Freiwillige Mitarbeiter:innen für den Eurovision Song Contest 2026 gesucht!
Vom 12. bis 16. Mai 2026 findet der Eurovision Song Contest in Wien statt. Wer schon immer mal hinter den …
Nun ist es offiziell: So plant der ORF die Barrierefreiheit beim Eurovision Song Contest 2026 - alle Details im Überblick.
„Der 70. Eurovision Song Contest in Wien wird ein Event für alle!“, gab der ORF am 29. Jänner 2026 in einer Aussendung bekannt. Bei einem Medienupdate präsentierte der ORF neue Details zum Eurovision Song Contest 2026 in Wien.
Victoria Swarovski und Michael Ostrowski moderieren, die Volunteer-Auswahl läuft weiter, das ORF Radio-Symphonieorchester gestaltet das musikalische Opening, zudem sind umfangreiche barrierefreie Angebote geplant.
Dementsprechend wichtig sind dem ORF Inklusion und Barrierefreiheit in allen Bereichen der Veranstaltungen rund um den ESC.
Für das Mega-Event im Mai wird der ORF daher ein breites Angebot bereitstellen: von den begleitenden Song-Performances in International Sign, Vibrationswesten und einer Accessify-App bis hin zu allen barrierefreien Services (Untertitelung, Audiodeskription und Gebärdensprachdolmetschung). Der ORF will damit ein starkes Zeichen für Menschen mit Behinderungen setzen – im Programm, in der Wiener Stadthalle und bei Public Viewings.
Nach Casting im ORF: Das sind die Sign-Performer:innen für den 70. Eurovision Song Contest
Am Freitag, dem 16. Jänner 2026, fand am ORF-Mediencampus ein Casting für Sign-Performer:innen aus der internationalen Gehörlosen-Community statt. 13 Teilnehmer:innen bewiesen dabei ihre künstlerische Kompetenz. Ihre Aufgabe wird sein, die Songs der teilnehmenden ESC-Acts in International Sign zu performen. Zehn Sign-Performer:innen wurden schließlich nach dem mehrstündigen Casting am ORF-Mediencampus ausgewählt, sie arbeiten in den nächsten Monaten an den teilnehmenden ESC-Acts.
Die Jury des ORF-Castings bestand aus fünf Mitgliedern, darunter drei gehörlose Expertinnen aus der Gehörlosen-Community und zwei hörende Expertinnen des ORF.
Kick-off für die Tätigkeit der Sign-Performer:innen ist der 31. Jänner. Ab dann werden sie monatlich an Trainings und Workshops teilnehmen. Sie werden dabei von Delil Yilmaz und Lena Schramek beraten und begleitet. Ende April findet die Produktionswoche unter der Leitung von Judith Weissenböck statt, in der alle Sign-Performances voraufgezeichnet werden. Die Performances werden bei den Halbfinal-Shows als auch beim Finale auf ORF 2 Europe sowie auf ORF ON ausgestrahlt. Die Sign-Performances werden allen Sendern der Teilnehmerländer zur Ausstrahlung auf ihren barrierefreien Plattformen zur Verfügung gestellt.
Bereits seit 2015 ist die Sign-Performance ein Teil des barrierefreien Angebots beim Eurovision Song Contest. Als erster öffentlich-rechtlicher Sender, der bei einem Song Contest die dargebotenen Titel mit Sign-Performance produziert hat, war der ORF maßgeblich bei der Etablierung dieses Services beteiligt.
Weitere barrierefreie AngeboteAlle im TV ausgestrahlten Sendungen des Eurovision Song Contest im Mai werden mit Untertiteln versehen und auf der ORF-Teletext-Seite 777 aufrufbar sein. Darüber hinaus wird eine Audiodeskription der Sendungen über den Zweikanal-Ton und auf ORF ON angeboten sowie die TV-Erlebnisse in Österreichische Gebärdensprache übersetzt und auf ORF 2 Europe und ORF ON nachverfolgbar sein.
Auch bei den Events wird auf Barrierefreiheit geachtet und es werden umfassende Serviceangebote an den Event-Locations bereitgestellt. Für gehörlose und blinde Menschen wird die KI-basierte Plug&Play-Plattform „Accessify“ angeboten, die individuell über das Smartphone nutzbar sein wird.
Services, die dadurch nutzbar gemacht werden, sind u. a. Audiodeskription über TV-Signal, Sign-Language über TV-Signal, Speech-to-Text und Soundverstärkung über Bluetooth-Hörgeräte. Um hörbehinderten Menschen Musik über das Fühlen zugänglich zu machen, werden im Rahmen der Shows Vibrationswesten zur Verfügung gestellt.
Die vibrierenden Elemente der Spezialwesten machen Töne auf der Haut direkt erlebbar. Weitere Services vor Ort für Menschen mit Behinderungen werden durch eine Kooperation mit FullAccess möglich gemacht: So wird es u. a. Service-Points vor Ort zum barrierefreien Angebot, Mitarbeiter:innen-Schulungen zum Umgang mit Menschen mit Behinderungen und Hinweisangebote im Web geben.
Zudem wurden Menschen mit Behinderungen dazu aufgerufen, sich für das Volunteers-Programm zu bewerben.
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