Europaweiter Protesttag gegen die Diskriminierung behinderter Menschen am 5. Mai 1995

In 17 Staaten und mehr als 100 Städten zeigten behinderte Menschen aus der europäischen Selbstbestimmt-Leben-Bewegung mit Informations- und Protestveranstaltungen auf, wo, wie und durch wem sie diskriminiert werden.

Auch heuer fanden in Österreich wieder Aktionen anläßlich des Europaweiten Protesttages gegen die Diskriminierung behinderter Menschen am 5. Mai statt. So hatten in Graz AktivistInnen der Selbstbestimmt Leben Bewegung die Möglichkeit, eine Stunde im Lokalradio über Diskriminierungen zu informieren.

Dieser Tag hat für uns vom BIZEPS schon Tradition. Mit dem Slogan „Pflegegeldgesetz jetzt!“ besetzen wir das Büro des Sozialministers Hesoun um den Fortgang der Verhandlungen zu beschleunigen. Ein Jahr später blockierten wir die Wiener Straßenbahn. Unsere Transparente mit der Aufschrift „Mobilität jetzt!“ und unsere Flugblätter zeigten in der Öffentlichkeit auf, daß die Niederflurstraßenbahn nicht behindertengerecht gebaut werden sollte.

Voriges Jahr zogen wir in einem großen Marsch mit knapp 100 Personen unter dem Titel „Kulturstadt Wien für Alle“ durch die Innenstadt und konnten aufzeigen, wie wir aus dem Kulturgeschehen z. B. durch das Veranstaltungsstättengesetz ausgeschlossen wurden. Heuer war eine Pickerlaktion „Wir müssen draußen bleiben“ bei ausgesuchten Gebäuden an der Reihe. Vom Rathaus über Parteizentralen bis zum Kunstforum der Bank Austria wurden unzugängliche Gebäude gekennzeichnet. Wir werden berichten, ob sich bei diesen Gebäuden etwas verbessert hat.

Erfreulich ist, daß diese Aktionen meist gutes Medienecho und auch Fortschritte gebracht haben. Das Veranstaltungsstättengesetz wurde geändert, die Wiener Niederflurstraßenbahn wurde umgeplant, das Pflegegeldgesetz wurde beschlossen und auch die heuer gekennzeichneten Gebäude werden hoffentlich zugänglich gemacht werden.

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