Erwin Pröll: Barrierefreier Zugang? Wo sind wir denn?

Am 1. März 2015 war der NÖ-Landeshauptmann Erwin Pröll in der ORF-Pressestunde. Thema waren auch die "Verwaltungskosten der Länder".

Erwin Pröll in der ORF-Pressestunde am 1. März 2015
ORF

Im Interview mit Alexandra Föderl-Schmid („Der Standard“) und Wolfgang Wagner (ORF) wurde eine Reihe von Punkten angesprochen, die den Landeshauptmann erzürnten. Von zu hohen Verwaltungskosten bis zu verspekuliertem Landesgeld reichte der Bogen. (Siehe ORF-TVTHEK)

Was dann passierte, war bemerkenswert. Nicht in einer unbedachten Äußerungen – sondern wohlüberlegt – lenkte er das Thema auf ein neues zu und zückte vorbereitete Unterlagen.

Wir bringen hier diese rund zwei Minuten des Interviews, in denen er Vorgaben zur Barrierefreiheit ablehnte und anmerkte, dass hier landesspezifische Aspekte vorhanden sind.

Pröll ärgert sich über vorgeschriebene Barrierefreiheit


Hier die Abschrift des Videos:

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll (ÖVP): „Ich muss einen Punkt unbedingt noch dazu sagen. Bitte Sie, erlauben Sie mir das, weil das ein ganz entscheidender Faktor im Zusammenhang mit Verwaltungsreform ist.

Ich sag’s Ihnen am Beispiel der Wirte. Wissen Sie: Wir sind auf Länderebene, sind wir ständig konfrontiert mit Vorgaben durch Bundesnormen. Und ich habe hier ein Papier, das ist neun Seiten dick. Neun Seiten! Sie sehen wie intensiv das beschrieben ist.

Und ob Sie’s glauben oder nicht: Diese neun Seiten sind vollbeschrieben mit Vorgaben, die man in der Bundesgewerbeordnung einem einfachen Wirt vorschreibt, die er jährlich überprüfen muss und umsetzen muss.

Und da sag ich Ihnen: Das ist ein Unding! Ständig von oben verordnen, manches Mal in hanebüchenen Vorgaben. Ich sage Ihnen, was sich da alles abspielt, das spottet jeder Beschreibung.

Barrierefreier Zugang muss in Zukunft in jedem Gasthaus, in jedem Landwirtshaus investiert werden. Ja meine Damen und Herren, liebe Frau Chefredakteurin: Wo sind wir denn?

Und ich sagen Ihnen, ich habe auch den Auftrag gegeben – jetzt gerade im Zusammenhang mit den Wirten, weil’s die wirklich nicht leicht haben – ich habe den Auftrag gegeben, jetzt einmal zu überprüfen, wo wir diesen Unfug abstellen können bzw. wo wir diesen Normen, die vorgegeben werden, nicht folgen müssen.

Denn ich schaue nicht auf Dauer zu, wie ein wesentlicher Kulturfaktor – und ob Sie’s jetzt glauben oder nicht – Gastronomie und vor allem Wirtshauskultur ist ein entscheidender Faktor in diesem Land – wie das kaputt gemacht wird.

Und die Zornesröte steigt mir ins Gesicht, wenn ich dann irgendwo in Italien oder Spanien bin und einfach merke, was dort eigentlich alles möglich ist. Wie sehr dort sich diese Kultur entwickeln kann; das Landesspezifische zum Vorschein kommt, das man hier durch solche Dinge hier kaputt macht.“

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  • Marianne N. Karner

    Neues Prädikat: „INKLUSION-UNWILLIG“

  • Franz Schanza

    Ein Trauerspiel, die Aussage des Hr . Landeshauptmannes. Offenbar hat er im Ausland noch nicht gesehen wie barrierenfrei die Lokale und Hotelle sind. Auf die armen und behinderten Menschen haut man hin, anstatt zu helfen.
    Schande!

  • Anonymous

    Pröll spricht nur aus was eh die Haltung der meisten PolitikerInnen ist. In allen Bereichen geht nix weiter mit dem Argument: bund-land-föderalismus-länderwollennicht-kein-budget…. Tja, wenn sie da keinen Druck mit klartext bekommen, bleibt alles beim alten…. Kann man halt nix machten…

  • Schramböck

    Pröll gegen Barrierefreiheit?
    Wenn man das hört, fragt man sich, wo ist das soziale Gewissen des Hr. LH Pröll? Da ereiferte er sich gestern in der Pressestunde über die seitenlangen Prüfungspunkte für Wirte. Barrierefrei, was soll denn das? Ich nehme an, auch beim Landeshäuptling von N.Ö. gibt es eine Sozialabteilung, die sich um solche Angelegenheiten kümmert. Seine LR. Schwarz und Androsch haben hoffentlich eine andere Einstellung zur Barrierefreiheit als ihr Chef. Aber wer Pröll kennt, weiß, was man ihm hat! Zur Erinnerung, vor Jahren komplimentierte er den damaligen Sozialmin. Buchinger aus einer öffentl. Veranstaltung in einer rüden und abfälligen Art hinaus, dass man nur staunen konnte. Schon damals staunte ich, dass es keinen Aufschrei gab über die Art und Weise wie der herrschsüchtige Pröll reagiert, wenn etwas nicht nach seinem Willen geht. Seine heutige Aussage zur Barrierefreiheit schlägt dem Fass den Boden aus. Was sucht denn dieser Mensch noch in Sozialeinrichtungen, die er ja gerne besucht, zur Imagepolitur? Dort gibt es auch viele Behinderte, die barrierefreie Zutritte brauchen und für die das auch gesetzlich geregelt ist. Sind die n.ö. Amtsgebäude nicht barrierefrei? Was tut Hr. Pröll, wenn er eventuell in seiner späteren Pension einen Rollstuhl braucht und darauf angewiesen ist? Es kann jeden von uns treffen, hoffentlich wollen wir dann nicht in ein Gasthaus in diesem Barriere unfreundlichen Land!

  • Denis Quadt

    Was er wohl sagen würde, wenn er selbst Mobilitätseingeschränkt wäre? Schade, hätte jetzt gerne gesehen, was die Moderatoren ihm geantwortet haben? Haben Sie ihm Kontra gegeben?

  • Bernold

    Kaiser Pröll glaubt wirklich er kann in seinem vermeintlichen Reich Gesetze und Vorschriften ignorieren.
    Wünsch ihm einen weiteren Fehltitt mit Gipshaxen, vielleich fängt der abgehobene Despot mal an sozial an andere zu denken.

  • DI Gloria Petrovics

    Der Herr Landeshauptmann soll heilfroh sein, dass er derzeit keine Behinderung hat. Wie schnell kann es auch konservative Politiker erwischen – ich denke da nur an den deutschen Finanzminister Schäuble. Ob Pröll den auch vor der Türe sitzen lassen würde, falls der einmal Niederösterreich besuchen sollte?

  • Josef Hajek

    ja,ja,die Wahlen sind vorbei,aber was sie sich bei dem Interview geleistet haben ist eine Bodenlose Frechheit.Sie glauben wohl sie sind Unantastbar,ich hoffe das Ihnen ihre Überheblichkeit gegenüber Ihren Kritikern einmal auf den Kopf fällt.
    Herr Landeshauptmann,wenn ich sie sehe wird mir Schlecht.

  • Cäcilie Günther

    ja wo sind wir denn …. bei einbruch der Dunkelheit hat der gehandicapte Mensch sich zu Hause einzufinden..ja sie das spart kosten weil man eben viele Bürgersteige oder Rampen spart uuuuuund das zieht sich Toiletten in Kneipen braucht an nur im keller die kaputten sind ja zu haus…die sollen froh sein das es rollsthle gibt ect… wozu bitteschön muss ein „behinderter „“ griechisch essen gehn oder Pizza chinesisch dafür gibts ja Bringdienst auch eine Vergünstigung …oderIch werde heute in mein nachtgebet miteinbringen das dieser Herr vom lieben gott doch ma bissel geschubst wird hinfällt und kein arzt kann ihm sagen wielange seine Heilung braucht er gemäß seinem Status auch exxtra guten rolli nur wie lange das weiss er nicht ,,,,,Glaut es mir der hat gaaaaaaanz schnell barrierefreie Bürgersteige natürlich hat er ein Umgebautes auto nur für ihn…. ja wird wohl was länger heut abend das gebet lachfrech… ja ich benötige wegen autoimmunerkrankung wo sich die Kraft schnell abbaut aber mit aufbau was zeit lässt herz krank inkl OP ich werde dann Denkt dieser man auch mal dran das der Wirt das essen mit 12 Gästen beim Griechen nicht als Almosen hergibt jedes krümel gyros jede Cola Fanta Sprite wird bezahlt und er kommt alle paar minuten und schaut ob er noch ne Cola hintun kann der lebt doch von uns … und wenn er sein Lokal natürlich so anmutig wie möglich auf griechisch kloppt dann doch nicht wegen heimatgefühle nein dam it die laufenden gäste sich wohl fühlen und das gilt eben dann für die die die reingerollt kommen…. und da jeter Platz bares ist iss die einrichtung möglichst eng so das uns am ende nur der Katzentisch bleibt i wie blöde … ich wünsche niemand was schlechtes aber der sollte ma in rollstuhl auf unbestimmte zeit denn wenn wir w üssten in 4 wochen iss alles weg da halten wir doch auf einer arschbacke aus . grus C.G

  • Haberl Brigitte

    sorry ich finde es traurig solche Worte aus einem Mund zu hören …bei dem man annehmen sollte das er gebildet ist …denke das Herr Pröll sich keine einzige Minute damit beschäftig hat was es heißt in einem Rollstuhl zu sitzen und auch mal mit seiner Familie oder Freunden ins Gasthaus zu gehen und welche Hürde nur eine Stufe sein kann …die man meist mit wenig kosten beseitigen könnte …denke der Raucher Unsinn kostet um vieles mehr …und Herr Pröll es ist schade das sie Italien mit Österreich vergleichen ..aber eins kann ich ihnen sagen in Lignano ist es vorbildlich behinderten gerecht …wünsch ihnen das sie nie über eine nicht beseitigte Stufe stolpern werden

  • urban oberthanner

    na herr landeshauptmann? alles in ordnung mit ihnen? freut mich für sie…es gibt nämlich jede menge österreicher und innen, denen es nicht so gut geht….ich weiss…geht ihnen am arsch vorbei. soviel papier..auf dem soviel geschrieben steht…da blickt ja kein schwein mehr durch..richtig herr landeshauptmann..warum macht man es dann so kompliziert und nicht ganz einfach….freier zugang überall für jedermann…oder ist ihnen und ihren wirtschaftsbündlern das auch zu kompliziert?

  • Robert Müller

    Ich muss einen Punkt unbedingt noch dazusagen: ekelhaft!

  • Jan Hamann

    Tja, wenn wir uns da mal über die Baukosten unterhalten wollen – bauen wir doch einfach alle Gebäude nur noch ohne Treppen – mal sehen wie dann die laufende Mehrheit in den zweiten oder dritten Stock gelangt. Busse bauen wir dann ohne Türen – oder diese so schmal das der Herr Landeshauptmann garantiert nicht einsteigen kann.
    Dann würde er vielleicht mal sehen wie das ist als Mensc mit Behinderung icht teilhaben zu können – weil es angeblich zu kostenaufwenidg ist eine Rampe oder einen Fahrstuhl zu bauen.

  • Mela

    NOCH MEHR zahlende Gäste, die dann auch alle ins Lokal reinkommen? Das kann man den armen Gastwirten doch nun wirklich nicht zumuten.

  • Martin Datzinger

    Wenn Dr. Pröll in Anbetracht italienischer Gaststätten die Zornesröte ins Gesicht steigt, dann verstehe ich ihn sehr gut. Die sind nämlich entsprechend EU(!)-Gesetzgebung wesentlich barriereärmer als österreichische. Und besser.

  • yasemin

    Das Wort zum Sonntag von Gottkönig Pröll.
    Amen.

  • yasemin

    Wer das nächste Mal generell die Altersweisheit betont, möge sich bitte an den Erinnern.

    Auf ihn kommt es bei der politischen tragikommödie Österreich auch nicht mehr an.

  • Gerhard Lichtenauer

    Für Kenner und Opfer des organisiert diskriminellen Regimes der Pröll-Administration ist dieses bewusste Zeigen seines wahren Gesichts keine unerwartete Offenbarung. Ich find’s sogar gut, dass die Öffentlichkeit klar und unverhohlen die Behindertenfeindlichkeit und Menschenrechtsignoranz dieses Gliedstaaten-Potentaten frank und frei präsentiert bekam.
    Niederösterreich pfeifft schon lange auf Vorgaben des Bundes und ignoriert geltendes Recht und unverzügliche Umsetzungspflichten nach völkerrechtlich verbindlichen Verträgen. Bund-Länder-Vereinbarungen konnten inzwischen Jahrzehnte lang (bei voller Narrenfreiheit seitens des Bundes) ungetadelt und ungestraft verschleppt und gebrochen werden. Vorzugsweise wurden und werden Landespflichten zu Lasten behinderter und pflegebedürftiger Menschen und ihrer Familien hintergangen. Der ‚Doppelte Akademiker‘ wird sich nun hoffentlich sehr bald eines Besseren belehren lassen müssen indem er seine Frage „Wo sind wir denn?“ unmissverständlich beantwortet bekommt: Nicht länger in einem Unrechtsstaat, der bei Amtspflichtverletzungen mächtiger Landeshauptleute ‚Habtachtstellung‘ einnimmt. Der Niederösterreichische Weg als menschenrechtliches Niemandsland darf nicht länger geduldet werden.

  • Walter Hannemann

    Haben wir auch in Österreich wirklich das Jahr 2015? Das hört sich nach MAXIMAL 1715 an. Ich schlage Herrn Pröll vor sich mal mit dem Herrn Schäuble, deutscher Bundesfinanzminister darüber zu unterhalten, wie schnell man als kerngesunder Mensch, von nun auf gleich, auf barrierefreie Zugänge angewiesen sein kann! Ob ihm da auch die Zornesröte ins Gesicht steigt? Man soll niemandem etwas schlechtes wünschen,und man möge es mir verzeihen,aber diesem sauberen Herrn wünsche ich, das ER im Rolli sitzt!

  • Ingrid J.

    „Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte.“ (War das aus der Tante Jolesch?)

    Was ich nun aber so überhaupt nicht verstehen kann ist folgendes: WARUM wurde dieser Typ vor kurzem wieder zum Landeshauptmann gewählt? Seine „Menschlichkeit“ ist doch nichts Neues, er ist nicht erst seit gestern so. Was hat so viele Menschen dazu veranlasst, ihn zu wählen?? Auf jeden Fall spreche ich all jenen das Recht, über ihn zu motzen, ab.

  • Kein Pröll Fan!

    Cool wieviele Menschen sich hier aufregen – zahlt ihr den Wirten (PRIVATE Unternehmen!!!) auch den Umbau? Nein! Ihr zahlt lieber 30.000.000.000 € für die Hypo ein. Nicht immer und überall muss für jeden alles immer möglich sein! Öffentlich rechtliche Einrichtungen – ja klar – Aber ein privater Wirt? Genauso zum Thema Rauchverbot – Nur mehr Eu hörig! Die GröFaz in Brüssel schreien und wir rennen….. Sicher nicht! Reale Steuerlast 85% – Als nächstes schreibt Brüssel vor Männer müssen Kinder gebären und die Bundesregierung schreibt vor das sich die Erde nun von Ost nach West dreht und im Zenit über Wien eine Stunde länger weilt. Da regt mich mehr auf, das Buschauffeure in St. Pölten nicht in die Regierungskantine essen gehen dürfen. ( Die übrigens sehr wohl Behindertengerecht ist). Und weil vielleicht einmal im Jahr ein Behinderter in ein Lokal kommt und um 100 € konsumiert – sprich 15 € Gewinn da soll der Wirt den Umbau mit 3.000 € zahlen? Oder darf der Steuerzahler mal wieder in das Geldbörse greifen? „Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte.“ vor soviel Gutmenschen – Minoritäts – Gleichmacherei! In dem Zusammenhang hat der Kröll AUSNAHMSWEISE recht!

  • R.W.

    Die Gastronomie wird kaputtgemacht, weil sie vor dem Eingang eine kleine Rampe anbringen müssen? Hahaha… eigentlich wärs zum Lachen, würde er es nicht ernst meinen.

    Pröll – Das lebende Synonym für Rückständigkeit, Rücksichtslosigkeit und Borniertheit. Schockierend wie jemand derart empathielos durchs Leben gehen kann.

  • Berta Ladstätter

    das trifft sich gut, vor einigen tagen hatte ich mit ca.10 tennisspielerinnen eine diskussion warum bei uns im vergleich zu vielen anderen ländern,die barrierefreiheit so schlecht ist. ich hätte es nicht besser erklären können, als dieser politiker. leider. ich geniere mich geborene niederösterreichin zu sein, bei so einer aussage.

  • Teresa

    Ja, es ist eine Unverschämtheit, dass die armen Wirte Rampen bauen sollen… Natürlich gehen Behinderte nur einmal im Jahr essen, wenn überhaupt, und sollen sich nicht in gleichem Umfang in der Gesellschaft bewegen können. Das könnte im schlimmsten Fall dazu führen, dass wir ihnen draussen noch öfter begegnen, und wir uns in Richtung Inklusion bewegen…Nein, das darf natürlich auf keinen Fall passieren.
    Dabei möchte ich auch nochmal die Frage aufwerfen, warum es in Gaststätten eigentlich Toiletten gibt? Die armen Wirte müssen Toiletten bauen, obwohl sie nicht jeder benutzt.

  • Hartmut Smikac

    Nach meiner Erfahrung: Der Man hat sich noch nicht wirklich mit Barrierefreiheit beschäftigt ! Derart lange Listen, welche er in mit vollem Recht beklagt, gibt es doch nur, weil es leider noch sehr viele Menschen gibt, die von Barrierefreiheit ebenfalls wenig verstehen. Gastlichkeit ist ein wichtiger Kulturfaktor – da hat der Mann doch völlig Recht – NUR: Was bleibt von diesem Kulturfaktor wenn 10 Prozent der Menschen diesen Faktor überhaupt nicht mehr, und 40 bis 50 Prozent nicht mehr entspannt und komfortabel genießen und beeinflussen können. Eine „Kultur der Wenigen“ ? Soll das die Zukunft der Kultur in Österreich sein?

  • Gabriele Pichlhofer

    Ich lade den feinen Herrn mal auf einen Tag im Rollstuhl ein! Auch nur als Begleitperson. Und dann fahren wir 10 Lokale ab, bis wir in eines hineinkommen. Nach dem Kulturviertel kann der Landeshaupttrottel dann schauen, wo er aufs Klo rollen kann! So jemand müsste sofort seine Ämter niederlegen. Österreich ist sowieso ein Gleichstellungsentwicklungsland, aber kein Wunder, bei solchen Vertretern! Auf den Aufschrei der Offiziellen kann man lange warten. So bleibt nur, die Lokale zu meiden, die glauben, im Rollstuhl sitzen ist was Unanständiges!

  • Bernold

    Dieser arroganze, abgehobene, egoistische und überhebliche Kerl spricht das aus was recht viele seiner schwarzen Politmafia denken. Was ich (jetzt) nicht brauch braucht auch niemand anderer. Die Wirtschaft muss um jeden Preis wachsen. Aber zu kurzsichtig bzw. klar gesagt zu dumm dazu ein wenig weiter zu schauen. Dass ungebramstes Wachstum in der Natur bzw. Medizin tödlicher Krebs ist. Barrierefreiheit („Design for all“) hilft jedem Menschen, macht vieles täglich einfacher. Jeder Mensch ist mindestens einmal im Leben darauf angewiesen durch Krankheit, Unfall oder Alter. Dass diese Personen auch wirtschaftlich interessant sind.
    Aber für solöches Denken reicht es bei solchen Ignoranten nicht.
    So nebenbei verweigert er damit internationale und nationale Gesetze, roft damit zum Gesetzesbruch auf.
    In der Privatwirtschaft würde dies vermutlich zur fristlosen Entlassung führen. ( = Filalleiter weigert sich die Vorgaben der Konzernleitung umzusetzen, macht diese lächerlich).
    Pröll, schleich dich, es ist schon lange Zeit dass deinen Posten räumst.

  • Bianka Brankovic

    Das ist billigster Populismus und eiskaltes Kalkühl, was der werter Herr Pröll da abgezogen hat. Da hilft auch nicht mit dem „Dich kanns auch treffen“ zu argumentieren. Irgendwann kommt mal die Situation, da braucht so ein Herr Pröll die Andern zur Zielerreichung, dann kann man ihn verhungern lassen, mit ähnlich eiskaltem Kalkühl. Jede Wette, dass er die Aufregung der Behindertencommunity bewusst in kauf nimmt. Dieses Statement soll ihm die Gunst der Wirte und der Tourismusbranche sichern, vllt. hat er da bei der entsprechenden Lobby noch was gut zu machen. .. Und vorsicht mit dem Argument, ohne Barrierefreiheit kommen die Behinderten nicht rein. So Prölltypen appellieren nämlich dann an die Solidarität der anderen Gäste, den Rollifahrer reinzutragen :). Das einzige, was imho hilft ist zeigen, wie durchsichtig diese Art der Argumentation ist und darauf hinwirken, dass Politiker mit ähnlichen Einstellungen nicht mehr gewählt werden.

  • T.Koch-Klär

    An Herrn Dr Erwin Pröll,
    zum Glück haben sie sowas nicht in Deutschland als deutscher Politiker gesagt.Unser Herr Schäuble würde sie in der Luft zerreissen.
    Sie wissen gar nicht wie schnell aus einem normalo Bürger ein Rollstuhlfahrer werden kann.Es gibt vielfälltige Möglichkeiten- die sie besser über einem Arzt oder Unfallspezialisten erfahren können. Wenn sie also mal in die Verlegenheit kämen im Rollstuhl sitzen zu müssen dann werden sie der erste sein der nach der ermöglichung an der Teilnahme am öffentlichen Leben;faktisch besuch eines Gasthauses usw.erstreiten würden. In der heutigen Zeit ist es mit einfachen mitteln möglich eine Treppe in einen Barrierearmen evtl sogar Barrierefreien Raum umzuwandeln. In Deutschland gibt es dafür sogar öffentliche Zuschüsse oder Mittel wenn Menschen sich bereit erklären Behindertengercht umzubauen. Natürlich geht das nicht überall. Doch 1 gasthaus in ienem Ort wäre schon ein sehr possitives Signal an die Österreichichen Bürger. Bei uns ist auch nicht alles perfekt aber wir haben Behindertengerechte Gasthäuser und öffentliche Gebäude.
    Mit freundlichen Grüßen Tanja Koch-Klär Mutter eines Behinderten jungen Erwachsenen.

  • yasemin

    @ KeinPröllFan: Auch wenn Sie das Verhältnis zu ihm noch mehr profitieren: Sie haben keine Ahnung.
    Barrierefreiheit kommt nicht nur behinderten Menschen zugute. Es erhöht außerdem auch die Standortattraktivität. Und vor allem ist es geltendes Recht, an das sich auch der niederösterreichische Kaiser halten muss. Ich als Wienerin habe kein Verständnis dafür, dass Niederösterreicher hier Pendeln und ihren Ort als Freizeitpark nutzen, sich in Wien versichern lassen, weil die NGKK nur Stress macht etc. Im Gegenzug wird im eigenen Bundesland offen über Leistungsbezieher hergezogen, gekürzt etc. Sollens bitte in der selbstgemachten Hölle leben.

    Ja, Demokratie ist eben keine Diktatur der Mehrheit, oder sollte das nicht sein. Und kommen Sie hier nicht mit Gutmensch o.ä.

  • Anonymous

    Ich wünsche diesem arroganten, menschenrechtsfeindlichen und mitgefühllosen Kotzbrocken von ganzem Herzen die Pest an den Hals und eine möglichst baldige Bekanntschaft mit den Lebensumständen eines Rollstuhlfahrers am eigenen Leib! Pfui Teufel!

  • Karin

    Hierzu sage ich nur:

    „Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann.“

    Richard v. Weizsäcker

    Alles andere wäre bei diesem Herrn zu viel des Guten und total sinnlos an die Wand geredet.

    Karin, die selbst an Muskeldystrophie erkrankt ist und teilweise den Rollstuhl braucht und weiß, dass in Österreich und auch Deutschland nicht alles barrierefrei sein kann, aber man versucht es irgendwie nur möglich zu machen für uns!

  • Anonymous

    @ kein PröllFan: Vielleicht hätten sie sich besser „Kein Intelligenzfan“ nenne sollen. Ich habe selten soviel Blödsinn auf so engem Raum gelesen, wie in ihrem Posting. Und noch was: Besser Gutmensch, als Schlechtmensch oder Blödmann!

  • Anonymous

    @kein PröllFan: Vielleicht hätten sie sich besser „Kein Intelligenzfan“ nenne sollen. Ich habe selten soviel Blödsinn auf so engem Raum gelesen, wie in ihrem Posting. Und noch was: Besser Gutmensch, als Schlechtmensch oder Blödmann!

  • Anonymous

    Sehr geehrter Herr Landeshauptmann! Der erst kürzlich verstorbene geschätzte deutsche Alt-Bundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker prägte in seiner Weihnachtsansprache (1987!) den Satz „Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann“. Das möchte ich Ihnen zur Ihrer gestrigen Aussage in der Pressestunde zum Thema Barrierefreiheit mit auf den Weg geben. Ich verstehe die Welt nicht mehr, wo bleiben die christlichen Grundwerte, die Sie immer wieder hervorheben?
    Hoffentlich müssen Sie nicht selbst einmal die Erfahrung machen wie diskriminierend es ist vom einfachsten gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen zu sein! Wir laden sehr gerne ein einmal die Welt aus der Sicht eines Menschen mit Behinderung zu erkunden. Rollstuhl, Krücken und Augenbinde stellen wir gerne zur Verfügung!

  • Hinteregger

    Wir müssen uns organisieren und ab Jänner 2016 Wirtshäuser und andere Kulturstätten, die noch nicht barrierefrei sind, systematisch aufsuchen und auf Schadenersatz klagen! Kennt jemand einen Anwalt, der solche Klagen bündeln würde? Es wäre gut, wenn die Behindertenverbände solche Aktionen in ihre Agenda aufnehmen könnten! Vielleicht könnte Bizeps das demnächst mal thematisieren?

  • Toni

    dies spiegelt mal wieder die tolle Einstellung unserer politischen Führungselite. Pröll hat mit Sicherheit einen guten Bezug zu irgendwelchen Wirten. Über solch dumme Aussagen kann man nur traurig den Kopf schütteln,sie aus dem Munde eines mächtigen Landeshauptmannes zu hören sollte schon zu bedenken geben. Vielleicht auch sein familiäres Umfeld in der Nazizeit überprüft werden? Diesbezüglich soll er aber keineswegs Italien erwähnen – in vielen Dingen können wir uns dort was abschauen auch in Sachen Gesetzgebung für Barrierefreiheit.

  • Andy

    lustig dass in ländern wie spanien,italien usw. das mit dem rauchergesetz funktioniert und NUR in österreich nicht!! und jetzt die schuld auf andere zu schieben ist wohl nur lächerlich herr pröll!! aber typisch österreicherisch, weder fisch noch fleisch!!! schuld liegt einzig und allein bei den politikern, oder soll ich sagen interessensvertretern, denen es meiner meinung VIEL zu gut geht und kein interesse an einer gemeinsamen lösung haben… F**K YOU Mr. Pröll

  • Sabine Kleinschuster

    Ich verstehe dass so, dass er nichts gegen Behinderte hat sondern gegen die Verordnungen von oben.
    Mein Mann sitzt selber im Rolli. Und seit ich mit ihm beisammen bin, schaue ich auch genauer hin, wo Stufen sind und wo es möglich wäre Barrierefrei zu bauen. Und es ist ja nicht mit den Stufen abgetan – es müssten dann ja auch dementsprechende Sanitäranlagen vorhanden sein.
    Und es gibt einfach Gebäude, wo es nicht möglich ist.
    Ich kann nicht von einem Wirten verlangen, das Gasthaus (das unter Umständen schon sehr alt ist) barrierefrei umzubauen, wenn es nicht möglich ist. Oder nur mit großem finazielllen Aufwand, den sich der Inhaber nicht leisten kann. Und es gibt in Österreich eine Kultur mit Weinkeller als Heuriger, wo es einfach nicht machbar ist. Teilweise sind die Räumlichkeiten einfach nicht dafür ausgelegt. Denn wie würde sich ein behinderter fühlen, wenn er dann beim Essen sitzt und dauernd jemand bei ihm anstößt, weil einfach der Platz zu eng ist?

    In meinen Augen ist das das gleich wie jetzt mit dem Nichtrauchen.
    Ich als „Kunde“ kann mich entscheiden, ob ich in ein Gasthaus gehe, wo geraucht wird oder nicht. Ich bin für mich selber verantwortlich.

    Diejenigen, die darauf Wert legen, Behinderte zu ihren Gästen zählen zu können, werden ihr möglichstes tun dass das möglich ist. Und wir haben schon mit einigen Wirten gesprochen, die noch nicht auf die Idee gekommen sind, dass eine Stufe ein Problem ist. Manchen war es egal, andere suchen nach Möglichkeiten.

  • oswald föllerer

    ich finde das der landeshauptmann pröll ein Diskriminierung Mensch ist
    wen man das betrachtet oder in der pressesendung zu hört wird es einen schlecht wegen Geld was das alles kosten würde wo anders haben sie das Geld für Griechenland und hyposchulden Schmiergelder wo sind dan Menschen mit Behinderungen so kanns nicht weiter gehen

  • Gast

    Bleibt nur zu hoffe, dass die Behindertenangelegeneheiten niemals zur Gänze zu den Ländern kommen. Das wäre ein Mega-Rückschritt für alle Menschen mit Behinderung.

  • wasdunichtsiehst

    Ich fasse also die aussagen des „ein einziges buch gelesen habenden“ doppelten akademikers zusammen: die bedürfnisse behinderter menschen zerstören die kultur – zumindest einen wesentlichen teil der kultur – in seinem niederösterreich.
    mein niederösterreich ist es ohnehin schon lange nicht mehr, obwohl ich in diesem bundesland wohne. Und das hat ursächlich mit genanntem herrn und der politischen unkultur, die in diesem bundesland herrscht zu tun.
    und sollte der genannte demnächst das amt des österreichischen bundespräsidenten ausüben, was ich schwer befürchte, dann wird es auch nicht mehr mein östtereich sein können!

  • yasemin

    @ Sabine Kleinschuster: Da muss man sich aber schon sehr anstrengen, um das gesagte so wohlwollend zu interpretieren. Selbst wenn das Gesagte nicht so eindeutig wäre, dürfte ich von einer öffentlichen Person erwarten, sich unmissverständlich auszudrücken. Diese armen, missverstandenen Politiker! Das war doch eher Straches Strategie.

    Grundsätzlich soll jeder aussuchen dürfen, mit wem er verkehrt. Sehe ich auch so. Ins Wirtshaus gehe ich nur knapp vorm Verhungern und setze mich weit weg von hörbaren Alkoholkonsumenten.
    Die Entscheidung darf aber nicht davon abhängen, ob das Lokal barrierefrei, der Gast behindert ist oder nicht. Wenn der Zugang barrierefrei ist, gibt es einen Grund weniger, Behinderte auszusperren. Wenn nicht, heißt es erstmal: geht leider nicht. Da sollte man nicht auf das gute im Menschen vertrauen oder man stattet seinen Rollstuhl mit einem Benzinmotor aus, um evtl. lange Fahrten bewältigen zu können.

    Und nicht zuletzt muss man die Signalwirkung dieses Politikers bedenken.

  • Claudia Tondl

    Wo sind wir denn Herr Erwin Pröll?

    Stellen sie sich mal vor, sie benötigen einen Rollstuhl um überhaupt sich irgendwo hinbewegen zu können.
    Dann könnten sie sich vielleicht ein bisschen besser einfühlen in die Menschen, die ein handycap und nicht so sehr Mitleid mit den Wirten, die es auch geschafft haben einen oft sehr kostspieligen Nichtraucherbereich zu schaffen.
    Oft reicht eine einfache Rampe neben der Stiege und ein barrierefreies WC danken auch alle Eltern mit Kleinkindern, die Wickeln oder Stillen müssen.
    Lieber Herr Erwin Pröll, nicht behindert zu sein ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, dass jeder Mensch in jeder Minute verlieren kann.
    Möchten sie, wenn sie nicht mehr gehen können und einen Rolli benötigen nicht trotzdem auch noch am Leben teilhaben wollen???

    lg Claudia Tondl

  • Skaverhagen

    Erwin du bist betrunken, geh Heim.

  • Elisabeth

    Herr Pröll, es ist in der heutigen Zeit nicht angemessen so über Barrierefreiheit zu sprechen. Sie könnten theoretisch selbst schon morgen davon betroffen sein.

  • wallner klaus

    Wieso diskutieren wir nicht gleich die “ Beseitigung“ der Behinderten! Das hätte sehr viele Vorteile für die Gesellschaft von heute, zum Beispiel brauchen sich gesunde nicht dauernd rechtfertigen wenn Sie auf einen Behindertenparkplatz parken. Man spart bei den Geldern wie zum Beispiel den Pflegegeld und man macht die Welt gleich schöner da die ja so anders ausschauen, viele ja sogar entstellt! Ist schon eine frechheit, jetzt wollen die sich auch noch unter die normalen Leute in den Gaststätten mischen, na so was, sollen Daheim verkümmern, wer will das schon sehen! Damals 1938 hatte man schon das Problem erkannt und in den Irrenhäusern eine „saubere“ Lösung gefunden! Wenns damals in Ordnung war kann doch jetzt  auch in Ordnung sein! Also Hr. Pröll, geben Sie mir Bescheid wann und wo ich mich melden muss, wegen dem „Duschen“, da ich auch nur ein Bein habe und nur Kosten verursache ist es wohl das Beste für mich und die Wirte! Sie Pfeifn, überlegen Sie eigendlich was Sie sagen bevor Sie den Mund aufmachen, Sie Vollpfosten! Ich würde Ihnen gerne mit den einen Bein das ich noch habe so lange in den Arschtreten bis es sich auch verabschiedet. Mfg Wallner Klaus

  • Eva Thorpe

    Gebt einmal in die Suchmaschine Pröll+Winzerkönigin ein. Das rundet dann das Gesamtbild des Herrn Pröll ab. Ich weiß wirklich nicht, wie der wieder gewählt worden ist? Er ist in vielerlei Hinsicht untragbar – nicht nur was seine Haltung Behinderten Menschen gegenüber betrifft!!!!!!

  • anonym

    Ja, wo sind wir den?
    In Austria des Jahres 2015!!
    Warum soll den der Herr Pröll anders denken u. reden als auch Behinderteneinrichtungen, in denen Behinderte einfach hinausgeworfen werden, wenn sie sich zuviel zu WORT melden und womöglich Fehler aufzeigen, die vertuscht werden müssen, weil wir ja ALLE so gut sind!!!!!!

  • Gerald S. Kaufmann

    Aufwachen!
    Wir befinden uns in NÖ!

  • Ein Leser

    Typisch Pröll! Was kann man von den schon leicht überkandidelt Landeskaiser schon anderes erwarten?
    Wird höchste Zeit das in NÖ die Schwarzen die Absolute verlieren.
    Absolute… ist ohnehin schlecht, da neigen die Typen dazu zu machen was sie wollen. Und dann verspotten die auch noch diejenigen, die das kritisieren, wissend das sie „unantastbar“ sind.
    Auf solche Politiker kann udn soll man verzichten – verstehe ohnehin nicht das der immer wieder gewählt wird.

  • Gerald S. Kaufmann

    Aufwachen!
    Wir befinden uns in NÖ!

  • franz kölsch

    diese Aussage ist eine Frechheit !!!!!!!!!!!!!

  • Leopold Friedrich

    Liebe Kommentierende,

    Es ist für mich als zufällig hier Vorbeikommendem
    UNGLAUBLICH, welch Gedankengut und welche Sprache
    im Jahr 2015 in einem „Zentrum für Selbstbestimmtes
    L E B E N“ zu finden sind. Mitten in Europa.

    U N G L A U B L I C H

  • Anonymous

    Ich wünsche mir, dass all diese Postings nicht nur bei PIZEPS sondern beim ORF und in den Printmedien erscheinen, nur dann bewirken Sie was. Wir müssen uns endlich wieder wehren. Ich finde das Interview gar nicht so schlecht. Nicht, weil ich mit dem, was er sagt einveranden bin, sonder weil ich glaube, dass er sich damit ein echtes Eigentor geschossen hat.
    1. Jemand der Menschenrechte missachtet kann unmöglich Bundespräsident werden.(Obwohl Hundsdorfer nicht unbedingt die bessere Wahl ist).
    2. Hat Pröll in diesem Interview klar gemacht, was er vom Bund von dessen Gesetzen und damit eigentlich vom österreichischen Staat hält; nämlich nichts. Das sind genau die Leute, die seit Jahrzehnten vernünftige Reformen verhindern und dem Land und seinen Bürgern damit beträchtlich schaden. Sie sind gegen Menschenrechte, gegen gleiche Rechte für alle Menschen und verhindern permanet vernünftige Enscheidungen. Nicht die muslimischen MitbürgerInnen, die im Moment unter Generalverdacht stehen, es sind Politiker wie Erwin Pröll, die eine wahre Gefahr für eine liberale Gesellschaft und für die Demokratie sind.

  • Leopold Friedrich

    Liebe Kommentierende,

    Es ist für mich als zufällig hier Vorbeikommendem
    UNGLAUBLICH, welch Gedankengut und welche Sprache
    im Jahr 2015 in einem „Zentrum für Selbstbestimmtes
    L E B E N“ zu finden sind. Mitten in Europa.

    U N G L A U B L I C H

  • Faxe21

    Der Glatzenschlumpf glaubt das Alle NÖ Wirte Blöd sind, weil sie nicht 9 Seiten, wo die meisten davon nur ein par Zeilen haben, nicht lesen und Umsetzen können.
    Wir sollten eine Liste Anlegen welche Gastronomie Lokale in NÖ nicht Barierrefrei sind und diese dann mit Schlichtungen und Klagen eindecken unter Hinweis auf den Landeskaiser.

  • ein Leser

    Ich verstehe nicht, warum Ihr Euch so aufregt über den Herrn Landeshauptmann, den so guten Mann aus NÖ.,
    er sagt es wenigstens, was er denkt…..
    seien wir doch froh darüber,
    sonst gibt`s doch eh nur „Schönrederei“ von der Politik…..
    die Meisten denken doch auch so, wie der sehr geehrte Herr LH. Pröll!!!!!!!

  • Toni Günkel

    Als Mitglied des CV, Rollstuhlfahrer und Behindertenaktivist muss ich feststellen:
    Diese Ansichten sind eines CVérs und christlichen Politikers unwürdig!

  • Klaudia Karoliny

    zu Hrn. Leopold Friedrich: Sie leben offenbar ohne sichtbare Behinderung oder ohne einer Behinderung, die Sie in der Mobilität einschränkt. Mich wundert es als Frau im Rollstuhl nicht, warum die Gemüter bei diesen Aussagen von LH Pröll derart hochgehen. Setzen Sie sich einmal in einen Rollstuhl und klappern Sie die Lokale in Ihrer Gegend ab. In welches kommen Sie hinein, wo finden Sie Platz und wo können Sie in diesen Lokalen dann auch noch auf ein Klo gehen? Und hier haben wir eigentlich nur am Lack der Barrierefreiheit gekratzt, die grundsätzlich viel weiter gehen müsste. Hr. LH Pröll gehört abgesetzt! Er missachtet nationales und internationales Recht bzw. hetzt Wirte dazu auf, sich gegen Barrierefreiheit zu wehren. Das kann und darf sich ein Politiker schlichtweg nicht leisten dürfen. Und so einer soll dann vielleicht noch Bundespräsident werden? NEIN!

  • Christian

    Überall barrierefreie Eingänge… ja wo sind wir denn?

    Also das ist schon eine demaskierende Aussage, alle Achtung. Dabei hat sich gerade in Landgasthäusern noch immer ein Nebeneingang gefunden über den ich so gut wie in jedes Wirtshaus kam.

    Falls doch nicht fanden sich nach Ersuchen stets kräftige Kellner oder Schankburschen die, Bierfasstrainiert, auch mich samt Rolli die wenigen Stufen problemlos reinbrachten.

    Ein weit dringenderes Problem in fast allen lokalen sind die Tische, deren Unterkanten zu tief liegen, sodaß sie auf den Oberschenkel drücken oder der rustikale Tisch der sich überhaupt nicht unterfahren lässt, sodaß mir bei der Einnahme der Speisen die Arme zu kurz werden weil ich nicht nah genug an den Teller ran komme. Besonders lästig bei Suppe von der dann oft mehr auf der Hose als im Mund landet.
    Und leider immer noch die fehlende B-Tois die entweder nicht vorhanden oder vollgestellt sind.

    Doch all diese Probleme sind ja bei dem sichtlich noch jugendlichen LH Pröll kein Problem, ist er doch in einem Alter wo der Gedanke an einen Rollstuhl in weiter Ferne ist ;D Es sei ihm nicht gewunschen in irgendeinem Lokal auf solche Schwierigkeiten zu stoßen, sollte er dereinst selbst im Rollstuhl sitzend ein Lokal besuchen wollen.

  • BS

    Der Ausrutscher von Landeshauptmann Pröll war eines Politikers nicht würdig- manche Kommentare, aber auch nicht — Menschenverachtung ist nicht der richtige Weg! Mehr Wertschätzung für Menschen mit Beeinträchtigung und mehr Einfühlungsvermögen von Politikern, würde ich mir wünschen.

  • Ingrid J.

    Nachdem ich nun die vielen Postings gelesen und bemerkt habe, wie viel Mitgefühl bei den meisten Menschen vorhanden ist, bin ich wieder etwas beruhigt. Tatsächlich ist mir vor kurzer Zeit im heiligen Land Niederösterreich folgendes widerfahren: Ich schob einen Rolli, in dem ein 8-jähriger Junge saß. Ein altes Ehepaar kam uns entgegen und beflegelte uns mir den Worten: „Unterm H….. hätte es sowas nicht gegeben. Wieso muss man sich sowas in der Öffentlichkeit anschauen? Bleibts g’fälligst daham!“ Ich muss zugeben, dass ich sprachlos war. Aber nur kurz! Nachdem ich geredet hatte, waren die 2 Alten sprachlos und zogen es vor, zu verschwinden. Ich bin mit diesem Kind nicht verwandt und wollte den Eltern ein bisschen Freizeit verschaffen. Die Mutter hatte mich zwar vorgewarnt, dass Behinderte in der Öffentlichkeit gelegentlich angepöbelt würden, ich hatte das aber nicht glauben wollen.
    Meine Frage nun an Betroffene: Passiert Ihnen das auch? Wenn ja, könnte man tatsächlich an eine Art Vorbildwirkung durch die Politik denken.
    Was mir auch immer wieder auffällt ist, dass alte Männer, die einen gewissen Bartträger verherrlichen, gar keine Soldaten waren. Alle Männer meiner Familie, die wehrtauglich waren, kamen nach dem Krieg entweder nicht mehr oder verkrüppelt nach Hause. Die wären nie auf die Idee gekommen, Fans dieses Herrn zu werden.
    Es ist so unfassbar, Menschen mit Handicap die Teilnahme am Leben absprechen zu wollen. Was war es noch, das uns von vielen (nicht allen) Tieren unterscheidet? Ach so, ja, das Mitgefühl. Danke für die Wortspende, Herr Pröll.

  • Franz Dotter

    Ein schönes Beispiel für die Allmachtsphantasien (ich weiß alles, kann alles und mein Urteilsvermögen ist unübertrefflich), denen viele altgediente PolitikerInnen erliegen.
    Abhaken; vielleicht tut’s ihm eh schon leid und er leistet in der Beichte und in der Tagespolitik Abbitte, wie’s einem richtigen Christenmenschen zuzutrauen ist.

  • Andrea Fröschl

    Ungeheuerlich! Wo kommen wir da hin, wenn jedes Gasthaus barrierefrei sein muss! – Wir kommen genau dorthin, wo wir hinwollen: nämlich in einer Gesellschaft, in der niemand wegen seiner Behinderung ausgegrenzt wird!
    Ich empfehle jedem, das Regierungsviertel in St. Pölten zu besuchen. Vom Ufer der Traisen aus gibt es keinen einzigen stufenlosen Zugang. Einfach unglaublich, Ich konnte es nicht fassen! Da wundern mich die Äußerungen des Landeshauptmannes dann ja gar nicht mehr.

  • Sebastian Ruppe

    Eine arrogante und brutale Frechheit diese Aussage! Eine Entschuldigung und Klarstellung, ob sich dieser Landeshauptmann überhaupt noch innerhalb des österreichischen Verfassungs- und Gesetzesrahmens bewegt, wäre angebracht. Die Verpflichtung zur Nicht-Diskriminierung durch Barrieren steht seit 2006 im Bundesbehindertengleichstellungsgesetz mit einer zehnjährigen Übergangsfrist bis 2016. Hätte er also längst schon Förderprogramme auf die Beine stellen können/müssen, damit die niederösterrieichischen Gasthäuser barrierefrei werden. Aber das hat er wahrscheinlich jetzt erst aus seiner 9-seitigen Unterlage erfahren. Die UN-Konvention, und dass sie seit 2008 Bundesgestz ist in Österreich, dürfte ihm auch unbekannt sein.
    Und auch in Spanien und Italien kennt er sich nicht aus. Die Zugänglichkeit der dortigen Hotellerie und Gastronomie ist längst besser als die österreichische, eben weil es vernünftige Gesetze zur Barrierefreiheit gibt, deren Einhaltung auch kontrolliert wird.
    Entschuldigen oder Rücktritt, Herr Landeshauptmann Pröll!
    Zornesrot, Mag. Sebastian Ruppe

  • Siegfried Klemmer

    Mehr Wertschätzung für Menschen mit Beeinträchtigung und mehr Einfühlungsvermögen.Die UN-Konvention, und dass sie seit 2008 Bundesgestz ist in Österreich, dürfte ihm auch unbekannt sein.
    Entschuldigen oder Rücktritt, Herr Landeshauptmann Pröll!

  • Martin Wolkerstorfer

    UNFASSBAR!
    RÜCKTRITT!
    Mangelnde Barrierefreiheit als Folklore
    und schützenswertes Brauchtum auszugeben!
    2003 war das EU-Jahr der Behinderten.
    Wo war Herr Pröll da?

  • Nomen Nescio
  • wolfgang bruckner

    Echt kluge Worte wenn Wirte auch als Menschen gesehen werden das passiert leider von Politikern ganz selten aus sie sind gerade Gäste. Wir Wirte sind sicher alle für Barrierefreiheit nur wie soll das Gehen?. Bitte um Vorschläge aller so empörten politischen Gegner.

  • Christina Schälls

    offener Brief an den Hr.Landeshauptmann
    Sehr geehrter Hr.Landeshauptmann Pröll !
    Ich bin 23 Jahre alt und sitze im Rollstuhl. Ihre unbedachten Äußerungen zur Barrierefreiheit haben mich zutiefst verletzt.
    Niemand verlangt von jedem kleinen Gastwirt einen Treppenlift einzubauen, eine Rampe ,eine entsprechend breite Eingangstüre, oder eine Glocke und freundliche Helfer wären schon ok.
    Ich sehe einfach nicht ein warum ich in Österreich nicht in jedes Lokal gehen können soll,so wie jeder andere Staatsbürger auch.
    Warum werden nicht WIR gefragt was wir brauchen !!!!!!!!!!!
    ich lade Sie persönlich ein Hr.Landeshauptmann Pröll ,sich einen Tag lang in einem Rollstuhl zu fortzubewegen, damit Sie einmal nachfühlen können wie es einem damit geht.
    mit freundlichen Grüßen Tini

  • Freisinger Gerhard

    dem kann man eigentlich nichts hinzufügen…….jeder vernünftig denkender Mensch ist über so eine Meinung bestürzt..a Wahnsinn !!!!!

  • Alfred Mares

    Dieser Sager entschlüpfte dem Landeshauptmann Pröll in der ORF Pressestunde, als es um den barrierefreien Zugang für Behinderte in der Gastronomie ging. Und um die Verordnungswut. Grundsätzlich hat er recht, nicht jeder kann gleich die nötigen Investitionen verkraften.
    Aber, wenn das schon so gewünscht wird, könnte ja das Land NÖ einspringen. Geld wäre ja da und das geht so: Das Land NÖ zum Beispiel hat im Gegensatz etwa zu Oberösterreich die Ausbezahlung des gesetzlich vorgesehenen Mobilitätszuschusses für Behinderte mit in der Praxis geradezu unerfüllbaren Bedingungen kumulativ verknüpft, so dass defacto kaum einer alle Voraussetzungen erfüllen kann.
    (z.B. begünstigter Behinderter und gleichzeitig Rollstuhlfahrer oder Gleichgestellter – was immer das in seiner Schwammigkeit ist – zuzüglich befristeter Pensionsbezug u.v.m!) Das ist Absicht, moralisch verwerflich und erspart dem Land viel Geld. Ja wo sind wir denn, Herr Landeshauptmann? Aber, um zur Pressestunde zurück zu kommen, hier wird viel Geld frei für die Unterstützung der kleinen Wirtshäuser am Lande.

  • Manfred Wegscheider

    Recht hat er…

  • Herbert Dietmaier

    Ich empfinde die aussage des Herrn LH Dr Pröll als größte Schande, er gehört nicht dort hin wo er derzeit ist, er ist fehl am Platz!

  • Marion

    Ich glaube manchmal, dass es besser wäre, bestimmten Aussagen von Politikern nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Durch eine solche Welle der Empörung, bekommt dem Landeshauptmanns Aussage viel mehr Gewicht und Bedeutung als sie in Wirklichkeit haben sollte.

    Das ist wie mit einem Film oder einem Buch, das neu herauskommt. Je skandalöser, je mehr Wind darum gemacht wird desto erfolgreicher…

  • waltraud

    Lieber Herr Pröll, Ihr Betrag ist für uns Behinderte ein klares Zeichen, Politiker wie Sie haben ein Ablaufdatum, Ihr Aussagen passen nicht mehr in diese Zeit. Übrigends in Italien ist Barrierefreiheit seit langem eine Selbstverständlichkeit! Man muss halt genauer hinsehen und sich nicht von seiner Zornesröte ablenken lassen.

  • SuM

    Ich sage Ihnen, wieviel Ignoranz in solchen Diskussionen zu Tage tritt, das spottet jeder Beschreibung. Barrierefreier Zugang muss in Zukunft in jedem Gasthaus, in jedem Landwirtshaus investiert werden. Ja meine Damen und Herren, liebe Frau Chefredakteurin: Wo sind wir denn? […]