„Fehlbelegungen“ in Geriatrieeinrichtungen zeugen von jahrzehntelangen Versäumnissen

ÖVP Korosec: Menschen mit Behinderung muss freie Wahl der Wohnform gewährt werden - auch bei Pflegebedürftigkeit!

Ingrid Korosec
ÖVP

„Es ist für eine Weltstadt wie Wien beschämend, dass die Volksanwaltschaft bei ihrer Prüftätigkeit in den Geriatrieeinrichtungen der Stadt Wien zahlreiche Menschen vorfindet, die aus Mangel an adäquaten Betreuungsmöglichkeiten dorthin de facto abgeschoben werden. Hier werden die Bestimmungen der UN-Behindertenrechtskonvention gänzlich ignoriert, das ist eigentlich unfassbar“, erklärt die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec in Replik zur Aussendung der IVS Wien.

Den Plan der Stadt Wien, ab 2014 für behinderte Menschen probeweise eine Art „Spezialstation“ in zwei Pflegewohnhäusern einzurichten sieht Korosec als „deutlichen Rückschritt im Bestreben, behinderte Menschen durch Inklusion am allgemeinen Leben teilhaben zu lassen“.

Das Festhalten an der Sondereinrichtung des KAV in Ybbs an der Donau ist für die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien ein weiterer Beweis dafür, dass die rot-grüne Stadtregierung trotz des viel gepriesenen „Spitalskonzepts 2030“ für behinderte Menschen keine wesentlichen Verbesserungen unternimmt.

So wurden in das Sozialtherapeutische Zentrum Ybbs in den letzten sechs Jahren laut Anfragebeantwortung der zuständigen Sozialstadträtin nicht weniger als 16 Millionen Euro investiert! Die vorhandenen 135 Betten sind stets voll ausgelastet, die durchschnittliche Verweildauer liegt nach Angaben des KAV bei 13 Jahren!

„Es muss dringend ein Paradigmenwechsel vollzogen werden was die Betreuungsform von behinderten Menschen betrifft. Stattdessen hält die Stadt Wien überholte Konzepte wie im Therapiezentrum Ybbs weiter am Leben. So werden die „Fehlbelegungen“ in den Geriatrieeinrichtungen nie beendet werden – im Gegenteil, man fördert sie sogar, das ist absurd“, so Korosec abschließend.

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