Entwicklungsziele noch immer nicht inklusiv

Vor Beginn der letzten Verhandlungsrunde, die diese Woche startete, haben die Vereinten Nationen (UN) einen überarbeiteten Entwurf für die Post-2015-Agenda vorgelegt.

Globus
Globus von sommerhitz / CC BY 2.0

Die globalen Entwicklungsziele werden im September von der UN-Generalversammlung verabschiedet und sollen die Lebensbedingungen für alle Menschen weltweit verbessern.

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) in Deutschland bemängelt am aktuellen Entwurf, dass Menschen mit Behinderungen in zentralen Themenbereichen immer noch nicht ausreichend berücksichtigt sind.

So werden behinderte Menschen nach Informationen der CBM bei den Zielen zur Gesundheitsversorgung und Geschlechtergerechtigkeit nicht genannt. „Eine inklusive Gesundheitsversorgung ist ein absolutes Muss in den Entwicklungszielen“, betont Dr. Rainer Brockhaus, CBM-Geschäftsführer. Er versichert: „Wir werden daher weiterhin einfordern, dass die Rechte behinderter Menschen berücksichtigt werden.“

Seit Beginn des Post-2015-Verhandlungsprozesses betont die CBM und eine Reihe weiterer Verbände, dass alle Menschen eine Chance auf eine Gesundheitsversorgung bekommen müssen. Sonst könnte das heißen, dass der Aufbau von Krankenhäusern gefördert wird, es aber keinen Zugang für Menschen mit Behinderungen gibt, zum Beispiel weil eine Rampe fehlt oder behinderte Menschen gar nicht in das Gesundheitssystem aufgenommen werden.

„Es ist besonders enttäuschend, dass in diesen wichtigen Bereichen Menschen mit Behinderungen immer noch unberücksichtigt bleiben“ so Dr. Rainer Brockhaus. Denn schließlich habe die Unterstützung von vielen Menschen in Deutschland schon dazu geführt, dass der aktuelle Entwurf besser ist als vorherige Versionen. So sind bei den Zielen zu Katastrophenvorsorge und zu Verringerung von Armut behinderte Menschen besser berücksichtigt.

„Warum es in anderen Bereichen keine Fortschritte gibt, ist unverständlich und nicht nachvollziehbar“, betont Dr. Rainer Brockhaus.

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