Fahrtendienste: eine Alternative?

In Graz kann man nur 6 Fahrten pro Monat machen. Jede weitere muß man selbst bezahlen (S 150,-- für Rollstuhlfahrer). Die Fahrt sollte 2-3 Tage (!!!) vorher bestellt werden.

In Wien gibt es seit Jahren den Fahrtendienst HANDIKAP. Dieser Freizeitfahrtendienst stellt jeden berechtigten Benützer (= Personen, die keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen können) 60 Fahrten pro Monat zur Verfügung. Die Stadt Wien will damit kompensieren, daß es behinderten Menschen kaum – oder gar nicht – möglich ist, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.

Man darf mit dem Fahrtendienst leider nur private Fahrten machen (kein Arzt, kein Spital, keine Therapie) und sollte einen Tag vorher wissen, wann man fahren will.

Obwohl viele Städte und fast alle ländliche Gebiete mit diesen Fahrtendiensten sehr zufrieden wären, muß man sagen, daß ein Behindertenfahrtendienst nie das Recht auf Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel kompensieren kann und daher nur als Zusatzangebot betrieben werden sollte. (Über extreme Varianten – wie Beförderung mit Rettungsautos – möchte ich hier nicht berichten, die kennt ja eh ein jeder.)

Die Forderung lautet daher auch für die Zukunft: öffentliche Verkehrsmittel müssen behindertengerecht sein.

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