FPÖ-Hofer: Behinderte werden durch Sparpaket besonders belastet

FPÖ-Vizeparteiobmann und Behindertensprecher NAbg. Norbert Hofer kritisiert anlässlich der Debatte über die Budgetbegleitgesetze erneut den erschwerten Zugang zu den Pflegestufen 1 und 2.

Norbert Hofer
FPÖ

Sozialminister Hundstorfer berufe sich immer wieder darauf, dass in diesen Stufen nur Wenige einen professionellen Dienst in Anspruch nehmen würden, so Hofer, der dem gegenüber hält, dass dann aber das Pflegegeld in Stufe 1 900 Euro betragen müsste, und in Stufe 2 1.300 Euro. Überdies betont Hofer, dass es gut sei, wenn die Pflegeleistungen von Familienmitgliedern ausgeführt und nicht an professionelle Kräfte „ausgelagert“ würden.

Zur Streichung der NoVA-Abgeltung für behinderte Menschen hält Hofer fest, dass es nicht sein dürfe, dass der Staat auch noch daran verdiene, wenn ein Behinderter ein Auto kauft. Die FPÖ verlange die volle MwSt-Rückerstattung, also 20% des Kaufpreises. Dass die Regierung nun den Behinderten auch noch die NoVA-Rückerstattung streichen wolle, sei der nächste Beweis für die unsoziale und menschenfeindliche Sparpolitik dieser Bundesregierung.

Als dritten Kritikpunkt nennt Hofer die Fristverlängerung bei der Umsetzung der Barrierefreiheit von Gebäuden. Der barrierefreie Zugang für öffentliche Bauten soll um weitere vier Jahre hinausgezögert werden.

„Ohnehin anstehende Investitionen in Infrastruktur sind optimalerweise dann zu tätigen, wenn der Arbeitsmarkt angespannt ist, um Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen“, so Hofer. „Faymann und Pröll schießen sich in ihrem ‚Sparpaket‘ auf die Behinderten und damit auf die Schwächsten der Schwachen ein.“

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0 Kommentare

  • Ich erlaube mir zu sagen, dass pflegende Angehörige und ausländisches Betreuungspersonal, das den pflegenden Angehörigen wenigstens dann hilft, wenn kein einziger mobiler Dienst „arbeiten will“, und somit es die billigste Lösung wäre, das Pflegegeld um 300-500 Euro im Monat zu erhöhen zumindest in Stufen 4-6, und somit zu gewährleisten, dass die Pfleglinge zuhause bleiben können, weil Betreuungshilfen aus dem Ausland so leistbar gemacht werden würden auch rund um die Uhr.
    Da nicht alle Angehörigen in der Lage sind, jahrelang ihren pflegebedürftigen Vater/Mutter, Schwiegerpapa/Schwiegermutter, ……..pflegen zu können, vielleicht auch aus gesundheitlichen Gründen- das wird oft vergessen!
    eine Betreuungshilfe aus dem Ausland ist froh, wenn sie Arbeit hat, und macht nicht solche „Faxen“, wie jeder mobile Dienst hier im Lande!
    ich denke da an Wochenende und Wochentagen ab 18 Uhr!- genau da bräuchten die betroffenen Familien Unterstützung, die sie auch mit der „geplanten Rückholaktion in Form von Sachleistung“ nicht haben, wenn sich da nichts grundlegendes ändert wird es immer „unleistbarer“- welche Vorschläge da auch kommen- ohne Nachdenken seitens der Volksvertreter.
    Ein mobiler Dienst kostet für 15 Stunden in der Woche genau 16000 Euro im Jahr!
    Ein pflegender Angehöriger kostet für 168 Stunden in der Woche genau 14040 Euro im jahr!
    Wo ist da noch was als Sachleistung zu holen und einzusparen, bei sovielen Ungerechtigkeiten, mit denen Betroffene zu leben haben?
    Kontaktieren Sie mich Herr hofer, dann rechne ich ihnen noch mehr vor!
    Sollten Sie es mir nicht glauben, zeige ich Ihnen die Kostenaufstellung des mobilen Dienstes, der 1.- nie ab 18 Uhr pflegt
    2.- nicht am Wochenende zu haben ist,
    3.-5 Wochen Urlaubsanspruch hat, wo Betroffene wieder alleine dastehen!
    4.-urlaus- und weihnachtsgeld muss für die mobilen Dienste auch bezahlt werden, hat ein pflegender Angehöriger nicht!!!!!!!!!!!!
    – ein 13.-14. Pflegegehalt meine ich damit!
    Wie lange noch vor

  • würde wirklich in Zukunft jeder Pflegende Angehörige „Sachleistung“ in Anspruch nehmen, anstatt selber z.B. bei Pflegestufe 1 die 60 Stunden Pflege zu leisten, müsste in Stufe 1 das Pflegegeld auf 2400 Euro angehoben werden, herr Hofer!- denn kein mobiler Dienst arbeitet unter einem Pflegestundenlohn unter 40 Euro, herr Hofer!
    Bei Stufe 2 wäre es das Gleiche Rechenbeispiel.

    Wie Sie auf nur 900 Euro bei Pflegestufe 1 kommen, ist mir rätselhaft, ausser Sie fordern, dass in Zukunft eine Verkäuferin oder Köchin Pflegedienste „leistet“- was aber die Bezahlung einer ausgebildeten Pflegerin aus Österreich betrifft, werden Betroffene mit 900 Euro im Monat bei Stufe 1 niemals das Auslangen finden, wenn pflegende Angehörige gezwungen werden „diese teuere Sachleistung“ in Anspruch zu nehmen.