Förderung für barrierefreies Wohnen angekündigt

Wenige Monate vor der Nationalratswahl dürfte nun an einer Förderung für barrierefreies Bauen ("Senioren-Scheck") gebastelt werden. Möglicherweise soll es ab 2014 bis zu 3.000 Euro Förderung geben.

Umbau Haus
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Aus dem Wirtschaftsministerium hieß es dazu, dass der bereits bestehende „Sanierungsscheck“ um einen Bonus für barrierefreies Wohnen (genannt „Senioren-Scheck“) erweitert wird, berichtet der ORF.

Erst kürzlich wurde in einer ÖVP-Ankündigung zum Wahlkampfthema Wohnen bekannt, dass hier ein Vorstoß geplant ist: „Eine alternde Gesellschaft erfordert auch wohnungspolitisch Antworten: Durch die Erweiterung des Sanierungsschecks um einen Bonus für barrierefreies Wohnen ab 2014 wollen wir die Möglichkeit schaffen, selbstbestimmt länger in den eigenen vier Wänden zu wohnen.“

Erste Details

Laut ORF-Bericht dürfte es um eine Förderung von rund 3.000 Euro gehen, die „vermutlich ab 2014 vom Bund“ erfolgen soll. Die genaue Ausgestaltung werde derzeit noch konzipiert und ist noch offen. Es soll – laut ORF – um ein Förderprogramm von ca. 15 bis 20. Mio Euro pro Jahr gehen.

Mit der Maßnahme soll es älteren Personen möglich werden, länger selbstbestimmt in den eigenen „vier Wänden“ zu leben und damit sollen auch „Sozialtöpfe“ entlastet werden, weil die Wohnversorgung im Pflegeheim bekanntlich teurer ist.

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0 Kommentare

  • In den letzten Tagen war im Zuge der Wohnkosten-Debatte ja eher ein Wehklagen der Bauträger über die „überzogenen“, weil kostentreibenden, Vorschriften zur Barrierefreiheit zu hören. Ein ganz heller meinte gar, es wäre „billiger, jedem Behinderten eine Wohnung zu schenken“ – damit man alle anderen nur ja als Hindernis-Parcours gestalten darf. Kommentierung erübrigt sich.

  • Diese Wahlzuckerl-Ankündigung atmet den diskriminellen Ungeist Niederösterreichs. Zum Thema Barrierefreiheit und ambulante Pflege ist nur von älteren Menschen die Rede. Behinderte Menschen werden marginalisiert und vernachlässigt. Bin gespannt, ob der Bund das Unterlassungs- und Unterschlagungsfaible auch bei der Umsetzung so durchziehen wird, wie’s Niederösterreich als menschenrechtsdelinquentestes und behindertenfeindliches Land laufend vorexekutiert.

    Ein Gutes hat dieses Lippenbekenntnis: es wird endlich eingestanden, dass die Versorgung pflegebedürftiger Menschen „im Pflegeheim bekanntlich teurer ist“ als „in den eigenen vier Wänden“. Somit sind alle, die bei der Langzeitpflege immer noch hunderte Millionen Euro auf das falsche Pferd der stationären Pflege setzen, offiziell der Verschwendungssucht öffentlicher Mitteln geziehen.