Entmündigt – so schnell kann’s gehen

Unter dem Titel "Entmündigt" erzählt Elfriede Hammerl im Profil, wie schnell Menschen in Österreich ihrer Rechte beraubt werden können.

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„Im Spätsommer vergangenen Jahres stürzte Margarete K. die Kellerstiege in ihrem Haus hinunter, und seitdem ist sie entmündigt. Juristisch ist das falsch ausgedrückt, Frau K. ist nach derzeitiger Gesetzeslage besachwaltert, aber der Effekt ist der gleiche“, beginnt ein Bericht im Profil zum Thema Sachwalterschaft und deren Folgen in Österreich.

60.000 Sachwalterschaften in Österreich

Hammerl erzählt nicht wirklich neue Fakten und doch zeichnet sie ein eindrückliches Bild einer der rund 60.000 Sachwalterschaften in Österreich, die klar zeigen, warum dieses System schleunigst überdacht gehört. Aus diesem Grund ist der Artikel wirklich lesenswert.

Wie heißt es so schön am Ende des Artikels: „Die Regel ist: Ein anderer Mensch bestimmt umfassend über das Wohl und Wehe der besachwalterten Person. Nicht selten bleibt das Wohl dabei auf der Strecke.“

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12 Kommentare

  • Meine partnerin will mich besachwalten lassen! Bitte ich brauche hilfe!!! Bitte schicken sie mir info was ich dagegen machen kann auf meine e-mail.danke

  • NUR WEIL DIESE Frau von eine stiege gefallen ist sie Entmündigt, das ist schrechlich! Das Gesetz müss sich schnell Ändern,weil das ist nicht Fair, man wird nur Eingeengt von Gericht! ich würde auch entmüdigt und habe fast keine Rechte mehr! keine toleranz!und liebe Margarte ,es kann doch immer was passieren,aber es darf nicht sein das man Entmündigt wird!

  • Meine ehemalige Arbeitsstelle hatte auch für mich die Entmündigung beantragt, während ich noch dort arbeitete! (Landesdienst) Es ist aber nicht durchgegangen. Habe dies erst Jahre später erfahren… bei einem Kurs.

    • Das ist mir passiert dieser Fall: Landesregierung hat für mich die Entmündigung beantragt während ich dort arbeitete! (90iger Jahre).

      Zum Schluss wurde ich auch noch für geisteskrank erklärt bevor ich kündigte; diese Vorkehrung ist bis heute aufrecht.

  • @behinderrtetaktivist_innen.
    Es ist mir ein Bedürnis, mich zwecks den von Ihnen angesprochenen ÖZIV mein Erlebtes, diesen Verein betreffend,aufzuzeigen.
    Ich war jahrelang Mitglied dieses Vereins. Bin 70 % invalid und musste beschämenderweise wegen Pflegegeld zum Sozialgericht gehen.
    Da dieser Verein Hilfe anbietet ( auf dem Papier), auch für Klageschriften, wandte ich mich nichtsahnend an diesen Verein.
    Dieser Hr. Regierungsrat (Tirol) sagte doch tatsächlich zu mir :“ In ihrem Ort gibt es ja die Volksschauspiele, gehen sie dahin und lernen sie schauspielern !“
    Diese Frechheit beworg mich, mich von diesem Verein zu verabschieden.
    Das wollte ich nur einmal aufzeigen, welche Gepflogenheiten, Behinderten gegenüber, sich da abspielen.

  • Liebe Hedi, als frischverheiratete frau eines pensionierten richters im rollstuhl bauchst du keine angst haben – außerdem wird ja der ÖZIV dafür sorgen, dass der sozialminister das pflegegeld nicht in sachleitungen umwandeln wird – ist ja auch gar nicht nötig, denn die Notenbanken drucken so viel Geld, dass das Pflegegeld bald nix mehr wert sein wird, da ja bis 2020 keine erhöhungen des sozialbudgets geplant sind und der grösste behindertenvernand nach eigenen angaben – der KOBV ist jedoch noch a bisserl grösser – ist nicht fähig, ein gross-demo zu organisieren!!! Wer löst den ÖZIV ais zivilinvalidenvertretung nach 50 jahren auf – oder ist eine fusion mit dem KOBV und der ÖAR geplant, als einheitsfront für die erhaltung des pflegegeldes ?

  • Im Fall von Frau Margarete K. hat ja wohl die Überleitungspflege bestens funktioniert.

  • Das ist kein Hammerl, sondern ein Hammer was mitunter da abgeht im Bereich Sachwalterschaft. Das gehört schleunigst geändert. Niemand darf soviel an Einfluss und Macht über einen anderen Menschen haben, auch wenn dieser dort und da vielleicht einer Hilfe bedarf.

  • jetzt weiß ich wieder, warum ich mich vorm Alter fürchte …. Und vor den vielen „Helfern“ und vor jenen, die ganz dringend das Pflegegeld in Sachleistungen umwandeln wollen …

  • Wenn Brinek auf internationale Integrationsmodelle (wie zum Beispiel in Norwegen) verweist, die hauptsächlich einen bevölkerungspragmatischen Hintergrund haben (geringere Besiedlungsdichte mache es dort unzumutbar, ein Kind in die 300 Kilometer entfernt liegende Sonderschule zu schicken), Inklusionsumsetzung also von der Besiedlungsdichte abhängig wäre, ist es für die weitermachen wollende Volksanwältin doch nur konsequent, MmB schnurz zu Mondkälbern zu erklären und ihnen brineck-logischweise sachwalterliche Mondgesetze angedeihen zu lassen. Einerseits hätten diese Kälber dann genug Freiheit von den Erdschwerkräften und andererseits genug Erdabstand um sie Länge mal Breite auf der Erd berauben und ausnehmen zu können….

  • Unerhört. Da muss man doch tatsächlich Angst haben “ österr. Staatsbürger“ zu sein. Abgesehen davon, dass man sich fürchten zu muß, sein ganzes Hab und Gut zu verlieren. Anscheinend ist das der Auslöser von „Sachbewaltung !“ Ich jedenfalls bin sprachlos. Wo bitte sind hier die Menschenrechte ?

  • Für diese derzeit noch praktizierte Geisteshaltung fehlt uns natürlich das nötige Verständnis, weil wir es ssichtlich immer noch nicht bebirnt haben, dass es ja ausschließlich die Anderen am Besten wissen, was dem Wohle von Einzelpersonen und deren Familien in Wahrheit so wirklich und so richtig dienlich ist und was ihnen daher auch bekommt.