Fall Gross: Hoffen auf eine günstige Zukunft

Der Standard: NS-Euthanasieprozess wurde binnen 40 Minuten auf unbestimmte Zeit vertagt

Heinrich Gross
APA

Wie „Der Standard“ berichtet wurde der NS-Ärzteprozess gegen Heinrich Gross, der an Kindesmorden beteiligt gewesen sein soll, am Dienstag in Wien nach 40 Minuten „auf unbestimmte Zeit“ vertagt. Wegen seiner schlechten geistigen Verfassung, berichtet Andreas Feiertag.

„Die Schädelaufnahmen zeigen deutliche narbenartige Veränderungen, die zu einer Hirnleistungsstörung führen.“ Die Diagnose von Gerichtsgutachter Reinhard Haller ist eindeutig: „schwere Demenz“. „Dem laufenden Verfahren könne Gross demnach nur fünf bis zehn Minuten folgen. Gross lauscht teilnahmslos. Haller attestiert ihm zunehmende Verschlechterung seines Geisteszustandes, den Verlust seines – bezüglich der Verbrechen Am Spiegelgrund geringen – Erinnerungsvermögens und drohende Pflegebedürftigkeit. Und zwar sehr bald. Über geistig angeblich behinderte Kinder, die ermordet wurden, gibt es auch Krankengeschichten. Die sind da kein Thema.“, berichtet „Der Standard“ weiter.

Der Anwalt stellte den Antrag auf Verhandlungsunfähigkeit, der Prozess wurde auf unbestimmte Zeit vertagt.

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