Erster Flashmob in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS) in Wien

Ich liebe die Österreichische Gebärdensprache!

Flashmob in ÖGS am 26. September 2011
ÖGS.barrierefrei

Warum organisiert das ServiceCenter ÖGS.barrierefrei zum Europäischen Tag der Sprachen am 26. September einen Flashmob in ÖGS?

„Wir haben diesen Tag als Anlass genommen, um mit unserer Aktion auf die ÖGS, die Muttersprache der gehörlosen Menschen in Österreich, aufmerksam zu machen. Leider sind viele gehörlose Menschen immer noch mit Diskriminierung und Unverständnis konfrontiert, wenn es um ihre Sprache geht.

Dabei ist die ÖGS bereits seit 2005 als eigenständige Sprache in der österreichischen Verfassung verankert“, erläutert die ServiceCenter-Geschäftsführerin Helene Jarmer die Motive zum Flashmob vor der Wiener Hauptbücherei am Urban Loritz-Platz.

Im Fokus: Bewusstseinsbildung für die ÖGS

„Ich liebe die Österreichische Gebärdensprache“ lautet das Motto des vom Verein initiierten Flashmobs. Im Fokus stehen die Förderung der Sprachenvielfalt und die Wertschätzung gegenüber der ÖGS. Denn trotz rechtlicher Anerkennung ist in vielen Lebensbereichen die Verwendung der ÖGS nicht umgesetzt.

So fehlen beispielsweise im Bildungsbereich entsprechende Möglichkeiten für bilingualen Unterricht für gehörlose und hörbehinderte Menschen. Dem Verein ist es wichtig, auf diese Versäumnisse hinzuweisen und die Gebärdensprache ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Der Flashmob findet daher in ÖGS statt und die TeilnehmerInnen treffen sich zum gemeinsamen öffentlichen Gebärden. Unterstützt wird der Flashmob von gehörlosen und hörenden KünstlerInnen der Theatergruppe Zeichensturm, die in einer kurzen Performance die Schönheit und Vielseitigkeit der Gebärdensprache zum Ausdruck bringen.

„Die rund 40 hörenden und gehörlosen Flashmob-TeilnehmerInnen haben ein deutliches Zeichen gesetzt, dass sich viele Menschen für ein so wesentliches Thema wie die Sprachenvielfalt und das Recht auf muttersprachliche Kommunikations- und Informationsangebote mobilisieren lassen“, ist Helene Jarmer von der Aktion überzeugt.

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