Eigene Sprache

In Österreich sind Gehörlose noch immer nicht als Minderheit anerkannt, deshalb haben sie auch kein Recht auf Unterricht in der eigenen Sprache.

gebärdende Hände
ÖGLB

Daher veranstalte das Liberale Bildungsforum am 30. September 1997 in Wien einen Diskussionsabend zum Thema: „Gehörlose – Auf dem Weg zur Emanzipation“.

Die Gehörlosenpädagogin Helene Jarmer gebärdete über die Frage, ob sie sich als Gehörlose als Behinderte oder Mitglied einer Sprachminderheit definieren soll. Es besteht die Gefahr, daß sie Beihilfen verlieren, wenn sie sich nicht als Behinderte einstufen lassen – trotzdem sehe sie sich selbst als Mitglied einer sprachlichen und kulturellen Minderheit.

Beispielsweise muß man darüber nachdenken, ob es nicht besser wäre Gebühren für den ORF zu zahlen, dafür müssen aber Sendungen untertitelt sein. Die Bedeutung der Gebärdensprache muß immer und immer wieder bewußt gemacht werden, so Volker Kier, Abgeordneter des Liberalen Forums, denn „da herrschen noch immer Vorurteile“.

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