Ehrung für Tötungsphilosophen absagen

Zur Ankündigung einer öffentlichen Ehrung des umstrittenen Philosophen Peter Singer hat der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe (CDU) eine Presseerklärung abgegeben, die kobinet nachfolgend dokumentiert.

Hubert Hüppe
CDU

Die Berliner Urania ist aufgefordert, eine für den 26. Mai 2015 angekündigte Preisverleihung an den australischen Tötungsphilosophen Peter Singer abzusagen.

Der umstrittene Philosoph Peter Singer ist mit Thesen aufgefallen, die man nicht anders als menschenfeindlich einordnen kann. Er plädiert dafür, dass unter bestimmten Bedingungen Eltern schwerstgeschädigte Neugeborene töten lassen dürfen. Singer hat vorgeschlagen, eine Phase von 28 Tagen nach der Geburt festzusetzen, nach der das Lebensrecht erst in Kraft tritt. Singer hat die Auffassung vertreten, dass wir gegenüber Menschen, die ihrer selbst nicht bewusst sind, nicht zur Lebenserhaltung verpflichtet sind.

Jetzt soll er für seinen Einsatz für Tierrechte geehrt werden. Dabei ist Singer aber nicht einmal ein Freund aller Tiere. Die konsequente Anwendung seiner Thesen bedeutet, dass nur solche Tiere Rechte haben können, die sich ihrer selbst bewusst sind, während junge Tiere ohne Selbstbewusstsein getötet werden dürfen – genauso wie ein noch nicht interessenfähiges Menschen-Baby.

Die Laudatio auf Peter Singer hält der Sprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, die Peter Singer für sein Engagement für Tierrechte bereits 2011 ihren Ethik-Preis verliehen hatte. Es ist offensichtlich kein Zufall, dass die Giordano-Bruno-Stiftung aktuell eine Kampagne für Sterbehilfe betreibt.

Dass es eine Abfolge von „Denken – Schreiben – Töten“ geben kann, zeigt ein historisches Beispiel. 1920 war von Binding und Hoche „Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens – Ihr Maß und ihre Form“ erschienen. In Hoches Freiburger Vorlesungen saß auch Werner Heyde, der ab 1939 die Patientenmorde der „Aktion T4″ organisierte. Hoches Gedankengut war offenbar auf fruchtbaren Boden gefallen.

Die Menschen, deren Tötung Singer rechtfertigt, sind nicht in der Lage, ihm selbst zu widersprechen. Jemandem, der bereit ist akademisch darüber zu diskutieren, welche Menschen unter welchen Voraussetzungen getötet werden dürfen, Raum zu bieten, ist für mich inakzeptabel.

Die Preisverleihung an Peter Singer trägt dazu bei, ein pseudo-ethisches Gedankengut wieder salonfähig zu machen, das nach den Gräueltaten der Nationalsozialisten an Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen nie wieder aufkeimen sollte. Die Berliner Urania wäre daher gut beraten, diese Veranstaltung in ihren Räumlichkeiten nicht stattfinden zu lassen.

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