EU-Parlament

EU Parlament steht hinter der Behindertenbewegung

ÖAR EU-Sekretariat sieht erhebliche Verbesserungen für Österreicherinnen und Österreicher mit Behinderung

Das Plenum des Europäischen Parlaments hat gestern seine volle Unterstützung für die Forderungen der Europäischen Behindertenbewegung bezüglich der ab Beginn nächsten Jahres geltenden Strukturfonds-Bestimmungen beschlossen.

Diese Forderungen sind: Nichtdiskriminierung und Barrierefreiheit als Grundvoraussetzungen für die Vergabe von europäischen Strukturfonds-Mitteln aller Art. Die Verwirklichung dieses Grundsatzes beim Europäischen Regionalfonds und beim Europäischen Sozialfonds (ESF) bedeutet in der Praxis z.B.: barrierefreie Websites, barrierefreie Büros, Informationszugang für Alle bei der Ausfertigung von Schriftstücken und Dokumenten aller Art.

Wird künftig ein Projekt über ESF eingereicht, dann ist Barrierefreiheit Grundvoraussetzung.

Obwohl für die Realisierung die Zustimmung der Mitgliedsstaaten zu dieser Forderung noch ausständig ist, ist die Position des Europäischen Parlaments hier besonders stark, da ohne seine Zustimmung diese Strukturfondsbestimmungen ab 1.1.2006 nicht in Kraft treten können.

Diese Bestimmungen tragen zu einer erheblichen Verbesserung der Lebensqualität von 50 Millionen Europäerinnen und Europäern mit Behinderung bei.

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0 Kommentare

  • Zeit wird es! Krebsen doch im Bereich Behinderung immer noch Organisationen und Firmen herum, für die umfassende Barrierefreiheit ein Fremdwort ist.

  • Endlich! Als ABAk im Jänner 1999 begonnen hat, haben auch viele ander Projekt mit mir angefangen von denen die wenigsten barrierefrei waren. Und das nicht nur im baulichen Bereich. Ich hatte damals die Ehre ein Linzer Projekt der Caritas zu besuchen. Das vom BSB-OÖ geförderte Projekt hatte ein schickes Büro mit toller Moderner Kunst an der Wand (mir ist wichtig anzumerken, dass ich ein Fan von Moderner Kunst bin) und 15 Stufen vor der Tür. Als ich meine Kollegin darauf ansprach meinte sie: „Wir haben ja nur Kontakt mit den Firmen. Zu uns kommen die Leute (Gott sei Dank) eh nicht“. Inzwischen ist viel Zeit vergangen und die Caritas hat auch dazugelernt wie wir wissen. Vielleicht hat das Linzer Projekt inzwischen schon ein barrierefreies Büro und die Linzer Kollegin hat, die eine oder ander Personen, mit Behinderung, für die sie Arbeitsstellen suchen soll sogar schon persönlich gesehen? Wer weiß?
    Jedenfalls ist mit diesem Gesetz die Hoffnung gestiegen, dass Projekte denen Selbstbestimmung und Barrierefreiheit im umfassenden Sinn als Grundprinzip gilt, nicht um ihren Weiterbestand fürchten müssen.