4. Woche 2026 – Behindertenparkplatz in Halbkreisform
Dieser Behindertenparkplatz beim Hotel Stoiser in Bad Loipersdorf in der Steiermark ist wahrlich kurios. Einerseits steht dort eine „Parken verboten“- …
Darf man sich über Menschen mit Behinderungen lustig machen?
Diese Frage warf der „Willkommen Österreich“-Beitrag des Comedy-Duos Stermann und Grissemann, der am 24. 1. 2017 über die Bildschirme flimmerte, auf.
Aufs Korn genommen wird eine Service Aktion von Facebook, in der Videos und Bilder für blinde und sehbehinderte Menschen erklärt werden.
Mag. Klaus Höckner, Vorstand der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, fand die Darstellung des Audiokommentators allerdings alles andere als lustig. „… hier hat die für ihren Brachialhumor und die oft grenzüberschreitende Satire bekannte und beliebte Sendung die Grenzen überschritten“, beschwert sich Höckner in einer Presseaussendung.
„Warum sehbeeinträchtigte Menschen in den sozialen Medien nicht die volle Teilhabe erfahren sollten, wie die Sendung impliziert, ist mir nicht einsichtig. Blinde und sehbehinderte Menschen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen als ’schasaugert‘ zu bezeichnen und ‚Loser‘ statt ‚User‘ sowie den Audiokommentator als versoffenen, unappetitlichen Nerd darzustellen, ist weder witzig noch in irgendeiner Weise hilfreich!“, so Höckner weiter.
Auch Dr. Elmar Fürst, Vorstandsvorsitzender und selbst Betroffener, fühlt sich beleidigt. „In Zeiten, wo sich alle um Inklusion bemühen, ist so eine Geschmacklosigkeit bei allem Verständnis für Satire und Humor abzulehnen.“
Wer Satire-Sendungen kennt, weiß, dass in solchen Formaten sich über jedes Thema lustig gemacht wird. Sie übertreibt und überzeichnet, das ist eines der Merkmale von Satire.
Wenn alles und jeder durch den Kakao gezogen wird, warum dann nicht auch Menschen mit Behinderungen? Menschen mit Behinderungen für Comedy und Satire zu tabuisieren, würde ihnen das nicht eine Sonderstellung geben?
Wenn sie wie alle anderen aufs Korn genommen werden können, dann kann das auch zeigen, dass sie einfach nur ein ganz normaler Teil der Gesellschaft sind. Manchmal hilft ein nicht so ganz ernster Umgang mit einem Thema, einen besseren Zugang dazu zu bekommen. Wenn für jemanden etwas fremd ist, kann es durch einen humorigen Zugang normal und vertraut werden.
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