Empfehlungen des Salzburger Monitoringausschusses zur inklusiven Bildung 2021

Der Salzburger Monitoringausschuss wendete sich am 1. März 2021 mit einer Empfehlung zur inklusiven Bildung an die Vertreterinnen und Vertreter des Landes Salzburg.

SMA – Salzburger Monitoring Ausschuss
SMA – Salzburger Monitoring Ausschuss

Die Empfehlung, die der Salzburger Monitoringausschuss zum Thema inklusive Bildung abgibt, wird mit drei Fragen eingeleitet: 

  • Ist die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt, wenn Sondereinrichtungen weitergeführt werden?
    Hier stellt der Salzburger Monitoringausschuss klar, dass das Land Salzburg die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention nicht erfüllt, wenn er ein doppelgleisiges System aufrechterhält, das die Aussonderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen in Sondereinrichtungen weiterhin fördert.
  • Benachteiligt eine „Bildungskarriere“ in Sondersystemen Menschen mit Behinderungen?
    Hier verweist der Monitoringausschuss darauf, dass ausgrenzende Schulsysteme ungleiche Chancen für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung verstärken. Und das sowohl im Erwerbsleben als auch in Bezug auf die gesellschaftliche Teilhabe. Inklusive Schulsysteme hingegen würden allen Schülerinnen und Schülern Vorteile bringen und diese auf eine diverse Gesellschaft vorbereiten.
  • Wie ist inklusive Bildung für Schülerinnen und Schüler mit hohem Unterstützungsbedarf umsetzbar?
    Hier verweist der Monitoringausschuss darauf, dass internationale und nationale Beispiele zeigen, dass ein inklusives Bildungssystem auch für Schülerinnen und Schüler mit hohem Unterstützungsbedarf möglich ist und qualitative Bildungsprozesse für alle geschaffen werden können.

Klares Bekenntnis zu inklusiver Bildung gefordert

Im Zuge der Entwicklung des Salzburger Landesaktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention fordert der Salzburger Monitoringausschuss die Umsetzung von inklusiver Bildung. Die genauen Forderungen sehen folgendermaßen aus:

  • Ein klares Bekenntnis zur politischen Zielsetzung, im Bundesland Salzburg inklusive Bildung für Alle in Übereinstimmung mit der UN-BRK zu verwirklichen.
  • Die Nutzung des Salzburger Aktionsplans zur Umsetzung der UN-BRK als Werkzeug, um Etappenziele und konkrete Maßnahmen zu definieren, umzusetzen und zu evaluieren.
  • Eine Erstellung eines Etappenplans zur Öffnung/ Umwandlung von Sonderschulen.
  • Die Erstellung eines Plans zur systematischen Anpassung und Aufrüstung des Regelschulsystems, um qualitätsvolle inklusive Bildung für alle anzubieten, etwa durch Implementierung sonderpädagogischer Kompetenzen und Ressourcen.
  • Eine Orientierung an langjährig erfolgreichen inklusive Bildungssystemen hinsichtlich baulicher Gegebenheiten, Ausstattung, Methodik, Kompetenz und weiterer qualitätsrelevanter Aspekte einer Bildung für Alle.
  • Ein klares Bekenntnis dazu, finanzielle Mittel im Bildungsbereich künftig in den Ausbau qualitätsvoller inklusiver Bildung für alle einzusetzen, und nicht in den Um- oder Neubau von Sonderschulen.

Die Empfehlung des Salzburger Monitoringausschusses zur inklusiven Bildung 2021 gibt es auf der Homepage des Salzburger Monitoringausschusses.

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