Enttäuschung über Aktionsplan zur UN-Konvention in Luxemburg

Mit dieser ersten großen Pressekonferenz beginnt in Luxemburg nach Ansicht der Verbände die Ära der Wortmeldungen der Betroffenen.

Flagge Luxemburg
BilderBox.com

Am 29. März 2012 lud „Nemme Mat Eis“ ASBL zu einer Pressekonferenz ein, in der die erste behinderungsübergreifende Organisation in Luxemburg zusammen mit ihren Fördervereinen zum vorliegenden Aktionsplan der Regierung in Luxemburg zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention Stellung nahm.

Die luxemburgischen Verbände Epi, ZAK, Daaflux und Nemme Mat Eis haben aktiv am Aktionsplan mitgearbeitet, sind aber genauso wie viele andere enttäuscht, dass am Ende viele Maßnahmen in der Liste der Herausforderungen verschwunden sind und die Maßnahmen doch sehr dürftig ausgefallen sind.

„Denn wichtig zu Wissen ist, dass die Betroffenen die Endfassung erst nach der Zustimmung der Regierung bekamen“, heißt es in einer Presseinformation. „Sehr bedenklich finden wir ferner, dass in den seltensten Fällen bei den Maßnahmen ein Budget aufgeführt wurde – somit wäre zu befürchten, dass die auf Spar-‚Kultur‘ eingestimmte Regierung vieles aus diesen Gründen unter den Teppich kehren könnte.“

Mit dieser ersten großen Pressekonferenz beginnt in Luxemburg nach Ansicht der Verbände die Ära der Wortmeldungen der Betroffenen. Eine „Kultur“, die noch in vielen Medien, Institutionen und Köpfen ihren Platz erkämpfen müsse. „Wir wünschen uns, dass dieser Kampf kürzer wird als der Weg zu der Einführung einer Gesellschaft, an der alle gleichberechtigt teilhaben können, denn letzterer ist noch schwieriger und langwieriger in Luxemburg.“

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.