Ernstfall Blackout – Was sind die Folgen für Menschen mit Behinderungen?

Ein Stromausfall dauert meistens nur wenige Minuten und betrifft überschaubare Gebiete. Doch was ist, wenn es zu einem flächendeckenden Stromausfall kommt?

Ein TV-Moderator steht links im Bild. Im Hintergrund ist ein Bild eingeblendet dass Markus Ladstätter in seinem Elektrorollstuhl vor dem Eingang von BIZEPS zeigt.
ORF

Ein flächendeckender lang andauernder Stromausfall oder auch Blackout genannt, hat viele Konsequenzen z.B. den Zusammenbruch der Versorgungsinfrastrukturen, wie Wasserversorgung oder Telekommunikation. Neben der Frage, wie Österreich auf so einen Blackout vorbereitet ist, stellt sich noch eine Frage – welche Folge hätte so ein Blackout für vulnerable Gruppen wie z.B. Menschen mit Behinderungen.

Ein Beitrag des Magazins „Heimat Fremde Heimat“ hat sich mit den Folgen eines Blackouts für Menschen mit Behinderungen auseinandergesetzt.

Menschen mit Behinderungen werden vergessen

Markus Ladstätter ist Vorstandsmitglied von BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben und selbst Rollstuhlfahrer. Er fühlt sich wenig aufgeklärt, wenn es um das Thema Blackout geht.

Ich habe nicht das Gefühl, dass diese Gruppen angesprochen werden. Das ist ein großes Manko, dass dieses Thema komplett ausgespart wird.

Markus Ladstätter erklärt in dem Beitrag beispielhaft, welche Konsequenzen ein Blackout für einen Rollstuhlfahrer wie ihn hätte – so könnte er z.B. seinen Elektrorollstuhl nicht mehr bedienen. Menschen mit Behinderung seien häufiger auf Hilfsmittel angewiesen, die Strom benötigen, erklärt Ladstätter.

Wenn man z.B. ein Beatmungsgerät braucht, kann ein Stromausfall lebensbedrohend sein.

Einbezug bei Krisenmanagement und bei Informationskampagnen

Für den Verein BIZEPS ist es wichtig, dass für solche Situationen Krisenpläne erstellt werden, in denen auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen eingegangen wird. Menschen mit Behinderungen müssen einbezogen sein, nicht nur bei der Erstellung von Krisenplänen, sondern auch bei Informationskampagnen zum Thema.

Bei den Informationen der Stadt zum Thema Blackout muss auch auf die Situation von Menschen mit Behinderungen eingegangen werden, führt Ladstätter aus. So müsse für Menschen mit Behinderungen auch klar sein, wo man sich im Ernstfall hinwenden könnte, ob man ein Recht auf Extrastrom hätte usw.

Es braucht also ein Krisenmanagement, das vulnerable Gruppen – wie Menschen mit Behinderungen oder Menschen mit nicht deutscher Muttersprache – einbezieht. Nur dann ist man für den Ernstfall gerüstet.

Video

Hier der Beitrag aus „Heimat Fremde Heimat“.

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2 Kommentare

  • Hab mir eine tragbare Powerstation zugelegt, mit der kann ich mehrmals sämtliche Geräte inklusive Rolli in Stand halten. Besser gehts nicht, bin gerüstet.

    • Auf jeden Fall sinnvoll! Ist damit ein Generator gemeint der mit Benzin läuft? Bei einem richtigen Blackout gibt’s da auch schnell mal keinen Nachschub mehr weil die Tankstellen auch mit Strom funktionieren. Aber hoffen wir mal, dass es nicht dazu kommt.