Empathie statt Gewalt

Immer mehr gerät unser Sozialsystem nicht nur durch finanzielle Kürzungen und Ressourcenknappheit in eine Schieflage. Ein Kommentar.

Handabdruck auf rotem Hintergrund mit dem Text: keine Gewalt
Petra Derler

Kürzungen von Förderungen im Sozialbereich, wo ohnehin für Menschen mit Behinderungen keine Chancengleichheit am Arbeitsmarkt besteht, Erwachsenvertreter:innen, die zu viele Erwachsenenvertretungen übernehmen und ihren damit verbundenen Pflichten, insbesondere zur persönlichen Kontaktaufnahme nicht nachkommen, die vertretende Person über Entscheidungen betreffend ihres Vermögens nicht rechtzeitig verständigen und ihr nicht die Möglichkeit geben, sich dazu in angemessener Frist zu äußern oder die Äußerungen der vertretenden Person nicht berücksichtigen.

All das ist gewaltvolles Vorgehen und belastet zusätzlich zu den allgemein steigenden psychischen Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

Immer mehr gerät unser Sozialsystem nicht nur durch finanzielle Kürzungen und Ressourcenknappheit in eine Schieflage, bei der Menschen mit Behinderungen besonders hohe Benachteiligung erfahren.

Neben den finanziellen Kürzungen kämpfen einige Menschen in psychischen Krisensituationen auch um ihr physisches Überleben.

Statt wieder Halt im Leben finden zu können, erfahren sie Gewalt

Gewalt, die nicht als diese markiert wird. Gewalt, in der ihre psychische Not als krank im medizinischen Sinn bezeichnet und ihnen die menschliche Bedeutung ihres Fühlens und Denkens aberkannt wird.

Gewalt durch die Verabreichung von Psychopharmaka ohne ihr Einverständnis, durch Fixierungen ans Krankenbett statt Empathie, durch Verweigerung von alternativen Angeboten, weil andere durch das gewaltvolle Vorgehen oder trotz der Gewalt Stabilität finden können.

Die Interessenvertretung der Erfahrungs-Expert:innen für psychische Gesundheit Wien (IdEE Wien) sieht vor allem eine ihrer Aufgaben darin, auf diese oft nicht markierte Gewalt aufmerksam zu machen.

Wir möchten gemeinsam mit anderen, Möglichkeiten schaffen und Wege aufzeigen, ohne Gewalt allen Menschen in psychischen Krisensituationen zur Seite zu stehen.

Einer dieser Wege ist die Affekt-Resonanz-Therapie

Ein Lehrgang für alle Berufsgruppen im sozialen Bereich. In diesem Lehrgang entwickeln die Teilnehmer:innen Bewusstheit über ihr unbewusstes Fühlen und Handeln, das Auswirkungen auf andere in ihrer Begegnung hat.

Die Haltung, dass es keine objektive Beobachtung der Realität gibt, ermöglicht ein erweitertes Verständnis der Intentionen anderer und führt zu einer Veränderung der Begegnung.

Die Angebote von Empowermente basieren auf den Grundsätzen der Affekt-Resonanz-Therapie. Weitere Informationen über den Lehrgang und das evaluierte Konzept sind zu finden unter www.affektresonanztherapie.at und www.empower-mente.com

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