​Eurovision Song Contest: Die Finnen sind da​

So langsam steigt die Vorfreude in Wien auf den Eurovision Song Contest​ (ESC)​.

Pressekonferenz Finnland beim ESC 2015 in Wien
EUROVISION/EBU/Elena Volotova

Am 11. Mai 2015 gaben die ersten ESC-Teilnehmer die ersten Pressekonferenzen, darunter auch die Punkband Pertti Kurikan Nimipäivät (PKN). Die Band aus Finnland stellte sich den Fragen der Presse. ​Alle Bandmitglieder haben​ das Down-Syndrom​ oder sind Autisten. (Bild groß)

2013 erschien der Dokumentarfilm Punk Syndrome, der die Band porträtiert und Einblick in das tägliche Leben der vier Musiker gibt. Sie sind bei den Proben zu sehen, zu Hause und auch bei ihren Konzerten. Dabei wird deutlich: Musik ist mehr als ein Hobby für die vier, sie nehmen ihre Auftritte sehr ernst. (siehe auch)

Daran ließen sie auch bei der Pressekonferenz keinen Zweifel. Denn alle vier Musiker waren sich einig, sie wollen den ESC gewinnen. Dass ihre Chancen dafür gar nicht so schlecht stehen, zeigen die Wetteinsätze bei britischen Buchmachern. Viele Spieler wetten dabei auf die Finnen als Sieger oder dass sie zumindest unter die ersten fünf Platzierten kommen.

Dabei ist ihr Lied Aina mun pitää (Ich muss immer), mit dem sie in Wien antreten, nur 85 Sekunden lang. Er handelt von dem täglichen Ärger, gesund essen oder Hausarbeiten wie den Abwasch und Putzen erledigen zu müssen.

Beeindruckt waren die Finnen von der Größe der Bühne​ in Wien​. Da müssten sie sich erst noch dran gewöhnen, sagte Sami Helle, der in der Band den Bass spielt.

In Finnland war die Band auch schon vor dem Vorentscheid bekannt. PKN spielte Konzerte im ganzen Land, auch in anderen Ländern gingen sie auf Tour, darunter auch in Deutschland.

Kennengelernt haben sich die vier Bandmitglieder Kari, Pertti, Sami und Toni bei einem Workshop der Organisation Lythy, die verschiedene Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten bietet. Das erste Lied der Band schrieb Gitarrist Pertti Kurikka an seinem Namenstag. Deshalb heißt die Band auch „Pertti Kurikan Nimipäivät“, Pertti Kurikkas Namenstag, kurz PKN.

Dass sie ausgerechnet mit einem Punk-Song beim ESC antreten, findet die Band nicht weiter ungewöhnlich. „Punkrock ist auch nicht viel anders als Pop“, sagte Sami Helle. „Punkrock bedeutet Spaß und jeder kann eine gute Zeit haben mit der Musik.“

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0 Kommentare

  • sehr genau beschrieben yasemin danke, ich weiß leider nicht was bizeps dabe bekommt wenn er für den ec so die werbetrommel rührt jedoch sind zur zeit in der umgebung bis zum burgring einige beh. parkplätze aufgelassen damit die verlegung der busstation bei der bellaria vom citybus durchgeführt wurde aber bei der brücke über die verbindungsbahn wurde gestern in wien heute berichtet aber beim ec ndarf man nichts dagegen sage denn das bringt ja so viel geld und renümes österreich ein oder doch nicht???

  • @ Blindwurm: Denke ich nicht. Song Contest ist ja keine Behindertenveranstaltung. Ist leider so, dass gerade Behindertenveranstaltungen die reinsten Behindertenabzockveranstaltungen sind.

    Auch übrigens schön zu sehen bei der Einstellung von Behinderten. Wenn sich dezidiert Behinderte bewerben sollen, wird mit Unfähigkeit gerechnet und auch solche menschen eingestellt, weil der Arbeitsplatz so konzipiert ist. Fehlt nur noch der Psychotherapeut an der Seite, der sich jeden Tag nach meinem Befinden erkundigt.

  • Klingt ja mal gut!

    Hoffentlich ist das nicht so eine Mogelpackung, wie das seiner zeitige „No probem orchestra“ in Kärnten. Da hat man nur jene genommen die „Pflegeleicht“ waren, aber sich kräftig in der Öffentlichkeit profiliert. Der damalige Orchesterboss Schörgenhofer sitzt nun hinter schwedischen Gardinen.