FPÖ-Hobek: Behinderte dürfen Taschengelder nicht verlieren

Fortzahlung soll eine Geste der Anerkennung sein

Martin Hobek
FPÖ

Ein nicht unbeträchtlicher Teil der behinderten Mitmenschen ist in eigenen Werkstätten aktiv, wofür sie gerade einmal ein Taschengeld in lächerlichen Dimensionen von 50 oder 100 Euro pro Monat erhalten. Durch die krisenbedingte Schließung der Einrichtungen verlieren sie jetzt auch dieses.

Für die meisten Beschäftigten ist die von ihnen nicht verschuldete Situation ganz allgemein ein harter Schlag, weil sie in ihrer Arbeit aufgehen und sich zu Spezialisten entwickelt haben. Die von den Behinderten gefertigten Waren werden sowohl von der Arbeitgeberseite als auch von der Kundschaft wegen der überaus hohen Qualität geschätzt.

Der Behindertensprecher der Wiener Freiheitlichen, LAbg. Mag. Martin Hobek, weist darauf hin, dass beispielsweise kleine Kulturvereine ihre Förderungen für nun abgesagte Projekte nicht zurückzahlen müssen. Das sei absolut begrüßenswert, man solle aber auch die Behindertenwerkstätten analog zu diesem Prinzip behandeln.

Hobek: „Die Zahl der Betroffenen ist überschaubar und aufgrund der geringen Taschengeldbeträge fällt die Summe kaum ins Gewicht.“ Man könnte die Situation für ein gesellschaftspolitisches Signal nutzen.

„Die Fortzahlung der Taschengelder wäre eine Geste der Anerkennung für die gute Arbeit der in den Werkstätten tätigen behinderten Menschen und auch für ihren Beitrag in Krisenzeiten“, so Hobek abschließend.

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3 Kommentare

  • Allerhand, dass in Zeiten wie diesen jetzt sogar am Taschengeld gerüttelt wird!
    … Ganz zu schweigen, dass ich befürchte, dass die berechtigte Forderung nach „Lohn statt Taschengeld“ nach der Corona-Krise und deren Folgen jetzt wieder Jahre auf sich warten lassen wird.

  • Ja, der Betrag pro Einzelperson ist lächerlich. Und ja es muss eine durchgehende Taschengeldzahlung geben. Und ja, die Entlohnung muss endlich entsprechend erfolgen. Die Diskussion kennt ja jede/jeder, die sich mit dem Thema auseinandersetzt.
    Widersprechen möchte ich der Aussage, dass die Zahl der Betroffenen überschaubar sei und aufgrund der geringen Taschengeldbeträge die Summe kaum ins Gewicht falle. Das halte ich für eine populistisch motivierte Aussage des Herrn Hobek.
    In Ö gibt es immerhin rund 23.000(!) Menschen in Werkstätten!

    • Werte/r Totalegal,

      da ich Herrn Mag. Hobek von Sitzungen der IVmB kenne und laufend sehe dass Er wirklich meistens bei unseren Sitzungen dabei ist und sehr interessiert ist sowie sich auch zu Themen zu Wort meldet, bin ich nicht ihrer Anschauung das es populistisch motiviert ist.
      MfG
      Erwin Kapl
      Präsident
      ÖZIV Wien