Festung Sozialministerium

Antrittspressekonferenz von Sozialministerin Dr. Elisabeth Sickl im Ministerium, - ein Mitarbeiter der ÖAR versucht teilzunehmen.

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Der erste Versuch scheitert, da neuerdings das seit Jahrzehnten für jeden Bürger offenstehende Eingangstor ins Sozialministerium festungsgleich verschlossen ist. Der übliche Zugang, der behinderten Menschen das Haus erschließt, ist nicht mehr.

Ein zweiter Versuch durch die zentrale Einfahrt ins Haus scheitert ebenfalls. Zwar ist der Weg zu einem vorhandenen Schrägaufzug (der mit Euroschlüssel bedienbar ist) frei, allerdings ist dieser Schrägaufzug durch ein zusätzliches Vorhängeschloß unbenutzbar gemacht, der Weg zum Lift und somit zur Pressekonferenz ebenfalls nicht passierbar.

Der Mitarbeiter von „monat“, die monatliche Zeitschrift der ÖAR, muß unverrichteter Dinge wieder abziehen, über die Inhalte der Pressekonferenz und die Absichten und Maßnahmen im Zusammenhang mit behinderten Menschen kann daher nichts berichtet werden.

„Für die ÖAR bleiben Fragen offen“, so der Pressesprecher der ÖAR Andreas Oechsner, „was ist mit dem ehemals bürgerfreundlichen Sozialministerium geschehen? Ist es tatsächlich so, daß künftig behinderten Menschen der Zugang zum Haus verwehrt wird? Wird es so sein, daß die früher unkomplizierte und ohne fremde Hilfe mögliche Kontaktnahme mit den Beamten – mit denen seit Jahren fruchtbare und freundschaftliche Kooperation zum Wohle behinderter Menschen möglich war – unterbunden wird, indem man die Betroffenen ihrer stufenlosen Wege und Lifte beraubt?“

Unser Mitarbeiter abschließend: „Ich war berufsbedingt in den letzten Jahren sowohl im Landesgericht als auch in der Sonderstrafanstalt Göllersdorf tätig und bin mit Hochsicherheitsmaßnahmen vertraut, in beiden Institutionen fand ich nach wenigen Minuten Einlaß, die Servicestellen des Sozialministeriums sind mir jetzt unzugänglich!“

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