FPÖ will Handwerkerbonus für Privatwirtschaft öffnen

Hofer: Auch Investitionen in Barrierefreiheit durch Handwerkerbonus fördern

Norbert Hofer
FPÖ

Mit Beginn dieses Jahres sieht das Behindertengleichstellungsgesetz (BGStG) nach einer zehnjährigen Übergangsfrist Barrierefreiheit in Österreich vor.

„Leider ist in unserer Gesellschaft bis jetzt nicht das Bewusstsein angekommen, dass Barrierefreiheit jedem zugutekommen kann. Auch jenen Menschen, die zumindest zeitweise in ihrem Leben Einschränkungen hinnehmen müssen“, betont der freiheitliche Behinderten- und Pflegesprecher und Dritte Präsident des Nationalrates Ing. Norbert Hofer, der sich mit der bisherigen Umsetzung nur teilweise zufrieden zeigt.

Viele kleine und mittlere Betriebe seien ihren Verpflichtungen nachgekommen, es gäbe aber große Probleme im öffentlichen Bereich, moniert Hofer.

Die Bundeshauptstadt Wien beispielsweise hat die Frist zur Beseitigung bestehender Barrieren verlängert und lässt sich nun bis 2042 Zeit mit der Umsetzung. Gerade die öffentliche Hand sei aber gefordert, hier Vorbildcharakter zu üben, mahnt Hofer ein.

Der freiheitliche Behindertensprecher spricht sich dafür aus, dass der Bund Maßnahmen zur Beseitigung von Barrieren effektiv unterstützen sollte und schlägt hiefür die Öffnung des Handwerkerbonus für die Privatwirtschaft vor. Dieser sei sowohl für Private als auch für die Beseitigung von Barrieren in der Privatwirtschaft deutlich aufzustocken.

Denn Tatsache sei, dass die Einnahmen für die öffentliche Hand aus Steuern und Abgaben aus den Investitionsanreizen des Handwerkerbonus deutlich höher waren als die Ausgaben. Derzeit ist der Handwerkerbonus nur für Privatpersonen vorgesehen, die Wohnraum renovieren, erhalten oder modernisieren.

Hofer: „Durch die Neugestaltung des Handwerkerbonus würden in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht nur neue Arbeitsplatze geschaffen und Barrieren für behinderte Menschen beseitigt werden, es würden auch Investitionsanreize geschaffen, die dem Finanzminister in Summe mehr Einnahmen als Ausgaben bringen würden. Diese Tatsache wurde zuletzt auch durch Studien belegt.“

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie ein Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert