EU beschließt Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

LICHT FÜR DIE WELT fordert Abbau der Barrieren in der Entwicklungszusammenarbeit

Inklusionsklasse mit hörbehinderten Kindern in Addis Abbeba
Licht für die Welt

Nach mehrmonatigen Verhandlungen hat der EU-Rat die Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen beschlossen. LICHT FÜR DIE WELT begrüßt diesen wichtigen Schritt zur Verankerung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in allen Politikbereichen der Europäischen Union.

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist die erste Menschenrechtskonvention, die sowohl von den Mitgliedsstaaten wie auch von der EU insgesamt ratifiziert wird. Erstmals ist in der Konvention auch ein spezifischer Artikel zu Entwicklungszusammenarbeit enthalten.

„Das ist ein historischer Moment für Menschen mit Behinderungen weltweit“, betont Rupert Roniger, Geschäftsführer von LICHT FÜR DIE WELT. „Die Europäische Union verpflichtet sich mit diesem Schritt, in Entwicklungsprojekten durchgängig Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen.“

Von den 650 Millionen Menschen mit Behinderungen weltweit leben 80 % in Entwicklungsländern. Einer von fünf in absoluter Armut lebenden Menschen ist behindert. Ein Drittel aller Kinder, die keinen Zugang zu Grundschulbildung haben, sind Kinder mit Behinderungen.

LICHT FÜR DIE WELT erwartet nach dieser Entscheidung eine unverzügliche Umsetzung in der Europäischen Entwicklungszusammenarbeit, sowie die umgehende Einrichtung eines unabhängigen Monitoring-Mechanismus entsprechend der Bestimmungen in der Konvention. Dem österreichischen Beispiel folgend, soll dieser auch Experten aus dem Bereich Entwicklungszusammenarbeit einbeziehen. Die Europäische Union ist der weltweit größte Geber von Entwicklungshilfe; etwa ein Fünftel davon wird von der Europäischen Kommission abgewickelt.

Rupert Roniger: „Die Europäische Kommission ist aufgefordert, in der konsequenten Umsetzung der UN-Konvention im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit eine Führungsrolle in Europa einzunehmen. Barrierefreiheit, etwa beim Bau von Schulen, muss Voraussetzung für den Einsatz europäischer Entwicklungshilfegelder sein.“

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