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Entwurf für neues britisches Antidiskriminierungsgesetz stößt auf breite Zustimmung

Die britische Regierung hat den Entwurf für ein einheitliches Antidiskriminierungsgesetz, die "Equality Bill", vorgelegt.

Dieser Entwurf sieht vor, dass die „Commission for Racial Equality“ (CRE) in eine „Commission for Equality and Human Rights“ (CEHR) – mit der neuen Zuständigkeit für Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft, einer Behinderung, des Geschlechtes, der Religion, der sexuellen Orientierung und des Alters – erweitert werden soll.

Die drei bestehenden Gleichbehandlungskommissionen und Nichtregierungsorganisationen haben den Entwurf überwiegend positiv aufgenommen. Der Zeitplan sieht vor, dass die neue CEHR ihre Arbeit im Oktober 2007 aufnehmen soll. Die neue Behörde soll folgende Aufgaben übernehmen:

  • Beratung,
  • Monitoring (Beobachtung und Dokumentation) von „Hate Crimes“ (Verbrechen, die auf auf Hass und Vorurteilen gegenüber bestimmten Gruppen beruhen),
  • Durchführung und Veröffentlichung von Studien zu den genannten Diskriminierungsbereichen,
  • Bewusstseins- und Öffentlichkeitsarbeit und
  • Vergabe von Förderungen für Aktivitäten, die dem Abbau von Diskriminierung dienen.

Die CEHR soll auch regelmäßig Berichte (‚state of the nation‘ reports) zum Stand von Gleichbehandlung und der Einhaltung von Menschenrechten im Vereinigten Königreich veröffentlichen.

Zusätzlich soll die CEHR das öffentliche Bewusstsein für Menschenrechte schärfen und öffentliche Stellen an die Einhaltung derselben erinnern.

Trevor Phillips, der Vorsitzende der CRE, wurde in der Zwischenzeit mit einer Untersuchung über die einzelnen Diskriminierungsgründe beauftragt, die in ein einheitlichen Gesetz, das „Equality Act„, münden sollen.

Hier finden Sie den Text des Equality Bill.

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0 Kommentare

  • doch – es geht um respekt und gleichberechtigte teilhabe am gesellschaftlich leben – wenn ich diese vorrausetzung habe, egal welcher „randgruppe“ ich jetzt angehöre, habe ich eben auch chancen – und keine von den verschiedenen problemen – mit immer der gleichen ursache – ich gehör nicht dazu – ich krieg nicht gleich leicht was raus aus dem topf, wie viele andere – wir sollten uns alle solidarisieren – und an unseren menschliche qualitäten arbeiten

  • Zusammenarbeit von Behindertenverbänden und Aktivisten ist selbstverständlich – Doch Herr/Frau Jako – HOSI (Schwule und Lespen), voerschiedene Volksgruppen (wenn sie behindert sind, eine doppelte Minderheit), sind ebenfalls Minderheiten. Deren Ziele, sind nicht unbedingt die Ziele und Bedürfnisse von behinderten Menschen.

  • Ich finde im Gegensatz zu meia, dass Minderheiten zusammenarbeiten sollten. Es werden ja oft genug Menschen mit unterschiedlichen Behinderung gegeneinanderausgespielt, oder, noch schlimmer, tun es von selber! Wenigstens die Benachteiligten sollten solidarisch zu einander sein!

  • Ich finde es nicht gut, wenn man Minderheiten „in einen Topf wirft“ und so ein Zweckbündnis schafft. So ist es auch oft bei verschieden Behinderungsarten, die, wenn es ums Geld, Förderungen, Umbaumaßnahmen geht, gegeneinander ausgespielt werden.

  • tja – wenn der österreichischen regierung die behinderten menschen und die anderen benachteiligten personengruppen wirklich am herzen lägen, könnten sie sich da wohl was abschaun – aber – die gelegenheit gabs schon öfter – siehe ADA in den USA – vielleicht ist es zu schwierig zu begreifen? könnte man diese mannschaft mal einem Intelligenztest unterziehen?