Eine unendliche Geschichte

Es passierte am 6. Juni 2003, als ich mit meinem Elektrorollstuhl in die Stadt Zeltweg fuhr.

Rollstuhl vor Paragraphenzeichen
BilderBox.com

Ich wollte gerade über die Gehsteigkante rollen, als mir eine offensichtlich betrunkene Frau in Begleitung ihres Mannes aus Unachtsamkeit in den Rollstuhl lief. Es geschah ihr nichts – trotzdem rief Frau S. die Polizei und ließ sich mit einem Krankentransport ins Krankenhaus bringen, wo keine Verletzungen festgestellt werden konnten.

Ich erhielt ein halbes Jahr später ein Schreiben von Gericht, dass ich jetzt ein Jahr mit meinem Elektrorollstuhl auf Probe fahren würde, da die Gendamerie Zeltweg mich angezeigt hatte. Zusätzlich übergab Frau S. den Fall ihrem Rechtsanwalt, der für sie 2500 Euro Schmerzensgeld fordert. Das war mir zuviel und ich nahm mir ebenfalls einen Rechtsanwalt.

Mitte Juli 2004 fand eine Verhandlung statt; jedoch ohne konkretes Ergebnis. Das Probejahr ist ohne Zwischenfälle verlaufen.

Ein Ende des Falls ist noch nicht absehbar.

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0 Kommentare

  • na dann, viel Glück, lasst uns dann wissen, wie es ausgegangen ist!

  • Hallo anonym, ich weiß dass es eine verzwikte Geschichte ist, da die angeblich betrunkene ein destolates Leben führt, will sie hier Profit herausschlagen, weil sie meint Behinderte sind wehrlos und bekommen sowieso genug Geld, naja und dass hat sich die Rollifahrerin nicht gefallen lassen, und hat einen Anwalt eingeschaltet, merkst du nicht, dass es um das liebe Geld geht, die angeblich betrunkene Frau hofft jetzt dass sie den Prozeß gewinnt, und die Versicherung von der Rollstuhlfahrin alles bezahlt, und da haben sie mit det Sturheit des Anwalt von der Rollstuhlfahrerin nicht gerechnet, es ist sowieso nur ein Rechtstreit des Geldes wegen, ich bin mir ganz sicher dass die Rollstuhlfahrerin gewinnen wird, ihre Chacen stehen nämlich gut, ich komme mir oft vor wie in kalten Russland, also laß dich überraschen, also bin dann!

  • Liebe Elke, wenn diese Frau schon bei der Justiz bekannt ist, warum hat sie sich dann dennoch durchgesetzt? Einen einseitigen Klageartikel von einem einseitigen Standpunkt in ein seriöses Organ zu posten, halte ich für bedenklich. Auch das Argument, die Frau hat den Prozess gegen eine arme unschuldige Rollstuhlfahrerin begonnen, als die sich Elke selbst stilisiert, finde ich nicht in Ordnung. Hier die Suchtkranke, nur negativ dargestellt, hier die Rollstuhlfahrerin (zufälligerweise die Autorin dieses „Artikels“), die nur positiv dargestellt wird. So mag es vielleicht bei Putin zugehen, hierher gehört so eine „Berichterstattung“ jedenfalls nicht, finde ich. Auch finde ich es sehr bedenklich, wenn wir beginnen, verschiedene Behinderungen gegeneinander auszuspielen …

  • Stellungnahme, ich kenne diesen Fall, die Elektrofahrerin fuhr 11 Jahre unfallfrei, die angeblich betrunkene Frau ist bei der Jutsitz schon sehr bekannt, mit Streitfälle bei Gericht, will sie so Geld für Alkohol herausschlagen, dass hat mit Gleichstellung auch nichts mehr zu tun, wenn du nicht zu feig bist, dann gib mir deine E-mail Adresse, dann disskutieren wir weiter, wenn es dir nicht schon zu langweilig wird. Gruß Elke

  • Ich schließe mich dem an. Wo bleiben die Beweise, dass die Frau tatsächlich betrunken war? Und warum ist das Gericht der oberen Argumentation nicht gefolgt? Ich finde, solch einseitige Stellungnahmen einer „Partei“ schadet einem sonst unabhängigen und objektiven Organ wie es BIZEPS ist. Und Siegfried, zu deiner Argumentation: Ein Elektrorollstuhl kann natürlich wesentlich schwerere Verletzungen auslösen, wenn jemand gegen eine andere Person fährt, als wenn zwei Personen zusammenkrachen, genauso wie auch ein Fahrrad.

    Und Betrunkene entziehen sich ihre „Gehberechtigung“ mitunter tatsächlich selbst, weil sie es manchmal gar nicht mehr können. Übrigens zählt Alkoholismus zu den psychischen (chronischen) Krankheiten.

  • Was heißt denn: „Man nimmt uns weg, oder: sperrt uns ein“? Manche tun hier so, als ob nur die angebliche angetrunkene Frau die Schuldige sei. Behaupten tut dies aber nur diejenige, der nicht recht gegeben wurde. Das Statement unter mir bestätigt wieder einmal, dass viele ihre Verantwortung nicht wahr nehmen, sondern nach oben abschieben, und wenn es dann nicht passt, zu jammern beginnen. Für mich ist diese Mentalität typisch. Wie kann man(n) nur so einseitig sein!

    Wer sich immer nur als Opfer fühlt und immmer damit argumentiert, wird niemals Gleichstellung und Gleichberechtigung erreichen. Und dann ist es nicht weit von Sonderwünschen auch zur Sonderschule und weg von der Integration! Gleichberechtigung schließt eben auch gleiche Pflichten mit ein. Punktum.

  • Dann müßte man aber der b’soffenen die „Gehberechtigung“ entziehen. Sie könnte ja andere in ihrer „fettn“ niederrennen. Kommt jetzt wahrscheinlich ein Verbot für Rollstuhlfahrer auf Gehsteigen und Straßen? Ja sperrt uns gleich wieder irgendwo ein.

  • Die Geschichte klingt sehr einseitig. Wo bleibt der Standpunkt der anderen? Nunja, es mag sich schon so abgespielt haben, vielleicht aber war es auch anders. Ich kenne eine Elektrorollstuhlfahrerin, die ihren Rollstuhl nicht immer beherrscht. Mehrmals ist sie durch unberechenbare Fahrmanöver haarschaf an der Verletzung anderer vorbeigeschrammt. Einmal hätte sie durch plötzliches Losfahren beinahe einen Radfahre“abgeschossen“, weil sie ohne zu schauen einfach einen Radweg überqueren wollte.

    Es ist also zu bedenken, dass nicht nur die Gesellschaft eine Verantwortung für RollstuhlfahrerInnen hat, sondern auch RollstuhlfahrerInnen eine Verantwortung gegenüber anderen. Diese Verantwortung muss jedeR übernehmen. Kommt es immer wieder zu Unfällen mit Personenschaden (was in dieser geschilderten Geschichte ja offensichtlich nicht der Fall war, halte ich es für richtig, ja für notwendig, Maßnahmen vonseiten der Gesellschaft zu ergreifen.

  • Wie wärs mit der Einleitung eines Lenkerberechtigungsentzusverfahren gegen die betrunkene Frau (falls diese eine hat) mangels Zuverlässigkeit – Wär ein guter Tip für den Anwalt …

  • Könnte es sein, daß die „offensichtliche betrunkene Frau“ eine chronische Alkoholkranke gewesen ist? Vielleicht ließe sich da ein Muster-Behindertenvergleich zur Beendigung unterschiedlicher Rechthab-Auffassungen konstituieren?

  • Ähm … ich finde die Situation alles andere als lustig … man möge mir meinen Schreibfehler verzeihen.

  • Achja, die besten Geschichten schreibt doch das Leben selbst. E-Rolli-Fahren auf Probe, herrlich lustig – oder bitter traurig? Jedoch finde ich die rechtliche Angelegenheit und die Situation, dass die offensichtlich ang’soffene Frau in den Rolli rennt und auch noch Schadensersatz verlangt. Ich hoffe jedenfalls, dass die Geschichte gut ausgeht und dass man nur hoffen kann, dass die Dame mit den offensichtlichen Durchblick nicht gegen einen Zug rennt. Tja …