Fernsehen für Gehörlose

Die ORF-"Wochenschau" wird nun in Gebärdensprache übersetzt. Doch für BehindertenvertreterInnen kann das nur ein erster Schritt sein.

Gebärdensprachdolmetsch im ORF
Ladstätter, Markus

Die ORF-„Wochenschau“ in Gebärdenspräche zu übersetzen kann natürlich nur ein Anfang sein.

Als logischen nächsten Schritt müssen aktuelle Nachrichtensendungen – wie z. B. die Zeit im Bild – übersetzt werden.

Presse, 29.5.96:

Der ORF hat die Behinderten als ein Anliegen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für sich entdeckt. Nach mehreren Treffen mit BehindertenvertreterInnen wird ab sofort die sonntägige „Wochenschau“ mit Barbara Coudenhove-Kalergi auch in Gebärdensprache übersetzt – allerdings nur die Moderation, die Filmbeiträge werde wie bisher per Teletext untertitelt.

„In anderen Ländern gibt´s das schon seit Jahren – für uns ist das hier ein erster Erfolg“, freut sich Franz-Josef Huainigg von der „Arbeitsgruppe Behinderte und Medien“:

„Das ist ein wichtiges Zeichen, das auch jeder nichtbehinderte Zuschauer sieht.“

Bisher bot der ORF Gehörlosen und Schwerhörigen vor allem Untertitel an, die auf einer eigenen Teletext-Seite abgerufen werden müssen (Seite 777).

Etwa 130 Programmstunden monatlich wurden vom ORF untertitelt. Eine Simultanübersetzung der Moderation in Gebärdensprache wie nun bei der „Wochenschau“ gibt es bisher nur einmal monatlich für die „Mini-ZIB“ (jeden ersten Donnerstag im Monat).

Für Huainigg kann das jedoch nur ein Anfang sein. Ihm geht es nicht nur um Hilfestellung für Behinderte, sondern vor allem auch um die Darstellung der Betroffenen im Fernsehen.

Erster Ansatzpunkt ist hier das von Behindertenvertretern oft kritisierte „Licht ins Dunkel“.

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