Fachkonferenz barrierefreier Luftverkehr – Chancen und Nutzen

Das Thema Barrierefreiheit gehört nach Ansicht der Beauftragten der deutschen Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer, auf jede Luftfahrtausstellung.

Schild mit: Lufthansa (ist nicht) Barrierefreiheit
kobinet/rba

In einer Pressemitteilung äußerte sie die Hoffnung, dass mit der Fachkonferenz „Barrierefreier Luftverkehr – Chancen und Nutzen“ ein Grundstein für diese Selbstverständlichkeit gelegt wurde. (Siehe auch Seite www.rechtaufklo.de)

Die Beauftragte hatte mehr als 100 Vertreter von Flughäfen, Fluggesellschaften und Herstellern sowie von Verbänden behinderter Menschen eingeladen, die Anforderungen an Barrierefreiheit im Luftverkehr zu diskutieren. „Barrierefreie Mobilität ist keine besondere Fürsorgeleistung, sondern ein Menschenrecht. Es wird höchste Zeit, dass auch im Luftverkehr diesem Thema mehr Bedeutung beigemessen wird. Es kann nicht sein, dass wir weitere 30 Jahre darüber diskutieren müssen, ob Rollstuhlfahrer auf einem 12-stündigen Flug selbstständig auf die Toilette gehen dürfen“, so Evers-Meyer.

In Deutschland leben rund 8 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Dem Tourismusbericht der Bundesregierung zu Folge, würden viele Menschen mit Behinderungen häufiger verreisen, wenn es denn ausreichend barrierefreie Angebote gäbe. „Das ökonomische Potenzial, das sich hier verbirgt, sollten die Unternehmen nicht ungenutzt lassen“, betonte Evers-Meyer.

Vor dem Hintergrund der neuen EU-Verordnung über die Rechte mobilitätseingeschränkter Personen, die im Sommer in Kraft treten wird, forderte die Beauftragte noch einmal alle Beteiligten auf, jetzt zügig in konkrete Verhandlungen über Zielvereinbarungen über Barrierefreie Produkt- und Dienstleistungsgestaltung nach dem Behindertengleichstellungsgesetz einzutreten. „Wichtig ist, dass die Akteure sich endlich kennen und vertrauen lernen. Das Thema ist zu wichtig, als dass man auf alten Positionen verharren könnte.“

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