Entmündigt III – Aufforderung zum Missbrauch

"Nein, nicht alle Sachwalter sind kriminell, schlampig oder desinteressiert an ihren KlientInnen", meint Elfriede Hammerl im dritten Teil der Artikelserie zur Sachwalterschaft.

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Nach „Entmündigt – so schnell kann’s gehen“ und „Entmündigt II – Wo liegt meine Lesebrille?“ geht Elfriede Hammer im dritten Teil auf die Bezahlung der Sachwalter ein.

Bezahlt werden Sachwalter bei Anwälten und Notaren aus dem Einkommen und Vermögen der besachwalteten Personen, informiert sie im Artikel und führt aus: „Seinen Einkünften dient es daher, wenn er seine Schützlinge möglichst knapp hält und am Geldausgeben hindert. Die Uneigennützigkeit eines solchen Sachwalters wird also auf eine unter Umständen harte Probe gestellt. Kritiker sagen, diese Regelung sei geradezu eine Aufforderung zum Missbrauch.“

Beschwerden häufen sich

Auch wenn „nicht alle Sachwalter sind kriminell, schlampig oder desinteressiert“ sind – wie Hammerl einschränkt – so ist doch unübersehbar: „Die Beschwerden über derartige Vorkommnisse häufen sich bei der Volksanwaltschaft, der Patientenanwaltschaft, bei Gerichten und an allen möglichen Stellen, wo sich Verzweifelte Hilfe und Unterstützung erhoffen.“

Das Justizministerium kündigt Reformen an, berichtet Hammerl: „Angedacht ist ein Projekt, das sich unter­stützte Entscheidungsfindung nennt. Das Modell, das dabei erprobt werden soll, sieht vor, dass nicht ein einziger Mensch das Leben ­eines anderen reglementiert, sondern dass hilfsbedürftige Personen statt dessen von einem Unterstützerkreis beraten werden. Der Unterstützerkreis soll sich aus Menschen zusammensetzen, die dieser Person nahe stehen. Dieses Projekt steckt allerdings noch im Anfangsstadium.“

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  • Nach Sichtung der gefundenen n i c h t erledigten Aktenbände
    des befangenen Richters Schranz geht hervor, dass Herr Hain ihm
    zugestellte Steuerbescheide des Finanzamtes Salzburg, 210/92
    GESTOHLEN und dem OGH durch Prozessbetrug zur Entscheidung
    entzogen hat. Exekutionen 222.827.99
    1 Ob 156/01z, 1Ob 27703 x…..1Ob100/04v

  • Der Finanzsenat verlangt pflegschaftsgerichtlich bewilligte
    SCHLUSSRECHNUNGEN als steuerliche Beweismittel nach dem § 303 BAO.
    Da die Sachwalter Erber,Aschaber,hain vom RichterGESETZESIDRIG
    von ihren Rechnungslegunspflichtenn ( OGH 3 Ob19/11g) befreit wurden,
    fehlen alle steuerlichen Beweismittel ab Jahr 1990.
    Richter Dr.Peter Schranz, BG Wr.Neustadt,eigene Befangenheitserklärung
    6P 11/01z,dem OGH in 4 Verfahren unbekannt.

  • Laut Mitteilung der Nö.Landesregierung IVW3-Allg-5010001/021Kuuf
    hat der RA Dr.Gernot HAIN 2700 Wr.Neustadt,Hauptplatz 14 mehrere
    BESCHEIDE erhalten und gestohlen, die grundbücherichen Pfandrechte
    durch Bilanz-und Prozessbetrug dem OGH zur Entscheidung entzogen,
    die Schulden HINTERLASSEN…1Nc 34/04x d OGH

  • Umso wichtiger finde ich es, dass Menschen wie Elfriede Hammerl als eine der wenigen hinter die Kulissen des Sachwalterschaftsrechtes schauen und Missstände aufzeigen. Persönlich sehe ich schon einen riesengroßen Unterschied zwischen der sog. „Unterstützung“ durch eine Sachwalterschaft, wie sie momentan besteht, oder der Unterstützung bei der Entscheidungsfindung durch ein selbst ernanntes Team von Personen, denen die betroffene Person vertraut. Das ist hoffentlich nicht nur das, was ich unter „Unterstützte Entscheidungsfindung“ verstehe.

  • was da in diesen sachalterschaften für misstände gibt, dass kann es wohl nicht sein. zwangsbeglückung mit tötlichen ende, ist nicht nur menschenrechtsverltzung, sondern auch fahrlässige tötung. bei meinen bruder war dies der fall.

  • Egal, ob Sachwalterschaft oder unterstützte Entscheidungsfindung – beides stellt eine massive Menschenrechtsverletzung dar.
    Es ist Entmündigung, einerlei, wie es bezeichnet wird.

    Die Sachwalter bestimmen über das gesamte Leben einen Entmündigten, egal ob Finanzen, Wohnung, Vermögen, Lebensstil.

    Wie ist es möglich, dass es Gesetze gibt, die das höchst offiziell erlauben?

    Oft genug wird die Sachwalterschaft von den eigenen Angehörigen angeregt, weil sie die Felle davonschwimmen sehen oder eine Abschiebung ins Heim dann leichter geht, wenn derjenige nicht „freiwillig“ geht.