmeldung zur elektronischen Zustellung

In einem zweiten Schritt erfolgt die Anmeldung für den Empfang der elektronischen Dokumente unter www.zustellung.gv.at. In diesem Postfach werden die elektronischen Dokumente deponiert.

Dokumente bestellen

Sind diese Voraussetzungen gegeben, können elektronische Dokumente bestellt und abgerufen werden, zum Beispiel ein Meldebestätigung.

Bürgerkarte testen

Wenn Fehler auftreten, kann es unter Umständen nützlich sein, die Funktionalität der Bürgerkarte zu testen. Mit einem Screen Reader ist dieser Test aufgrund der kleinen Bestätigungsfenster, die nicht in den Vordergrund kommen, derzeit jedoch nur bedingt möglich.

Blick in die Zukunft

Es ist erkennbar, dass Barrierefreiheit in der Gestaltung der erforderlichen Seiten zum Teil bereits umgesetzt wurde. Dennoch muss man sagen: Das derzeitige Angebot ist für blinde Menschen nur unter Bereitstellung eines technischen Assistenten zuverlässig benützbar und entspricht daher noch nicht jenem Standard, der eine Benutzung „grundsätzlich ohne fremde Hilfe“ (gemäß Behindertengleichstellungsgesetz) erlaubt.

Weiters ist es „hinsichtlich des barrierefreien Zugangs“ noch nicht so gestaltet, dass es dem Grundsatz des e-Government-Gesetzes entspricht.

Betroffene Personen werden in den nächsten Monaten intensiv mit den koordinierenden Stellen des Bundes zusammenarbeiten müssen, um einen für alle gut benützbaren, international vorzeigbaren und aus rechtlicher Sicht gleichberechtigten Service bieten zu können.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

0 Kommentare

  • Nun, ich denke, dass gerade in diesem Bereich uneingeschränkte Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung ein MUSS ist, das die Republik Österreich umgehend sicherzustellen hat. Es ist bedauerlich, dass bei derart zukunftsorientierten wichtigen Großprojekten offenbar dem Thema Barrierefreiheit nur bedingte Aufmerksamkeit geschenkt wird. Das sollte sich – hoffentlich – nach dem neuen Gleichstellungsrecht künftig ändern!

  • ja, ja der Datenschutz! Es muss ja nicht unbedingt die E-Card sein, auf der die Funktion einer e-card gespeichert werden muss. es braucht eigentlich nur einen Chip auf Karte. Die Gebühr für die E-Card muss sowieso jährlich bezahlt werden. Also wäre das verwenden will, so überlegen ob es nicht besser ist, getrennte Karten zu verwenden. Vielmehr stellt sich für mich aber die Fragen, warum es so wenig Anwendunge für die E-Card gibt. Könnte es sein, dass es zu kompliziert ist?

  • Danke für den Hinweis wegen der fehlerhaften Adresse des Hauptverbandes.

  • Die www der Sozvers. heißt: http://www.sozialversicherung.at (ohne Mehrzahl, denn die Sozialvericherungsträger bilden zusammen die einzige österr. SozialversicherUNG (die im Hauptverband repräsentiert wird).
    Die sieben Schritte ENDEN mit der Aktivierung, von Widmung am Beginn steht da nichts. Ist das nicht ein bisschen sehr kompliziert und wenig bürgerInnennah? Für Wien sind nur zwei registrierungsstellen angeführt, eine davon nur nach telefonischer Voranmeldnung!! Heiliger Bürokratius, steh uns bei!

  • Bin ich froh, daß ich nicht in der IT-Branche bin. Denn die wird zum Wohle der behinderten Menschen von BIZEPS wirklich LÜCKENLOS geprüft. Weiter so!

    PS: Haben die für die Nicht-Barrierefreiheit Verantwortlichen diese Barriere nicht bemerkt, oder erst gar nicht geprüft???? (Oder war es ihnen wurscht??)

  • irgendwie denke ich manchmal, ich bin im falschen film: ist hier eigentlich irgend jemandem noch datenschutz wichtig?! kanns wirklich sein, dass jederman/frau völlig wurscht ist, wie der staat da in die privatsphäre eingreift?!