Ein kleiner Überblick: Was bringt das Jahr 2026?

Zum Jahreswechsel werden meist wichtige Beträge neu festgesetzt oder Gesetze überarbeitet. Hier finden Sie die exakten Zahlen.

Neuigkeiten im Jahr 2026
BIZEPS / ChatGPT

BIZEPS präsentiert, wie in jedem Jahr, eine sorgfältig ausgewählte Sammlung relevanter Informationen für Menschen mit Behinderungen in Österreich als Teil seines Serviceangebots.

Pflegegeld 2026

Der Anpassungsfaktor für das Jahr 2026 beträgt 1,027. Das heißt, das Pflegegeld wird um 2,7 % erhöht und beträgt nun in

  • Stufe 1: 206,20 Euro (bisher 200,80 Euro)
  • Stufe 2: 380,30 Euro (bisher 370,30 Euro)
  • Stufe 3: 592,60 Euro (bisher 577,00 Euro)
  • Stufe 4: 888,50 Euro (bisher 865,10 Euro)
  • Stufe 5: 1.206,90 Euro (bisher 1.175,20 Euro)
  • Stufe 6: 1.685,40 Euro (bisher 1.641,10 Euro)
  • Stufe 7: 2.214,80 Euro (bisher 2.156,60 Euro)

Ausgleichstaxe 2026

Die Höhe der gemäß § 9 Abs. 2 des Behinderteneinstellungsgesetzes zu entrichtenden Ausgleichstaxe beträgt laut Verordnung für das Kalenderjahr 2026 für jede einzelne Person, die zu beschäftigen wäre, für Dienstgeber:innen

  • mit 25 bis 99 Dienstnehmer:innen monatlich 344 Euro,
  • mit 100 bis 399 Dienstnehmer:innen monatlich 485 Euro und
  • mit 400 oder mehr Dienstnehmer:innen monatlich 512 Euro.

Klimaticket – nochmals teurer

Von 2021 bis Ende 2024 kostete das KlimaTicket Ö Spezial für Menschen mit Behinderungen 821 Euro pro Jahr. Im Jahr 2025 waren es 884,20 Euro.

Nun ist es nochmals deutlich teurer geworden und kostet seit 1. Jänner 2026 schon 1.050 Euro pro Jahr.

„Jahreskarte Spezial“ der Wiener Linien – neues Angebot

Mit 1. Jänner 2026 führten die Wiener Linien eine umfassende neue Tarifstruktur ein. Neben einer allgemeinen Anpassung der Ticketpreise kommt dabei auch ein neues Angebot für Menschen mit Behinderungen: Die „Jahreskarte Spezial“ ist ab 294 Euro erhältlich.

Erhöhte Familienbeihilfe 2026

Ab Jänner 2026 beträgt der Erhöhungsbeitrag der erhöhten Familienbeihilfe unverändert 189,20 Euro pro Monat.

Geringfügigkeitsgrenze 2026 – und neue Regelungen

Die Geringfügigkeitsgrenze bleibt auch 2026 unverändert bei 551,10 € pro Monat.

Anfang 2026 traten neue gesetzliche Regelungen im Zusammenhang mit der geringfügigen Beschäftigung von Personen in Kraft, die gleichzeitig Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe vom Arbeitsmarktservice (AMS) beziehen.

Wenn Sie unter keine der wenigen Ausnahme fallen, bekommen Sie während der Ausübung der geringfügigen Beschäftigung kein Geld vom AMS. Bestehende Dienstverhältnisse müssen beendet werden.

Persönliche Assistenz in Wien

Der Fonds Soziales Wien (FSW) hat für das Jahr 2026 keine Erhöhung des Stundensatzes für die Pflegegeldergänzungsleistung im Rahmen der Persönlichen Assistenz (PGE für PA) angekündigt. Der Stundensatz bleibt somit weiterhin bei 24 Euro liegen.

Dennoch wird für die einzelnen Kund:innen der Auszahlungsbetrag gekürzt – und zwar in etwa um jenen Betrag, um den das Pflegegeld angehoben wurde.

Wiener Mindestsicherung 2026

Die Wiener Mindestsicherung beträgt 1.229,89 Euro monatlich; der Behindertenzuschlag 221,38 Euro im Monat.

Besitzt der antragstellende Mensch eigenes Vermögen (Konto, Sparbücher, Bausparvertrag, …), so wird ihm der Betrag, der das Sechsfache des monatlichen 100 %-Mindestsicherungssatzes übersteigt, von der Mindestsicherung abgezogen. Die Grenze für verschontes Vermögen beträgt somit 7.379,34 Euro. (Siehe auch: Lebenshilfe Wien)

Was weiters für 2026 angekündigt wurde:

Geräte-Retter-Prämie

Die sogenannte „Geräte-Retter-Prämie“, mit der ab 12. Jänner 2026 Reparaturen mit bis zu 50 Prozent gefördert werden, hat den einstigen Reparaturbonus abgelöst.

„Die Geräte-Retter-Prämie gilt nicht nur für klassische Haushaltsgeräte, sondern auch für wichtige Geräte im Gesundheits- und Pflegebereich wie beispielsweise Rollstühle, Beatmungsgeräte, Blutdruckmessgeräte oder Hörgeräte“, berichtet der Österreichische Behindertenrat.

Sozialtarif für Strom

Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz wird ab 1. April 2026 ein Sozialtarif für Strom eingeführt. Für einkommensschwache Haushalte gilt dann für die ersten 2.900 kWh pro Jahr ein maximaler Strompreis von 6 Cent pro Kilowattstunde netto.

Wien fördert altersgerechten Wohnungsumbau

Das Land Wien unterstützt Wiener:innen ab 60 Jahren beim altersgerechten und barrierefreien Umbau ihrer Wohnung. Die Förderung wurde mit 1. Jänner ausgeweitet. Nun sind bis zu 50 % der förderbaren Kosten möglich, höchstens jedoch 7.500 Euro.

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  • Alexandra , Antworten

    12.01.2026, 16:03

    Wisst Ihr vielleicht, ob im 26er Jahr die Mobilitätspauschale wieder auf 100 % angehoben wird? Letztes Jahr waren es nur 355 €, die im Oktober (statt im August) ausbezahlt wurden.

    LG Alexandra

    • Martin Ladstätter

      12.01.2026, 22:45

      Nein der Mobilitätszuschuss wird nicht wieder angehoben.

  • Ruth Trinkler , Antworten

    12.01.2026, 06:25

    Guten Morgen
    Ich kann im Newsletter (Teil Neuigkeiten 2026) keine Details zum Sozialtarif finden, muss man einreichen und wo?
    Wie hoch wird der Behindertenzuschlag 2026 sein?. Vielen Dank für Ihre Mühe. Herzlichen Gruß

    • Markus Ladstätter BIZEPS

      12.01.2026, 10:47

      Sehr geehrte Frau Trinkler!

      Es hat sich leider ein falscher Link im Artikel eingeschlichen. Wir wollten hierhin verweisen: https://help.orf.at/stories/3233593

      Wir wissen sonst leider auch noch nichts Genaueres.

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