Rollstuhlgerechter Einkaufswagen (SPAR)

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Selbständigkeit

Vor 3 Jahren kontaktierte ich Spar, doch den neuen Supermarkt in Obertrum behindertengerecht bzw. rollstuhlgerecht zu gestalten.

Telefonisch bekam ich Nachricht, dass alles so vorgesehen wird, wie rollstuhlgerechter Zugang zum Supermarkt und innen zur Kasse, großzügige Durchgänge, eventuell tiefer gesetzte Automaten für die Bankomatkarte. Gerade zurück aus England, wo ich spezielle Einkaufswägen bei einem Supermarkt gesehen und getestet habe, war ich so beeindruckt und habe das Spar auch mitgeteilt. Nach einigen Recherchen, schien es diese in Österreich nicht zu geben.

Nun ist es soweit, seit Anfang April 2005 im „Maximarkt“ Wels und seit einigen Wochen hier in Obertrum sind diese Einkaufswägen zum Test zur Verfügung, und ich kann nur sagen – einfach super – eine Aufwertung der Lebensqualität. Qualitativ schön ausgestatte Wagen, leicht zu bedienen bzw. anzudocken, irrsinnig praktisch und wendig und für jeden Rollstuhl verwendbar. Nicht nur optisch, sondern auch technisch gut entwickelt.

Jeder neue Spar- und Eurosparmarkt wird mit diesen Wägen ausgestattet und bezüglich des Bedarfes wird zusätzlich eine Umfrage bei den bestehenden Märkten gestartet.

Interspar wird dann im Zuge der Neueröffnung des Europarks in Salzburg – Ende Oktober – bei den Behindertenparkplätzen Boxen mit diesen Einkaufswägen zu Testzwecken installieren, wenn diese Phase positiv verläuft, ist über alle Interspar Märkte in Österreich eine schrittweise Verbreitung geplant.

Meiner Meinung nach, ist das Interesse und die Offenheit enorm wichtig, wir leben in einer immer älter werdenden Gesellschaft und das ist eine Verbesserung der Lebensqualität für uns Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer.

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0 Kommentare

  • Schön und gut aber bei welchen spar in obertrum sollten die sein? Bei den neuen habe ich so ein „Wagerl“ noch NIE zu geschicht bekommen und beim alten schon gar nicht …

  • Hallo Inge! Graruliere dir herzlich zum Erfolg deiner Aktion, mach weiter so. Besten dank auch an alle Beteiligten. Lieber Gruss. Ruth Bellofatto

  • Wäre es möglich, ein gutes Photo oder sogar eine bemaßte Zeichnung dieser Einkaufswagen zu bekommen? Weiters rege ich an, falls MIGROS zustimmt, die MIGROS-Broschüre ins Netz zu stellen, damit die guten Ideen möglichst rasch und unbürokratisch verbreitet werden können.

    Eine weitere Anregung: Fuer Toiletten wurde der Eurokey eingeführt. Das für die Einkaufswägelchen auch zu machen, damit sie nicht „zweckenfremdet“ werden, ist sicher ein zu hoher Aufwand. Aber ich erinnere am z.B. „Zielpunkt“, wo die Wägelchen außer mit einer Münze auch mit einer einfachen Plastikkarte „gestartet“ werden können. Wie wäre es, wenn für solche Bereiche von „ÖNORM“ eine Plastikkarte zur (gratis)-Ausgabe an Kunden und Kundinnen spezifiziert würde, die dann in allen (also nicht nur bei SPAR) Supermärkten verwendet werden können. Das IS-TU Wien könnte dazu einen Vorschlag erarbeiten.

  • Grüaß di, Inge! Es freut mich riesig, daß Du mit Deiner Aktion Erfolg gehabt hast! Vielleicht sehen wir uns wieder einmal. Ich weiß nur noch nicht, wann ich in Deine Gegend komme. Derzeit habe ich volles Haus, unsere Tochter Sabine ist mit Mann und Sabine auf Urlaub bei uns! Alles Gute und viele, viele liebe Grüße Helmut und Hildegard Wernle

  • Gratuliere der Initiatorin und Spar. Beste Gruesse Dieter Hausherr

  • Zur Info: 2003 war ich in Steyr OÖ in einem ziemlich neuem Eurospar einkaufen, und die haben diese Einkaufswägen von beginn auf. Ich habe die SLI Linz davon informiert und auch Fotos davon geschickt. Sie sind schon im Umlauf!
    Die Einkaufswägen werden dort sehr gut angenommen. Leider werden sie immer durch das Fußvolk fremdendzweckt. Dies entsteht dadurch, weil man hierfür keine Münze braucht. Nun werden sie in Ketten gelegt und es ist dadurch jedes Mal ein Aufwand zu so einem Einkaufswagerl zu kommen. Benötigt man es nicht mehr, so muss man es wieder in Ketten legen lassen.

  • Ein wunderbares Beispiel dafür, was Eigeninitiative vermag und eine klare Abfuhr an jene Skeptiker, die glauben, ein Einzelner könne nichts bewirken.

    Zugegeben: Es klappt nicht immer und man erlebt sicher eine Reieh von Niederlagen. Aber: Nur wer seine Bedürfnisse sachlich und deutlich formuliert – sei es nun als Einzelperson, als Gruppe oder von Gesetzes wegen – hat eine reale Chance auf deren Berücksichtigung. Gratulation und Dank an alle Beteiligten!

  • Beeindruckender Erfolg, GRATULIERE. Ich hoffe, der Rolli-gerechte Einkaufswagen findet bald Eingang in die ÖNORM. Mit GUTEN BEISPIELEN kann man es den fortschrittlich gesinnten Menschen leichter machen. Herzliche Grüße Wolfgang Skowronek